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Trennung trotz Liebe: Gründe und Tipps, um alles zu verarbeiten

  • Aktualisiert: 24.01.2023
  • 07:31
© Getty Images/iStockphoto

Die Liebe ist groß, aber das Glück stellt sich nicht ein? Manchmal ist eine Trennung trotz Liebe unumgänglich und auch sinnvoll. Welche Gründe dafür sprechen und wie man mit dem schmerzhaften Aus umgeht, erfährst du hier.

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Kopf gegen Herz: Wie kommt es zur Trennung trotz Liebe?

Wahre Liebe, so haben wir es aus Groschenromanen und von Disney gelernt, überdauert alle Hindernisse und siegt am Ende immer. Dann kam Adele und sang in herzzerreißenden Liedern über andauernde Liebe, aber gescheiterte Beziehungen. Also was nun? Die Wahrheit ist, dass sich viele Paare trennen, obwohl sie sich lieben. Eine Studie der Stanford University belegt, dass 60 Prozent der Beziehungen noch im ersten Jahr in die Brüche gehen. Genau dann, wenn man doch eigentlich noch die rosarote Brille aufhat und die Verliebtheitsgefühle besonders stark sind.

Trennt sich ein Paar, obwohl große Gefühle vorhanden sind, handeln die Liebenden meist aus Vernunft - eine Kopfentscheidung gegen die Liebe, wahrscheinlich aber für ein glücklicheres und zufriedeneres Leben. Leider ist nämlich auch wahr, dass Liebe zwar die Grundlage für eine erfüllende Partnerschaft ist, sie aber nicht alle Probleme vergessen machen kann.

Wenn große Gefühle nicht genug sind: 10 Gründe für eine Trennung trotz Liebe

Keine Frage: Sich zu trennen, obwohl man sich liebt, ist richtig hart. Es gibt aber Gründe, bei denen eine Trennung aus Vernunft der einzige Ausweg aus einer emotional verfahrenen Situation ist. Bei diesen zehn Anzeichen kann es sein, dass eine Beziehung trotz Liebe keinen Sinn mehr macht:

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  1. Zukunftspläne driften auseinander. Und zwar so sehr, dass sich kein Kompromiss mehr finden lässt. Der Klassiker: Eine:r will Kinder, der oder die andere nicht. Das kann auf Dauer nicht gut gehen.
  2. Es mangelt an Vertrauen. Ob daran der/die aktuelle:r Partner:in Schuld ist, weil er oder sie eine Affäre hatte oder das Misstrauen noch aus der vorherigen Beziehung stammt - ohne Vertrauen geht jede noch so große Liebe früher oder später ein.
  3. Die Liebe ist unausgeglichen. Liebt einer mehr als der andere, ist das für beide Seiten auf lange Sicht schwer auszuhalten. Manchmal entwickeln sich Gefühle zwar mit der Zeit, aber ewig darauf zu warten, führt nur zu Frust und Missgunst.
  4. Die Interessen sind zu unterschiedlich. Sie liebt es, sich mit Freund:innen zu treffen, Sport zu machen, ins Kino zu gehen und raus in die Natur zu fahren. Er bleibt lieber zuhause auf der Couch oder vorm PC. Gegensätze ziehen sich zunächst an, aber wenn zwei Lifestyles so gar nicht zusammenpassen, tun sich kaum noch Gemeinsamkeiten auf, die einen verbinden.
  5. Investment kommt nur von einer Seite. Wenn lediglich eine:r alles dafür tut, dass die Partnerschaft funktioniert - etwa Dates planen oder Beziehungsratgeber lesen - entsteht ein Ungleichgewicht, das eine stabile Beziehung unmöglich macht.
  6. Man entfernt sich immer weiter voneinander. In Deutschland leben ungefähr 1,7 Millionen Paare mehr als 100 Kilometer voneinander entfernt. Schön, wenn es funktioniert, aber viele stellen doch nach einiger Zeit fest: Fernbeziehung ist nichts für mich. Sei es, weil die örtliche Distanz auch eine innere Distanz mit sich bringt oder die Perspektive fehlt.
  7. Die Beziehung ist toxisch. Man kann sich lieben und trotzdem nicht gut füreinander sein. Extreme Kontrollsucht, Narzissmus oder auch psychische oder körperliche Gewalt sind ganz klare Trennungsgründe.
  8. Unterstützung reicht nicht. Sucht oder Abhängigkeit sind an und für sich schon ein gewaltiges Problem. In einer Beziehung hat man im besten Fall die Unterstützung des Partners oder der Partnerin, um es da herauszuschaffen. Bringt das jedoch nichts oder zu wenig, muss professionelle Hilfe her - und eine:r die Reißleine ziehen.
  9. Zwei sind nicht mehr genug. Die Beziehung zu öffnen, kann für eine Partnerschaft die Rettung sein, aber nur, wenn beide Monogamie für ein veraltetes Modell halten. Will dagegen nur eine:r auch andere Menschen daten, ist eigentlich klar, dass es so nicht weitergehen kann.
  10. Die Eifersucht wird übermächtig. 44 Prozent der Frauen und 33 Prozent der Männer haben sich schon einmal wegen Eifersucht getrennt (Statista). Nimmt die nämlich überhand, überschattet sie jedes noch so schöne Liebesgefühl.
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Immer ehrlich und fair bleiben: So solltest du dich nach einer Trennung trotz Liebe verhalten

Den Menschen, mit dem man zusammen ist und sein Leben teilt, kennt man nicht selten erst dann richtig, wenn man sich von ihm getrennt hat. Oft genug kommen dann nämlich die nicht so schönen Charakterseiten zum Vorschein - und das ist nicht anders, wenn man sich in Liebe trennt. Verletzte Gefühle und enttäuschte Erwartungen machen es einem schwer, sich fair und rational zu verhalten. Genau das aber sollte man unbedingt versuchen!

Vor dem Entschluss sich zu trennen, solltest du dir ganz sicher sein, denn nichts ist so nervenaufreibend wie ein ewiges Hin und Her. Habt ihr alles getan, um eure Probleme in den Griff zu kriegen oder Kompromisse zu finden, die eine gemeinsame Zukunft doch möglich machen? Hast du dich schon viel zu lange wegen der Beziehung schlecht gefühlt, weil sie dir Energie raubt oder weil du dich verbiegen musst? Ja? Dann ist es an der Zeit, das offene Gespräch zu suchen und dem/der Partner:in ehrlich zu sagen, dass und warum es nicht weitergeht. Bitte keine Textnachrichten verschicken, anrufen oder gar ghosten! Bei einer Trennung in Liebe werden Gefühle auf beiden Seiten verletzt, und da gilt es, besonders vorsichtig und rücksichtsvoll zu sein.

Die größte Herausforderung an einer Trennung trotz Liebe besteht jedoch darin, einen klaren Schlussstrich zu ziehen. Wer noch Gefühle füreinander hat, wird sich schwer damit tun, Abstand zu halten. Es droht die Gefahr, in eine On-Off-Beziehung zu schlittern - und das ist emotionaler Stress pur! Ein "echter" Cut muss also sein.

Kann man das überwinden? So verarbeitest du eine Trennung trotz Liebe

Wenn das Herz nicht versteht, warum der Kopf "aussteigen" will, dauert es eine Weile, bis beide sich einig sind. Oder anders gesagt: Es braucht Zeit, bis man eine Trennung aus Vernunft "begreifen" kann. Sich das klarzumachen und darauf einzustellen, ist aber schon der erste Schritt, um das Schlussmachen zu überwinden. Danach können diese fünf Tipps hilfreich sein:

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1. Ein Kontaktabbruch empfiehlt sich zumindest in der ersten Phase der Trennung. Distanz hilft dabei, die Liebe loszulassen. Wie es danach weitergeht, ob ihr vielleicht irgendwann sogar befreundet sein könnt, wird sich zeigen. Klappen kann eine Freundschaft allerdings erst, wenn auf beiden Seiten keine romantischen Gefühle mehr im Spiel sind und die Beziehung wirklich verarbeitet und ad acta gelegt wurde.

2. Es gibt ja gute Gründe, warum du dich gegen die Beziehung entschieden hast. Führ sie dir immer wieder vor Augen - oder noch besser: Schreib sie auf. Vor allem dann, wenn die Zweifel an der Richtigkeit deiner Entscheidung so laut werden, dass du sofort wieder zurück zu deinem/deiner Ex willst.

3. Nach einer gescheiterten Partnerschaft zweifelt man meist erstmal an sich selbst oder fragt sich, ob man jemals eine:n Partner:in für immer finden wird. Du hast eine glückliche und gesunde Beziehung verdient - sag dir das immer wieder und verinnerliche diesen Glaubenssatz!

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4. Schmerz, lass nach - aber das passiert erst, wenn du ihn zugelassen hast! Sich sofort in eine Affäre zu stürzen oder nonstop zu arbeiten, um ja nicht an den oder die Ex zu denken, haut nicht hin. Die Gefühle werden sich auf anderen Wegen die Aufmerksamkeit holen, die sie brauchen, um sich aufzulösen.

5. Das heißt aber nicht, dass du dich für die nächsten Wochen und Monate einigeln sollst, um dich deinem Herzschmerz vollkommen hinzugeben. Neue Hobbys oder Projekte sind gute Möglichkeiten, sich mit sich selbst auseinanderzusetzen und weiterzuentwickeln. Und genau darum geht es ja: Einen Neuanfang für dich!

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