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Partnersuche in und nach der Pandemie

Wie Corona Dating und Partnersuche beeinflusst

Corona verändert unser Dating-Verhalten und unser Liebesleben, zeigen zahlreiche Umfragen. Aber wie genau? Wie Singles heute per Dating-App Partner:innen suchen und wie sich Corona auf die Sexualität auswirkt ...

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Die Auswirkungen von Corona auf Dating und Liebe

Corona - kein Wort haben wir in den letzten zwei Jahren so oft gehört. Die Pandemie hat all unsere Lebensbereiche beeinflusst - auch das Dating. Besonders betroffen waren Singles. Im Lockdown potenzielle Partner:innen kennenlernen: das war nicht einfach. Oder? Viele Menschen sind auf Online-Dating umgestiegen.

Dating-Apps und Dating-Portale meldeten mit Beginn der Pandemie Rekordzahlen an Nutzer:innen. Wie sich die Pandemie noch auf die Partnersuche ausgewirkt hat und was den Menschen besonders fehlt, erfasste die Dating-App Lovoo in mehreren Umfragen und bei Kundinnen und Kunden:

  • Viele vermissen physische Nähe: 77 Prozent sagen, dass ihnen Kuscheln fehle. 73 Prozent leiden darunter, keine Umarmungen zu bekommen. 63 Prozent vermissen vor allem das Küssen und 50 Prozent insbesondere Sex.
  • Beim Video-Date fehlt den meisten Befragten vor allem der Geruch der anderen Person.
  • Die meisten quatschen beim Video-Date. Aber manche zocken auch zusammen Video-Games, kochen oder trinken gemeinsam.
  • Suche nach Beziehungen: Lovoo fragte seine User:innen, warum sie die Dating-App nutzen. Und jetzt aufgepasst: Die meisten Menschen suchen Beziehungen. Auch Freundschaften werden auf Lovoo geschlossen. Das war am Anfang der Pandemie noch anders. Da suchten laut Lovoo die meisten Nutzer:innen Beziehungen, Flirts und Sex. Verbindlichkeit scheint also an Wichtigkeit gewonnen zu haben.
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  • 22.11.2022
  • 14:21 Uhr

Tipps fürs Kennenlernen per Video

Statt knutschen im Club, gibt es Gespräche im Video-Chat zum Kennenlernen: Das Dating-Verhalten hat sich verändert. Langweilig muss es trotzdem nicht sein. Wir haben ein paar Ideen, die euer Online-Date spannend und abwechslungsreich gestalten:

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  1. Kocht etwas zusammen: Dabei ist zwar jeder in seiner Küche, aber ihr seht euch über den Bildschirm. Sucht doch im Vorfeld ein gemeinsames Rezept - so lernt ihr auch direkt die kulinarischen Vorlieben des jeweils anderen kennen. Nach dem Kochen esst ihr natürlich noch zusammen.
  2. Hört zusammen eure Lieblingsmusik: Wer ganz mutig ist, kann sogar anfangen, vor der Kamera zu tanzen. Oh ja, das geht!
  3. Schaut zusammen einen Film: Jetzt wird es gemütlich. Ab auf die Couch und dann gemeinsam lachen, weinen, mitfiebern bei einem guten Film.
  4. Ihr seid Zocker? Dann messt euch beim gemeinsamen Gamen.

Honesty bombing: Warum Ehrlichkeit wichtiger denn je ist

Schluss mit Spielchen: Singles suchen seit Corona ganz genau aus, wen sie weiter daten wollen - und wer besser einen Korb bekommt. Fachleute beobachten dabei einen Dating-Trend, den sie "Honesty bombing" getauft haben. Das heißt: Menschen pochen offenbar beim Kennenlernen noch mehr auf ehrliche und klare Ansagen als je zuvor. Sie selbst sind eher bereit, offen über sich zu sprechen, schwierige Themen anzugehen und klare Bedürfnisse zu benennen. Das erwarten sie dann auch vom Date.

Der Hintergrund der radikalen Ehrlichkeit: Sie soll spätere Enttäuschungen vermeiden. Und außerdem sind Singles immer weniger dazu bereit, Zeit zu verschwenden bei der Partnersuche. Dann doch lieber gleich Klartext reden, oder? Zumindest denken und tun das nach der Pandemie mehr Menschen als zuvor.

Slow Dating als neuer Trend

Wer seine Treffen beschränkt, der überlegt sich natürlich viel genauer, wen er treffen möchte. Verschiedene Dating-Portale berichteten, dass die Menschen mehr Zeit auf den Portalen verbrachten. Offenbar legen Singles mehr Wert auf ein gutes Kennenlernen, bevor sie sich mit jemandem zum Date verabreden. Tieferer Austausch und gute Gespräche scheinen also an Wert zu gewinnen. Kein Wunder: Das Bedürfnis nach sozialer Interaktion ist schließlich groß - Pandemie hin oder her.

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Das unterstreichen auch Auswertungen der Dating-App Tinder aus dem ersten Lockdown: Folgende Trends zeichneten sich da ab:

  • Es gab viele Neuzugänge bei der Dating-App
  • Der Chat-Verkehr stieg um 33 Prozent.
  • Die Gespräche der Nutzer:innen dauerten länger. Im Durchschnitt unterhielten sie sich um 17 Prozent länger.

Der Einfluss auf die Sexualität

Die Corona-Krise hat vor allem Singles getroffen. Verschiedene Befragungen zeigten: Menschen ohne Beziehung hatten zwar mehr Lust auf Sex. Aber das spiegelte sich nicht im tatsächlichen Erleben. Im Bett herrschte für viele Singles Flaute. Der Großteil hatte weniger Sex als vor der Pandemie und auch weniger Dates.

Was taten die Singles also? Mehr masturbieren. Außerdem stieg die Anzahl der Menschen, die sich auf Plattformen für Online-Dating angemeldet haben.

Als Trend zeichnet sich zudem ab, dass mehr Sexspielzeuge gekauft und genutzt wurden. Zudem geben mehr Menschen an, Pornos zu schauen.

Dating auf Distanz - so klappt es auf Dauer

Ihr lernt euch im Chat kennen, es funkt - und auch die ersten Video-Dates waren ein Erfolg. Jetzt kommt eine neue Herausforderung: Wie haltet ihr das Feuer am Lodern? Unternehmt etwas gemeinsam. Das geht auch aus der Distanz. Viele Museen haben seit den Lockdowns virtuelle Rundgänge erstellt. So könnt ihr gemeinsam Kulturprogramm absolvieren. Auch Online-Lesungen und Online-Weinproben gibt es weiterhin. Und wenn ihr schon nicht gemeinsam im Café oder Restaurant sitzen könnt, weil zu viele Kilometer zwischen euch liegen - dann habt ihr zumindest virtuell zusammen Spaß.

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Spielt der Impfstatus eine Rolle beim Dating?

Neben Optik und Interessen spielt heute wegen der Pandemie auch der Impfstatus eine Rolle und beeinflusst Matches. Laut einer Umfrage der psychologischen Partnerbörse Gleichklang legen rund 73 Prozent der geimpften Menschen Wert darauf, dass auch mögliche Partner:innen geimpft sind. Wer unentschieden zum Impfthema ist, dem ist es hingegen meist auch egal, ob das Date geimpft ist oder nicht.

Andere Ergebnisse ergab eine Lovoo-Umfrage. Dem Großteil der Nutzer:innen sei es demnach nicht wichtig, ob ein Dating-Partner geimpft ist gegen das neuartige Coronavirus - oder nicht. Auch auf Selbsttests vorm Date lege der Großteil keinen Wert.

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