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Glückliche Partnerschaft trotz Partnertausch – geht das?

Polyamore Beziehung ohne Eifersucht?

Das gängige Konzept einer monogamen Liebe scheint überholt. Immer mehr Menschen suchen ihr Glück in einer offenen Partnerschaft. Aber wie sieht so eine polyamore Beziehung aus und welche Probleme kann es dabei geben? Hier beantworten wir euch die wichtigsten Fragen zu Polyamorie.

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Was ist eine polyamore Beziehung? 

Oft wird eine polyamore Beziehung mit einem ungeordneten Lebensstil gleichgesetzt. Assoziationen mit wilden Orgien oder Hippies in Kommunen sind allerdings reine Vorurteile. Natürlich spielt auch Sex eine Rolle, doch vielmehr geht es darum, mehrere Menschen auf einer emotionalen Ebene zu lieben

Eine glückliche Partnerschaft lebt davon, dass jeder zufrieden ist. Manchmal kann ein:e Partner:in aber nicht alle Bedürfnisse, Interessen und Vorlieben teilen. So kann es passieren, dass – obwohl ein Paar sich liebt – sich eine:r von beiden dennoch in manchen Bereichen viel mehr mit einer anderen Person verbunden fühlt. Das heißt nicht, dass er oder sie unglücklich ist, sondern lediglich, dass unterschiedliche Menschen unterschiedliche Bedürfnisse erfüllen. Statt es bei einer platonischen Freundschaft zu belassen, führen Polyamorist:innen mehrere Beziehungen mit Partner:innen, die sie auf verschiedene Weise stimulieren und befriedigen.

Jen (l.), Tahl (2.v.l.), Michael (M.) und Kamala (2.v.r.) wollen Regeln für ihr gemeinsames Leben und ihre zusätzlichen Sexpartner, wie Roxanne (r.), festlegen ...
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Polyamorie - Begriffserfklärung

Polyamorie - Liebe zu dritt! Was der Begriff bedeutet, und welche Erfahrungen die Menschen gemacht haben, erfährst du hier.

  • 11.07.2017
  • 09:03 Uhr

Polyamorie: Tipps gegen Eifersucht

Polyamorie ist natürlich kein Garant dafür, dass es nie mehr Streit in der Beziehung gibt. Gerade das Problem der Eifersucht kann bei so einem Lebenskonzept stärker in den Vordergrund treten. Um dem vorzubeugen, ist es besonders wichtig, immer ehrlich zu allen Beteiligten zu sein. Vereinbarungen, bei denen beschlossen wird, dass die Partner:innen sich nichts von ihren jeweils anderen Liebschaften erzählen, gibt es kaum. Es geht um Vertrauen und Akzeptanz. Nur wenn beide die "Konkurrent:innen" nicht als Konkurrenz, sondern als Bereicherung sehen, kann es funktionieren. 

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Darf jede:r alles machen, worauf sie oder er Lust hat?

Wichtig in einer Drei- oder Vier-, Fünf-, Sechsecksbeziehung ist auch, dass sich die Partner:innen gegenseitig unterstützen und einander Freiräume schaffen. Besitzansprüche sind fehl am Platz. Flexible Absprachen sind das Zauberwort. Wenn es einer oder einem von beiden schlecht geht, dann sollte es möglich sein, sich um ihn oder sie zu kümmern – auch wenn dafür das Date mit einer dritten Person verschoben werden muss. 

Grenzen sind ebenfalls wichtig, nicht nur für eine glückliche Partnerschaft zu zweit. Vorher sollte abgeklärt werden, wie weit jede:r gehen darf. Was darf dürfen die beiden in anderen Beziehungen tun und was sollten sie auf jeden Fall lassen? Ist Sex mit anderen Menschen in Ordnung? Wie viele Partner:innen dürfen die Beteiligten haben? Wie viel Zeit verbringt wer mit wem? Um der Eifersucht vorzubeugen, sind solche Absprachen essenziell. Manchmal passiert es aber trotz allem, dass Eifersucht hochkommt.

Vorteile der Polyamorie: Warum es manchmal besser ist, mehrere Partner:innen zu lieben 

  • Ein Argument für polyamore Liebe ist zum Beispiel die hohe Scheidungsrate monogamer Paare. Oft gehen Männer und Frauen fremd, weil ihnen etwas fehlt. Mit mehreren Partner:innen sinkt dieses Risiko, die Chancen auf eine glückliche Partnerschaft steigen.
  • Außerdem bleibt mehr Zeit für eigene Interessen, Freund:innen, die der oder die Liebste eventuell nicht so gerne mag, oder Hobbys, auf die er oder sie keine Lust hat. Beide müssen weniger zurückstecken und können sich mehr verwirklichen, ohne jemanden zu verletzen.

Letztlich kommt es aber einzig und allein drauf an, dass sich zwei finden, die vom selben Liebeskonzept überzeugt sind. Oder zwei, drei, vier …

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