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Kribbeln im Bauch?

Verliebt sein: An diesen Anzeichen erkennst du Verliebtheit und den Unterschied zur Liebe

  • Veröffentlicht: 27.12.2022
  • 15:00

"Du weißt, dass du verliebt bist, wenn du nicht einschlafen kannst, weil die Realität endlich besser ist als deine Träume", hat der amerikanische Autor Dr. Seuss einmal gesagt. Eine romantische Definition, in der auch Wahrheit steckt. Wir verraten dir, welche Anzeichen außer Schlaflosigkeit noch dafür sprechen, dass du verliebt bist – und wie du den Unterschied zwischen Verliebtheit und Liebe erkennst.

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Verliebt sein: Was bedeutet das?

Aus psychologischer Sicht ist Verliebtheit ein emotionaler Zustand, in welchem wir uns romantisch zu einer anderen Person hingezogen fühlen und den dringenden Wunsch verspüren, eine intime Beziehung mit ihr einzugehen. Verliebtheit ist mehr als sexuelle Anziehung und weniger als Liebe. Verliebt zu sein fühlt sich großartig an, es ähnelt einem Rausch, den wir gerne wieder und wieder erleben würden. Tatsächlich ist Verliebtsein mit einer Sucht vergleichbar. Wenn wir glücklich verknallt sind, schüttet unser Gehirn Dopamin aus, einen Belohnungs-Botenstoff. Und wenn sich unser Crush von uns distanziert, können wir auch wirklich Entzugserscheinungen spüren.

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Bin ich verliebt? An diesen Anzeichen erkennst du es

Wir alle haben schon hundert Mal von den berühmten Schmetterlingen im Bauch gehört – aber wie genau fühlen die sich eigentlich an? Es ist gar nicht so leicht, zwischen Verliebtheit und sexueller Anziehung zu unterscheiden. Es kann auch sein, dass du dich auf rein platonischer Ebene zu jemandem hingezogen fühlst. Oder bist du doch richtig verknallt? Die folgenden fünf Anzeichen sprechen dafür:

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  • Deine ersten Gedanken nach dem Aufwachen gelten der anderen Person. Und auch beim Yoga, im Supermarkt, vor dem Einschlafen und generell immer wieder wandern deine Gedanken zu dieser einen Person. Alles erinnert dich an sie/ihn, ein Lied im Radio, das Auto vor dir, ein lustiges Meme. Es fällt dir schwer, dich auf so "triviale" Dinge wie die Arbeit zu konzentrieren.
  • Du sprichst ständig über ihn/sie. Und wie sollte es auch anders sein, wenn er/sie deinen Kopf beherrscht?! Eine Freundin erzählt dir von einem Film, den sie am Wochenende geschaut hat – du musst erwähnen, dass er/sie die Regisseurin super findet. Es gibt Pizza in der Kantine – dass er/sie Pizza nicht mag, findest du so bemerkenswert, dass du es den Kolleg:innen mitteilen musst.
  • Dein Herz macht einen Satz, wenn er/sie sich meldet. Du schaust permanent auf dein Handy und wartest darauf, dass endlich sein oder ihr Name auf dem Display erscheint. Und schreibt das Objekt deiner Begierde dann oder ruft sogar an (OMG!), hast du kurz dasselbe Gefühl, wie wenn es in der Achterbahn auf einmal steil nach unten geht: Dein Herz scheint einen Moment auszusetzen.
  • Er/sie macht dich nervös – auf gute Art und Weise. In seiner/ihrer Gegenwart bist du ein bisschen unsicherer als sonst, du machst dir plötzlich vermehrt Gedanken über dein Outfit, deine Frisur und auch darüber, wie das, was du sagst, ankommt. Du willst Mr oder Mrs Wow beeindrucken. Und wenn du ihn/sie zum Lachen bringst, macht dich das mega happy. Apropos…
  • Du bist generell (unerträglich) happy. Genau wie die Schmetterlinge im Bauch, beruht auch das Klischee der rosaroten Brille auf der Wahrheit. Wer verliebt ist, ist quasi dauer-high, nichts bringt einen aus der Ruhe, die kleinen und großen Probleme des Alltags werden belächelt. Das kann so weit gehen, dass du mit deiner andauernden guten Laune anderen auf die Nerven gehst. Doch das ist dir egal, du bist schließlich damit beschäftigt, die Welt zu umarmen.

Warum verliebt man sich überhaupt?

Weil es das schönste Gefühl der Welt ist! Abgesehen davon gibt auch die Evolution Hinweise darauf, weshalb Menschen sich verlieben. Um jemanden zu lieben und eine enge Verbindung mit dieser Person einzugehen, müssen wir uns zunächst kennenlernen. Zu Menschen, die wir nicht kennen, halten wir ganz intuitiv Abstand, schließlich wissen wir nicht, wem wir vertrauen können – und wir möchten uns nicht jedem öffnen. Die Verliebtheit sorgt jedoch dafür, dass wir diese Distanz überwinden können. Wir haben ein derart starkes Bedürfnis, der anderen Person nahe zu sein, dass wir uns auf ihn/sie einlassen. Das ist die Basis für eine potenzielle Liebesbeziehung. Zwar könnten wir Menschen uns auch fortpflanzen, ohne uns zu verlieben. Aber um unseren hilfsbedürftigen Nachwuchs können wir uns effizienter zu zweit kümmern. Schlaue Strategie der Evolution, oder?

Warum kann ich mich nicht verlieben?

Es gibt Menschen, die permanent verknallt zu sein scheinen. Und andere, die mit Mitte 30 von sich behaupten, noch kein einziges Mal verliebt gewesen zu sein. Geht es dir vielleicht auch so? Falls ja, mach dir keine Sorgen. Es liegt nicht daran, dass du ein Herz aus Stein hast oder schlichtweg unfähig bist, Liebe zu empfinden. Zum einen kann es an einer (unbewussten) Angst liegen – Angst vor Verletzungen, vor Enttäuschungen, vor dem Verlassenwerden. Wenn solche Ängste uns in ihren Krallen haben, dann sorgen vermeintliche Schutzmechanismen dafür, dass wir uns nicht verlieben können. Durch unrealistisch hohe Ansprüche zum Beispiel oder akribische Fehlersuche (schon auf dem ersten Tinderfoto).

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Auch eine viel zu genaue Vorstellung davon, welche Person perfekt zu uns passt, lässt kaum Raum für Begegnungen mit spontanem Herzklopfen. Natürlich ist es wichtig, dass du weißt, was du willst. Aber hierbei geht es um die grundsätzlichen Werte. Wenn du nur bei Vollbart nach rechts wischst, verpasst du vielleicht den Dreitagebart deiner Träume! Ein weiterer Lösungsansatz, so platt der auch klingen mag: Man muss lernen, dass man liebenswert ist. Erst wenn wir uns selber lieben, können wir uns auch auf gesunde Art und Weise auf andere einlassen.

Warum verliebe ich mich immer in die Falschen?

Verheiratet, egozentrisch oder notorische:r Fremdgänger:in: Manche Menschen geraten immer wieder an dieselben Typen, obwohl es mit ihnen nie zu einer erfüllten Beziehung kommt. Das kann unter anderem an Bindungsangst liegen: In dem Fall sind die Gefühle am stärksten, wenn die Beziehung noch nicht gefestigt ist oder noch gar nicht richtig angefangen hat. Sobald es ernst wird, verflüchtigen sich die Gefühle. Unbewusst übernehmen wir das, was wir in unserer Kindheit über Beziehungen gelernt haben. Waren unsere Eltern sehr distanziert, sind wir es gewohnt, ohne Liebe und Geborgenheit auszukommen. Und deshalb suchen wir uns im Erwachsenenalter Partner:innen, die schwer zu kriegen sind. Oder wir haben Probleme damit, den Gefühlen der anderen Person zu trauen und klammern deshalb sehr stark. Solchen Mustern unterliegen wir meist, ohne es zu wissen. Eine Psychotherapie kann dabei helfen sie zu erkennen und zu durchbrechen.

Was ist der Unterschied zwischen Verliebtsein und Liebe?

Drei bis 18 Monate dauert die Phase der Verliebtheit an. In dieser Zeit ist man fast dauerhaft glücklich, streiten sich nicht oder nur sehr selten, hat irre viel Sex – und absolut gar nichts am Partner oder der Partnerin auszusetzen. Am Ablaufdatum dieser Phase ist nicht zu rütteln, es ist unmöglich, für immer verliebt zu sein. Das klingt traurig, ist aber eigentlich etwas Schönes. Denn wenn die Beziehung jetzt weitergeht, hat man es sozusagen ins nächste Level geschafft. Zwar erwarten euch jetzt auch Diskussionen, und es fallen Eigenschaften an der anderen Person auf, die stören.

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Wenn ihr aber eine gute Kommunikation habt, die eigenen Bedürfnisse vermitteln sowie die Bedürfnisse des anderen akzeptieren könnt, kann sich aus eurer Romanze die ganz große Liebe entwickeln. Oder, chemisch ausgedrückt: Während unser Gehirn in der Verliebtheits-Phase noch jede Menge Dopamin ausgeschüttet hat, ist es in der Liebe-Phase eher das Bindungshormon Oxytocin, auch Kuschelhormon genannt. Und das, was in unserem Hirn passiert, passt auch zu dem, was wir spüren: Statt kribbeliger Aufgeregtheit fühlen wir Geborgenheit. Die Suche ist vorbei, wir sind angekommen.

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