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Onanieren: So funktioniert die männliche Selbstbefriedigung

  • Veröffentlicht: 10.03.2023
  • 10:00 Uhr

Ob unter der Dusche, im Bett oder auf der Couch: Für viele Männer ist Onanieren fester Bestandteil in ihrem Leben. Warum sich die Selbstbefriedigung positiv auf die eigene Gesundheit und Sexualität auswirkt, wie oft es Männer durchschnittlich tun und alle weiteren wichtigen Fragen rund um die männliche Masturbation beantworten wir euch in unserem ausführlichen Ratgeber.

Das Wichtigste in Kürze

  • Was ist Onanieren: Die Rolle von Solo-Sex im Alltag von Männern

  • Wie oft onanieren Männer?

  • Richtig onanieren: Wie funktioniert die Selbstbefriedigung bei Männern?

  • Selbstbefriedigung beim Mann: Die gesundheitlichen Vorteile

  • Welche Auswirkungen hat Selbstbefriedigung auf das Sexleben?

Was ist Onanieren: Die Rolle von Solo-Sex im Alltag von Männern

Für viele Männer gehört Masturbation zum Alltag, sie ist eine willkommene kurze Auszeit von Stress und Verpflichtungen. Ob ein Mann dabei in einer Beziehung oder Single ist, spielt keine Rolle. Wie natürlich dieses Verhalten ist, zeigt sich schon daran, dass auch zahlreiche Tierarten masturbieren. Affen, Hunde, Bären und sogar Vögel wurden dabei schon beobachtet. Forscher:innen deuten dieses Verhalten als Stärkung der Fruchtbarkeit. Selbstbefriedigung quasi als Sex-Training! Auch für den Menschen ist das Onanieren eine wichtige Facette des Liebeslebens.

Für Männer ist es glücklicherweise heutzutage völlig normal, ihren eigenen Körper zu erkunden und sich selbst zum Orgasmus zu bringen. Vorbei sind die Zeiten, als ihnen eingeredet wurde, dass Onanie zu Erblindung oder Impotenz führe. Das Gegenteil ist sogar der Fall: Wenn Männer masturbieren, profitieren sie von zahlreichen positiven Effekten auf ihre Gesundheit.

Ab welchem Alter die männliche Selbstbefriedigung beginnt, ist dabei individuell völlig unterschiedlich. Manche Jungen masturbieren bereits im Grundschulalter, andere starten erst mit dem Beginn der Pubertät. Klar erwiesen ist jedoch: Masturbation ist bis ins ganz hohe Alter förderlich.

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Wie oft onanieren Männer?

Dreimal im Monat, dreimal in der Woche, dreimal am Tag? Wie häufig Männer onanieren, ist jedem selbst überlassen. Richtwerte existieren hier nicht. Urolog:innen empfehlen sogar, öfter Hand anzulegen. Denn Onanieren hat positive Effekte für Prostata und Potenz.

Grundsätzlich gilt: Mehrmals in der Woche zu onanieren ist völlig normal und gesund. Selbst die tägliche Befriedigung der eigenen Lust ist unproblematisch, solange der Spaß am eigenen Körper kein dauerhafter Ersatz für zwischenmenschliche Beziehungen wird, sondern eine lustvolle Ergänzung bleibt. Das Ergebnis einer Umfrage des Online-Marktforschungsunternehmens YouGov lautete:

  • 7 Prozent der Männer onanieren jeden Tag
  • 25 Prozent der Männer onanieren mehrmals pro Woche
  • 24 Prozent der Männer onanieren mehrmals im Monat
  • 26 Prozent der Männer onanieren einmal im Monat oder seltener

Wie oft sollte man onanieren?

Je öfter, desto besser gilt allerdings nicht unbegrenzt. Wenn die Gedanken fast ausschließlich nur noch um das Masturbieren kreisen, sollte sich gegebenenfalls Hilfe in einer psychologischen Beratung geholt werden. Selbstbefriedigung kann auch zu einer Sucht werden, wenn nicht rechtzeitig gegengesteuert wird.

Richtig onanieren: Wie funktioniert die Selbstbefriedigung bei Männern?

Männer haben mehrere Möglichkeiten zur Selbstbefriedigung. Entweder wird der Penis mit der Hand (besonders gelenkige Männer schaffen es sogar, sich selbst oral zu befriedigen) oder mit einem Sextoy stimuliert. Bei allen Arten gilt: Achte darauf, was dir gefällt und entdeckte deine sexuellen Vorlieben – ob du damit schnell zum Höhepunkt kommst, ist erstmal zweitrangig.

Bei der manuellen Masturbation wird der Penis mit der Hand umschlossen und mit sanftem Druck auf und ab bewegt. Genauer gesagt, wird dabei die Vorhaut über die Eichel gerieben, wo ein Großteil der männlichen Nervenden zusammen laufen. Weitere besonders erogene Zonen sind die Unterseite des Penis, der Damm und die Nebenhoden. Mehr Aufmerksamkeit für diese Körperpartien sorgen bei vielen Männern für ein enormes Lustempfinden.

Natürlich können Männer auch Sexspielzeuge beim Onanieren einsetzen. Sehr beliebt sind hier zum Beispiel sogenannte "Masturbator" oder "Flashlights", die den vaginalen oder analen Geschlechtsverkehr simulieren. Dabei handelt es sich um eine Art künstliche Vagina, in die der Penis eingeführt wird. Diese Sextoys gibt es in zahlreichen Varianten: mit unterschiedlicher Form, Wärmefunktion oder Vibration.

Übrigens: Selbstbefriedigung beim Mann muss nicht zwangsläufig den oder die Partner:in ausschließen, sondern kann auch in das Liebesspiel einfließen, erlaubt ist schließlich, was gefällt.

Selbstbefriedigung beim Mann: Die gesundheitlichen Vorteile von Onanieren

Die Wissenschaft ist sich heutzutage einig, dass die Selbstbefriedigung beim Mann zahlreiche Vorteile für die Gesundheit mit sich bringt. Wir zeigen euch die wichtigsten Auswirkungen von Solo-Sex auf den Körper im Überblick:

  • Stressabbau: Bei jedem Orgasmus wird das Kuschel-Hormon Oxytocin vom Körper ausgeschüttet. Das hebt nicht nur die Stimmung, sondern senkt auch das Stresslevel. So hilft Masturbation dabei, die Sorgen des Alltags hinter sich zu lassen.
  • Prostata-Gesundheit: Onanieren hilft der Prostata ungemein. Denn regelmäßige Ejakulationen spülen das Organ durch und schützen so vor Infekten und sogar Krebs.
  • Höhere Spermienqualität: Nach drei bis vier Tagen verschlechtert sich die Qualität der Spermien in den Nebenhoden immens. So helfen regelmäßige Ergüsse dabei, den Samen frisch zu halten.
  • Fit durch Masturbieren: Grundsätzlich sorgt der Hormonschub beim Onanieren für einige weitere positive Effekte auf den Körper. So wird durch den Ausschuss von Testosteron beispielsweise besser neue Muskelmasse aufgebaut. Auch der Kalorienverbrauch wird angeheizt: Einmal Solo-Sex verbrennt durchschnittlich bis zu 150 Kilokalorien.

Welche Auswirkungen hat Selbstbefriedigung auf das Sexleben?

Statt mit Vorurteilen belastet, wird heute glücklicherweise ganz anders auf das Thema Selbstbefriedigung im sexuellen Kontext geblickt. Expert:innen sind sich einig: Männer, die sich selbst befriedigen, tun nicht nur ihrer Gesundheit etwas Gutes, sondern verbessern auch ihr Sexleben.

Gerade in Beziehungen sollte Masturbation deshalb kein Tabu sein. Denn nur wer seinen Körper richtig kennt, kann auch seinen Sexpartner:innen zeigen, was er sich von ihnen wünscht. Außerdem kannst du bei der Selbstbefriedigung auch neue Fantasien entdecken, die im Anschluss auch den Sex zu zweit bereichern. Auch bei Fernbeziehungen kann gemeinsame Masturbation eine wichtige Rolle spielen – so kann zum virtuellen Sex beispielsweise gehören, sich per Videocall nach Anleitung des anderen selbst zu befriedigen.

Ein weiterer Grund, warum du öfter mal Hand anlegen solltest, ist zudem die Verbesserung des Durchhaltevermögens. Mit regelmäßiger Selbstbefriedigung können Männer ihren Körper schließlich besser kennenlernen und trainieren, ihren eigenen Orgasmus länger hinauszuzögern. Davon profitieren dann auch die Sexualpartnerin oder der Sexualpartner. Bei der Start-Stopp-Technik beispielsweise wird der Penis immer bis zu dem Punkt stimuliert, an dem du den Samenerguss noch verhindern kannst. Erst nach drei bis vier Wiederholungen darfst du deinen Orgasmus erleben. So lernst du auch beim Sex deinen Höhepunkt viel besser zu kontrollieren.

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