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Wenn Partnerschaft krank macht

Toxische Beziehungen

Wenn Liebe krank macht: Eine toxische Partnerschaft kann Höhenflüge auslösen und Hölle zugleich sein. Woran du eine ungesunde Beziehung erkennst – und wie du den Absprung schaffst, erfährst du in diesem Artikel.

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Toxische Beziehungen sind tückisch. Betroffene Menschen sind darin emotional gefangen. Sie erkennen oft ab einem bestimmten Zeitpunkt, dass die Partnerschaft sie zermürbt, jegliche Kraft raubt und krank macht. Streit und Diskussionen überwiegen. Trotzdem können sie sich nicht trennen. Was dahinter steckt, erfährst du hier.

Die Bedeutung von toxisch

Toxisch bedeutet giftig. Personen, Beziehungen und Freundschaften können toxisch sein. Das heißt in diesem Zusammenhang, dass sie einem emotional das Leben vergiften. Sie rauben einem jegliche Kraft und Energie. Oft ist das ein Prozess, der sich über eine längere Zeit zieht.

Was sind toxische Beziehungen?

Natürlich gibt es auch in normalen Beziehungen Streit und Diskussionen. In toxischen Partnerschaften werden diese jedoch massiv. Statt Freude überwiegt nach einem Treffen mit einem toxischen Menschen meist ein ungutes Gefühl. Das Tückische: Oft können Betroffene noch nicht einmal genau erklären, warum genau sie sich schlecht fühlen.

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Dahinter steckt oft Manipulation. Die sorgt dafür, dass die Opfer von toxischen Personen die Schuld bei sich selbst suchen. Sie verurteilen sich und fühlen sich nicht gut genug für den Partner oder die Partnerin. Denn sie werden ständig abgewertet. Gefühle wie Schuld, Traurigkeit, Wut und Eifersucht sind typisch in toxischen Beziehungen.

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Gemeinsam ist man weniger einsam, heißt es. Manchmal ist steht man aber auch mit einer Partnerschaft irgendwie allein im Wald. So oder so: Das hier solltest du über Beziehungen wissen.

  • 22.11.2022
  • 14:19 Uhr

Diese Gefühle lösen toxische Beziehungen aus

  • Am Anfang gibt es Love-Bombing: Dein Schwarm trägt dich auf Händen. Du erlebst Höhenflüge wie kaum zuvor. Alles geht sehr schnell: Sex, du bekommst den Wohnungsschlüssel, ihr zieht zusammen, du wirst mit Komplimenten und Liebesschwüren überschüttet.
  • Die Beziehung ähnelt aber schon bald einer Achterbahnfahrt. Höhenflüge wechseln mit Streitigkeiten und Vorwürfen. Du gehst mit zunehmend schlechtem Gefühl aus den Begegnungen.
  • Die guten Momente werden immer seltener. Stattdessen überwiegen Streit und Diskussionen. Du bist viel öfter unglücklich in der Partnerschaft als glücklich.
  • Es gibt kaum Ruhemomente. Alles ist immer sehr intensiv: egal, ob Versöhnung, Liebe oder Streit. Eskalationen sind häufig.
  • In toxischen Beziehungen macht ein Partner den anderen ständig nieder und raubt ihm oder ihr jegliches Selbstbewusstsein.
  • Selbstzweifel und Schuldgefühle sind die Folge. Man weiß eigentlich gar nicht mehr, was richtig ist.
  • Lügen und emotionaler Druck sind an der Tagesordnung. Toxische Partner wollen den anderen meistens auch genau kontrollieren und gönnen Partnern keine Freiheiten.
  • Nach Treffen mit anderen Personen gibt es meistens Eifersuchtsszenen und Schuldzuweisungen.
  • Toxische Personen entschuldigen sich nie oder selten und sie können keine Fehler eingestehen.

So verbreitet sind vergiftete Beziehungen

Eine Umfrage des Partnervermittlungs-Portals Parship unter 1.000 Teilnehmenden aus dem Jahr 2021 ergab: Über ein Drittel (36 Prozent) war bereits in einer toxischen Beziehung. 15 Prozent der Befragten gaben an, sogar mehr als einmal in einer ungesunden Beziehung gesteckt zu haben.

Wer Opfer von toxischen Beziehungen wird, ist keine Frage des Geschlechts. Allerdings zeigte sich in der Umfrage: Frauen haben etwas häufiger toxische Partner als Männer. Bei den Frauen waren schon 41 Prozent betroffen, bei den Männern 31 Prozent.

Red Flags: Das sehen Frauen und Männer als Warnzeichen beim Dating

Toxische Beziehungen genau zu definieren, ist schwierig. Denn der ungesunde Anteil der Beziehung kann ganz unterschiedlich ausgeprägt sein. Dennoch gibt es Alarmzeichen, die sich oft schon beim Dating und Kennenlernen zeigen können. Auch dazu sammelte die Parship-Umfrage Daten. Das sind die Red Flags:

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  • Schwankungen zwischen Zuneigung und Ablehnung
  • Partner:in will stets im Mittelpunkt stehen und zieht die gesamte Aufmerksamkeit auf sich
  • Liebesentzug
  • Lügen
  • Partner:in isoliert einen vom sozialen Umfeld
  • Unterschiedliche Meinungen zu körperlicher Gewalt in Beziehungen

Warum der Weg aus einer ungesunden Partnerschaft so schwer ist

Von außen betrachtet ist es oft leichter, eine ungesunde Beziehung zu erkennen. Deshalb werden Freunde und Familie häufig eher aufmerksam als die betroffenen Personen selbst. Aber auch Menschen, denen die ungesunden Effekte ihrer Beziehung bewusst sind, bleiben trotzdem noch lange beim Partner. Die Gründe sind vielschichtig: Teils herrscht eine gegenseitige Abhängigkeit. Oder die Angst vorm Alleinsein und die soziale Isolation hält Betroffene davon ab, Schluss zu machen. Auch Angst vor dem Verhalten und den Reaktionen des Partners oder der Partnerin kann hemmen, sich zu trennen.

Ständige Negativität in Beziehung kann krank machen

Wer in einer Beziehung stets mit negativen Situationen konfrontiert ist, leidet. Das ist klar. Aber oft geht es sogar darüber hinaus und die betroffenen Personen werden krank: Depressionen, Schwächeanfälle, Herzprobleme und hoher Blutdruck sind typische Beispiele für die Auswirkungen von psychischem Stress. Herzschmerz kann sogar Herzkrankheiten begünstigen – zeigt eine Studie von Roberto de Vogli und seinem Team vom Internationalen Institut für Gesellschaft und Gesundheit in London. Die Forschenden fanden heraus: Wenn Partner in einer Beziehung ständig streiten und sich kritisieren, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit für einen Herzinfarkt um 34 Prozent.

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Wann ist die Beziehung noch zu retten?

Manche Beziehungen entwickeln sich auf eine ungesunde Art. Wenn beide Partner darüber reden können und einsehen, dass sie etwas verändern wollen – dann besteht noch die Chance, die Beziehung zu retten. Vor allem gilt es, die kräftezehrenden Dynamiken in der Partnerschaft genau zu betrachten. Wer sich darüber bewusst wird – ohne direkt Vorwürfe zu machen – kann etwas daran ändern. Klar ist aber auch: Eingespielte Muster alleine als Paar zu verändern, das ist schwer. Eine Paartherapie ist empfehlenswert.

Gibt es gar keine Einsicht vom Partner und auch keine Veränderungen im Beziehungsleben – dann schreibt sich die Negativität fort. Vorsicht auch bei Versprechungen, die sich nie erfüllen. In dem Fall gilt: Rettungsleine ziehen und sich trennen.

Drei Punkte für eine gesunde Partnerschaft

Was eine gute Partnerschaft ausmacht, muss letztlich jeder Mensch für sich selbst definieren. Aber in Abgrenzung zur toxischen Beziehung hat eine gesunde Beziehung folgende Merkmale:

  • Ihr könnt eine gute Zeit zusammen haben, aber auch jede:r für sich sein.
  • Ihr kommuniziert auf Augenhöhe und seid bereit, einander zuzuhören. Meinungsverschiedenheiten und Diskussionen gehören dazu. Aber jeder kann auch andere Meinungen gelten lassen.
  • Es gibt einen wohlwollenden und respektvollen Umgang miteinander.
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