Welpengesundheit

Nichts ist wichtiger als die Gesundheit – auch bei deinem Hundewelpen. Daher kommt auch der sixx.de-Welpenratgeber nicht daran vorbei, auf das Impfen hinzuweisen. Ein kleiner Piecks schützt das kleine Lebewesen vor lebensgefährlichen Infektionskrankheiten. Vor der Impfung muss ein Welpe rundum gesund sein. Den genauen Impfplan sprecht ihr mit dem Tierarzt ab.

DIE WICHTIGSTEN INFOS

Wenn du deinen Welpen bei einem seriösen Züchter kaufst, darfst du dich in der Regel über einen gesunden Vierbeiner freuen. Doch auch fitte Welpen sind nicht vor Krankheiten und Verletzungen sicher. Welche Erste-Hilfe-Tipps du kennen solltest und was es in puncto Welpengesundheit sonst noch zu beachten gibt, erfährst du hier.

Erste Hilfe beim Hund

Ob starke Blutung oder Verletzung am Auge: Im Alltag mit Hund können viele Dinge passieren, auf die man vorbereitet sein sollte. Deshalb können spezielle Erste-Hilfe-Kurse für Hundebesitzer sinnvoll sein, bei denen du wichtige Handgriffe und Techniken für den Notfall lernst. Doch es lauern noch andere Gefahren.

Zecken am Hund – was tun?

Zecken verderben den Spaß beim Gassigehen, schließlich können die Parasiten gefährliche Krankheiten übertragen. Da selbst vorbeugende Präparate wie beispielsweise spezielle Halsbänder keinen hundertprozentigen Schutz bieten, sollten Hundehalter wissen, was im Ernstfall zu tun ist.

Hat sich eine Zecke auf der Haut der Hundes festgesetzt, solltest du den Parasiten möglichst schnell entfernen. So geht’s:

  • Wenn sich die Zecke noch nicht festgebissen hat, kannst du sie einfach mit der Hand aus dem Fell entfernen.
  • Hat sich die Zecke schon festgesaugt, sollte sie mit einer Zange oder einer Pinzette entfernt werden. Wichtig ist dabei, dass du auch den Kopf entfernst. Tipp: Im Handel kannst du dir ein Set kaufen, das alles enthält, was du für die Entfernung benötigst.
  • Du traust dir die Zeckenentfernung nicht zu oder die betreffende Stelle ist bereits rot und geschwollen? Dann solltest du einen Arzt zurate ziehen.

Durchfall beim Welpen – was tun?

Leidet der Hund unter Durchfall, ist das unangenehm, aber in der Regel ungefährlich. Oftmals hat der Vierbeiner einfach etwas Falsches gegessen. Setze dein Haustier als Erste-Hilfe-Maßnahme am besten einen Tag lang auf Nulldiät. Danach gehört das Problem in vielen Fällen der Vergangenheit an.

Wann zum Arzt?

Sollten sich die Symptome nach 24 Stunden nicht gebessert haben, solltest du allerdings einen Tierarzt aufsuchen. Bei Welpen, älteren Tieren oder dem Auftreten zusätzlicher Symptome wie etwa Schwäche oder Zittern ist der umgehende Besuch beim Arzt angeraten.

Flöhe bekämpfen: Welpen vor Plagegeistern schützen

Flöhe sind für Hund und Mensch eine lästige Angelegenheit. Doch so unschön die kleinen Biester auch sind: Um Flöhe zu bekämpfen, muss es nicht gleich die Chemiekeule sein. Es gibt auch natürliche Hausmittel gegen Flöhe wie beispielsweise Schwarzkümmelöl oder Zitronenspray, die den Vierbeiner vor dem Befall schützen können.

Die natürliche Abwehr hilft nicht? Dann muss es womöglich doch ein chemisches Produkt wie ein Flohhalsband oder ein spezielles Flohshampoo für den Hund sein.

Was tun bei Flöhen?

Wird der Hund trotz Abwehrmaßnahmen von den Plagegeistern befallen, ist schnelles Handeln angesagt. Wichtig: Um Flöhe effektiv zu bekämpfen, solltest du unterschiedliche Schritte einleiten.

  1. Als erstes muss das befallene Tier mit einem entsprechenden Produkt gegen Flöhe wie beispielsweise einem Spot-On-Präparat oder einem Flohshampoo behandelt werden.
  2. Dann sollten die Flöhe in der Wohnung entfernt werden. Das heißt: Wasche alle Textilien, mit denen der Hund in Kontakt gekommen ist, in der Waschmaschine. Gegenstände, die sich nicht waschen lassen, können alternativ für ein paar Tage ins Tiefkühlfach gelegt werden. Böden sollten zudem sorgfältig gewischt oder mit einem Dampfreiniger gesaugt werden.
  3. Damit du die Flöhe in der Wohnung tatsächlich effektiv loswirst, kann eine sogenannter Fogger helfen, der die Räume mit hoher Wahrscheinlichkeit von den lästigen Tierchen befreit.

Vorsorgen statt nachsorgen: Welpen impfen lassen

Wenn der Welpe bei dir einzieht, ist das Tier in der Regel schon gegen Parvovirose, Staupe, Leptospirose und Hepatitis geimpft. Den weiteren Impfplan, sprich welche Impfung der Vierbeiner sonst noch benötigt und welche Auffrischung wann fällig wird, sprichst du dann am besten mit dem Tierarzt ab.

Tollwutimpfung – ja oder nein?

Spätestens bei Reisen mit dem Hund ins EU-Ausland ist der EU-Heimtierpass vonnöten, also der Impfausweis. In diesem muss vor Reiseantritt zwingend eine gültige Tollwutimpfung eingetragen sein. Zwar gilt Deutschland nahezu als tollwutfrei, dennoch wird auch hierzulande eine regelmäßige Tollwutimpfung empfohlen.

Kosten und mögliche Nebenwirkungen

Die Kosten hängen vom behandelnden Arzt und den verabreichten Impfungen ab und können somit variieren. Oftmals bieten Tierärzte Kombi-Impfungen an. Aber aufgepasst: Impfungen können auch Nebenwirkungen haben! Vor allem bei Welpen und älteren Tieren sollten sie auf das Nötigste beschränkt werden, da diese Tiere besonders anfällig für Nebenwirkungen sind. Informiere dich vorab deshalb am besten immer beim Tierarzt deines Vertrauens.

Kampf gegen Parasiten: Welpen entwurmen – wann frühestens?

Hunde können sich schnell mit Würmern infizieren. Deshalb raten Experten dazu, den Vierbeiner nicht nur bei einem akuten Befall, sondern regelmäßig vorbeugend entwurmen zu lassen. Das trifft auch auf die Kleinsten zu. Der Grund: Welpen können sich bereits im Mutterleib anstecken. Damit sie gesund ins Leben starten, wird ab der zweiten Lebenswoche eine Wurmkur empfohlen.

Welpen entwurmen: Kosten und mögliche Nebenwirkungen

Die Kosten liegen in etwa zwischen drei und 20 Euro und hängen unter anderem von der Größe des Hundes und dem verwendeten Präparat ab. Aber bedenke: Bei einer Wurmkur werden dem Tier Medikamente verabreicht, die Nebenwirkungen haben können. So kann es unter anderem zu Erbrechen oder Durchfall kommen.

FAQs: WELPENGESUNDHEIT

1. Welche Impfungen werden für Welpen empfohlen?

Es gibt einige Grunderkrankungen, gegen die ein Welpe auf jeden Fall geimpft werden sollte. Es gibt einige Impfungen, die er Züchter etwa in der achten Woche vornimmt: Dazu zählen Impfungen gegen Staupe, Hepatitis, Parvovirose und Leptospirose (L) geimpft. In der zwölften und 15. Woche sollten diese Impfungen noch einmal wiederholt werden. Zusätzlich wird empfohlen, die Welpen in der zwölften Woche gegen Tollwut zu impfen. Wie immer gilt: Am besten klärt ihr mit eurem Tierarzt, welche Impfungen wirklich nötig sind.

2. Welche Versicherungen sind für Hundewelpen sinnvoll?

Die wichtigste Versicherung ist definitiv die Hundehaftpflicht. Die schützt nämlich vor Schäden, die durch wildes Toben entstehen oder wenn der Kleine mal ausbüxen sollte. Meist sind Welpen bis zu einem bestimmten Alter über die Hundehaftpflicht ihrer Mutter mitversichert. Auch wenn der Welpe den Besitzer wechselt, erlischt die Mitversicherung über das Muttertier. Wie lange das der Fall ist, unterscheidet sich von Anbieter zu Anbieter. Ratsam ist außerdem eine Hundekrankenversicherung, die anfallende Arztkosten abdeckt. Darin sind meist auch Kosten für Impfungen oder Wurmbehandlungen enthalten. Auch eine Hunde-OP-Krankenversicherung kann unter Umständen sinnvoll sein, da sie die Kosten von Operationen abdeckt – man weiß ja nie.

3. Sind Wespenstiche für meinen Welpen gefährlich?

Wie auch für uns Menschen sind Wespenstiche für unsere Vierbeiner vor allem eins: sehr, sehr schmerzhaft. Oft führen sie zu Schwellungen, die erst nach ein paar Tagen abklingen. Das ist zwar nicht gerade angenehm, aber in der Regel ungefährlich – aber nur, wenn das Fellknäuel nicht allergisch reagiert oder die Wespe im Mund- oder Rachenraum zusticht. Dann gilt es, Ruhe zu bewahren und den Kleinen anzuleinen, da er im Schock davonlaufen könnte. Bei einem Bienenstich steckt der Stachel samt Giftapparat meist noch an der Einstichstelle. Dann sollte der Stachel sofort mit einer Pinzette entfernt werden und die Stelle – wie auch beim Wespenstich – sofort mit Kühlelementen versorgt werden. Kritisch wird‘s, wenn der Vierbeiner plötzlich Atemprobleme bekommt, apathisch wird oder der Teile des Kopfs geschwollen wirken. Dann heißt es: Ab zum Tierarzt!