Welpenpflege

Neben der Welpengesundheit spielt auch die Pflege eine wichtige Rolle. Am besten gewöhnt ihr die kleine Fellnase bereits im Welpenalter an das Bürsten und trocknet nach einem Regenspaziergang das Fell ab. Je nach Bedarf kommen Zähneputzen, Ohrenpflege und Krallenschneiden hinzu. Diese Pflegerituale schaut ihr euch vorerst von Experten ab – mit dem richtigen Know-how geht es dann aber schnell wie von selbst. Worauf es bei der Welpenpflege noch ankommt sowie weitere Tipps und Tricks vom Profi erfahrt ihr im Welpenratgeber.

Darauf müsst ihr achten

Wie für Menschen ist Hygiene auch für Hunde wichtig – nicht nur, damit sie gesund bleiben, sondern auch für ihr Wohlbefinden. Alles zum Thema Welpenpflege, sprich wie Krallen geschnitten, Ohren gesäubert, Fell und Pfoten gepflegt werden, erfahrt ihr hier.

Ohren säubern beim Hund: Prävention statt Reaktion

Sind die Ohren deines Hundes sauber und klar, ist das ein Indiz dafür, dass es ihm gut geht. Ist das nicht der Fall, kann das unter anderem zu schmerzhaften Entzündungen führen oder sogar einen Hörschaden verursachen. Tipp: Gewöhne deinen Vierbeiner am besten schon als Welpe an eine regelmäßige Reinigung, denn dann ist die Ohrenpflege für ihn auch später weder unangenehm noch lästig. Für die Säuberung braucht es übrigens nicht viel: ein bisschen Geduld und ein Baumwolltuch, das nicht fusselt. Mit etwas warmem Wasser kannst du so die Ohrmuschel deines Hundes reinigen. Im Handel gibt es auch spezielle Ohrreiniger für den Hund, zum Beispiel Tücher, die mit pflegenden Essenzen angereichert sind.

Wann zum Tierarzt?

Lässt dein Hund sich nicht die Ohren reinigen, entdeckst du eine Entzündung oder gar Ohrmilben bei deinem Hund, ist ein Besuch beim Tierarzt unabdingbar. Denn im Falle von Krankheiten beziehungsweise fehlender Pflege helfen keine Hausmittel, sondern nur fachkundiger Rat.

Welpen baden – ja oder nein, ab wann und wie oft?

Für Welpen gilt im Grunde das Gleiche wie für Babys: Baden nur so oft wie nötig und so wenig wie möglich. Warum? Das Wasser entzieht dem Fell Fett, das wiederum die Haut schützt. Ein Grundsatz in der Welpenpflege ist daher: Lieber bürsten statt baden, denn Hundefell reinigt sich in vielen Fällen selbst. Gibt es keine Alternative zum Bad, beispielsweise weil der Welpe stinkt oder völlig verdreckt ist, solltest du ein paar Dinge beachten:

  • Welpen baden, ab wann? Baden solltest du kleine Fellnasen frühestens nach drei Monaten, um dessen Haut zu schützen.
  • Das erste Mal baden – worauf gilt es zu achten? Sorge dafür, dass das Bad für deinen kleinen Vierbeiner ein positives Erlebnis wird. Trockenübungen, rutschfeste Unterlage, angenehme Temperatur (am besten Körpertemperatur), ein langsames Vertrautmachen mit dem Wasser und Belohnungen sind daher das A und O für das erste Bad.
  • Welches Shampoo verwenden? Shampoos für Menschen, Kernseife und Babyshampoo sind für Vierbeiner nicht geeignet. Verwende fürs Einschäumen des Fells am besten nur spezielles Hundeshampoo, denn das ist auf den Haartyp abgestimmt und enthält oftmals noch nützliche Zusätze gegen Zecken oder Insekten.

Tipp: Ist es im Sommer sehr warm, kannst du deinen Welpen auch draußen baden und zum Beispiel mit dem Gartenschlauch abspritzen.

Tipps für die Fellpflege: Welpe an Bürste gewöhnen

Da bei Welpen das Fell noch sehr fein ist, verfilzt dieses besonders schnell, vor allem hinter den Ohren. Um eine regelmäßige Fellpflege kommen Besitzer daher nicht drum herum – auch deshalb nicht, weil Haut und Haar bei Hunden anfällig für Krankheitserreger wie Zecken und Flöhe sind. Umso wichtiger ist es, dass sich dein Hund schon als Welpe an Bürste, Kamm und Entfilzer gewöhnt. Der Aufwand der Fellpflege richtet sich in erster Linie nach der Hunderasse, denn langhaarige Rassen sind in der Regel pflegeintensiver als kurzhaarige. Manche Rassen müssen sogar schon als Welpen getrimmt werden, um Verfilzungen vorzubeugen.

Gut zu wissen: Hunde mit zweischichtigem Fell (Deckhaar und Unterwollschicht), bedürfen besonderer Pflege. Verliert dein Welpe Fell, spricht das für den sogenannten Fellwechsel, der meist im Frühling oder Sommer stattfindet. Dann müssen die abgestorbenen Haare täglich ausgebürstet werden.

Natürliche Pfotenpflege beim Hund

Haare, die zwischen den Pfotenballen des Welpen immer länger wachsen, können zu Beeinträchtigungen beim Gehen führen und verfilzen schnell. Dann fühlen sich Milben, Zecken und Schmutz hier wie zuhause. Um Entzündungen und Infektionen vorzubeugen, ist regelmäßige Pfotenpflege daher unabdingbar. Das gilt auch für Symptome, die konkret auf eine Verletzung des Hundes an der Pfote hindeuten (z.B. lecken, knabbern, schonen). To do: Kürze die Haare über den Pfoten auf Höhe der Krallen und schneide die Haare zwischen den Pfotenballen ganz ab. Am besten eignet sich hierfür eine Fellschere mit stumpfen Enden. Ein Pfotenbad aus warmem Wasser und Shampoo tut bereits angegriffenen Pfoten besonders gut.

Zu den Besonderheiten der Pfotenpflege beim Hund im Winter gehört ein Pfotencheck nach jedem Spaziergang. Denn Eis, Schnee, Split und Streusalz bleiben nicht nur in den Haaren zwischen den Pfotenballen hängen, sondern können auch schmerzhaftes Brennen und blutige Verletzungen verursachen. Daher nach dem Gassigehen im Winter Pfoten säubern, abtrocknen und zum Beispiel mit Vaseline oder Pfotenschutzsalbe (aus dem Tierfachhandel) einreiben. Manche Hundehalter schwören auch auf bestimmte Hausmittel. Weißt du über Zusammensetzung und Wirkstoffe aber nicht genau Bescheid, solltest du davon lieber Abstand nehmen.

Dem Welpen Krallen schneiden: Pediküre bei der Pfotenpflege

Klackern die Krallen deines Hundes bei jedem Schritt auf hartem Boden, ist es höchste Zeit, diese zu stutzen. Denn zu lange Krallen können nicht nur das Laufen behindern und Schmerzen verursachen, sondern auch brechen, ein- oder abreißen. „Gib Pfötchen“ heißt es dann. Lass dir beim ersten Mal am besten vom Tierarzt zeigen, wie es geht, danach kannst du es im Rahmen der Pfotenpflege zuhause selber machen.

Krallenschere zur Krallenpflege

Berühren die Krallen den Boden beim Laufen nur leicht, genügt es, dem Welpen die Krallen zu feilen. Hat dein Welpe hingegen spitze Krallen, sollten diese unbedingt richtig gestutzt werden – und zwar so, dass sie den Boden beim Laufen gerade nicht mehr berühren. Das klappt am besten mit einer Krallenschere. Schneide dabei Millimeter für Millimeter der Krallenspitze ab, bis die richtige Länge erreicht ist. Ganz wichtig: Nicht das sogenannte „Leben“ der Kralle einschneiden, denn hier verlaufen Nerven und Blutgefäße, die nicht berührt werden dürfen. Die Teile der Kralle, die gestutzt werden können, sind durch ihre Vollverhornung gut zu erkennen.