Paula kommt

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Paula kommt

Sex-Ratgeber: Polygamie vs. Polyamorie

Staffel 3

Polygamie und Polyamorie ist nicht das gleiche! Paula Lambert erklärt, was das ist und wo die Unterschiede liegen. Was klappen kann und was nicht? Was bevorzugt ihr? Was bevorzugt Paula? Antworten und noch mehr Ratgeber gibt es hier - nur auf sixx!

09.12.2014 15:27 | 2:10 Min |

"Paula kommt"

Polygamie und Polyamorie: Das ist der Unterschied

Auch in Deutschland nehmen neue Beziehungsformen zu. Während Monogamie noch immer die Norm ist, tauchen in den Medien immer öfter Begriffe wie Polygamie und Polyamorie auf. Was hat es damit also auf sich?

Polygamie und Mehrfach-Ehe

Der Begriff Polygamie beschreibt im Wesentlichen eine offene Beziehung oder eine Ehe mit mehreren Partnern. Generell ist die Mehr-Ehe in Deutschland verboten, wer aber in einem Land mehrfach geheiratet hat, in dem die Viel-Ehe anerkannt ist, wird nicht bestraft. Oft ist der erste Ehepartner in dieser Beziehung höher gestellt als die folgenden Partner.

Polyamorie: die Liebe zu Vielen

Polyamorie bezeichnet hingegen eine gleichberechtigte Liebe zu mehr als einer Person zur selben Zeit. Im Gegensatz zu heimlichen Seitensprüngen wissen hierbei alle Beteiligten Bescheid über die Viel-Liebe. Ganz nach dem Motto "Liebe wird größer, wenn man sie teilt" wird von der exklusiven Zweierbeziehung Abstand genommen. Das Recht zur Beziehung mit mehreren Partnern wird zudem meist allen Beteiligten zugestanden, sodass ein ganzes Netz von Partnerschaften entstehen kann. Dabei werden die einzelnen Partnerschaften offenbar mit genauso tiefer Verbundenheit geführt wie monogame Beziehungen, nur der sonstige Knackpunkt Treue wird außer Acht gelassen.

Eifersucht durch Polygamie
Eine polyamore Beziehung scheitert meist, sobald ein Partner sich vernachlässigt fühlt oder eifersüchtig wird. © Fotolia - JackF

Zum Scheitern verurteilt?

Nicht nur rechtlich sind die Polygamie und Polyamorie umstritten. Viele Psychologen bezweifeln, dass es möglich ist, polyamore oder polygame Beziehungen für alle Beteiligten gerecht zu führen. Oft wünscht sich ein Partner die offene Beziehungsform mehr als der andere. Letzterer willigt dann häufig trotzdem ein, um seinen Partner nicht zu verlieren. Verlustängste und Eifersucht sind in diesem Fall vorprogrammiert. Sobald es zur Bevorzugung einer Liebesbeziehung kommt, entsteht weiterhin Missgunst und Neid. Nur wer sich von solchen negativen Emotionen distanzieren kann, scheint dauerhaft in der Lage zu sein, mehrere Beziehungen aufrecht zu erhalten – eine große Herausforderung.

Fazit: Polygamie und Polyamorie erscheinen als Alternativen zur Monogamie mit mehr persönlicher und sexueller Freiheit. Die Umsetzung, ohne einen der Beteiligten zu verletzen, gestaltet sich in der Realität oft jedoch schwieriger als gedacht.