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1. Einkochen – was ist das überhaupt?

"Einmachen" oder "Einwecken" wird oft als Sammelbegriff für eine Reihe verschiedener Konservierungsmethoden verwendet. Beim klassischen Einkochen werden frisches Obst oder Gemüse luftdicht verschlossen und dadurch lange haltbar gemacht. Andere Einmachmethoden nutzen Zucker, Salz oder Essig zur Konservierung.

2. Klassisches Einkochen

Du brauchst:

  • Gemüse oder Obst
  • Einmachgläser (Schraubdeckel oder Weck-Verschluss)
  • Zucker (für Obst) bzw. Salz (für Gemüse)

Und so geht’s:

Das Einmachgut geschnitten oder im Stück in abgekochte Einmachgläser füllen und vollständig mit Wasser bedecken. Bei Früchten solltest du einen Esslöffel Zucker dazugeben, bei Gemüse eine gute Prise Salz. Dann die Gläser fest verschließen und auf ein tiefes Backblech in den Backofen stellen, sodass sie sich nicht berühren. Das Backblech mit Wasser auffüllen und den Ofen auf ca. 160 Grad einstellen. Wenn das Wasser im Blech zu kochen anfängt, beginnt die Einkochzeit. Beim Abkühlen der Gläser entsteht ein Unterdruck, der den Deckel luftdicht verschließt und das Obst und Gemüse haltbar macht. Noch schneller und einfacher geht es mit einem Einkochautomaten – der lohnt sich aber nur, wenn man regelmäßig einkocht. Vielleicht hat deine Mutter oder eine Freundin einen, den sie dir leihen kann?

3. Rezepte und Ideen zum Einkochen

„Süßes“ Einkochen: Marmelade, Gelee, Kompott und Chutney werden süß eingekocht – hier werden die Früchte zusammen mit Zucker für einige Zeit aufgekocht, so dass sich der Zucker auflöst und mit dem Saft aus den Früchten verbindet. Die kochende Fruchtmasse wird in Gläser gefüllt, die sofort fest verschlossen werden. Kühlt der Inhalt ab, entsteht ein Unterdruck, der den Deckel fest verschließt. Gleichzeitig dient der zugegebene Zucker als Konservierungsmittel.

 „Saures“ Einkochen: Das saure Einkochen funktioniert wie das klassische Einkochen, nur dass statt klarem Wasser ein Sud aus Essig, Wasser, Salz, Zucker und ggf. Gewürzen oder Kräutern aus dem Garten zum Einmachen verwendet wird. Meist werden feste Gemüsesorten sauer eingekocht, z. B. Gurken, Zwiebeln oder Paprika.

4. Allgemeine Einmach-Tipps

  • Nur vollständig ausgereifte Früchte einmachen: Reifegrad und damit auch der Zuckeranteil der Früchte sind entscheidend für das Ergebnis – unreife Früchte bleiben beim Einkochen fest und schmecken nicht.
  • Obst und Gemüse möglichst frisch verarbeiten: Beim Einmachen gilt: je frischer die Früchte, desto besser das Ergebnis. Früchte, die schon etwas länger lagern oder die kleine Makel haben, eignen sich hervorragend für Marmeladen und Säfte.
  • Bei Marmelade auf die Zuckermenge achten: Wie viel Zucker zum Einmachen nötig ist, hängt zum einen vom natürlichen Zuckeranteil der Früchte ab, zum anderen von der Art des Zuckers, der verwendet wird. Früher wurden Obst und Zucker oft im Verhältnis 1:1 eingekocht, aber mittlerweile gibt es Gelierzucker, die zwei oder drei Teile Frucht auf einen Teil Zucker ermöglichen – das schmeckt man natürlich.
  • Gläser und Deckel immer abkochen: Einmachgläser sollten immer steril sein, bevor sie befüllt werden – das reduziert die Gefahr von Schimmelbildung.
  •  Das Auge isst mit: Die Optik spielt beim Einmachen eine große Rolle, daher solltest du matschige Früchte vor dem Verarbeiten aussortieren – sie können in Kuchen oder für Konfitüren verarbeitet werden.
  •  Eingemachtes Obst und Gemüse immer kühl und dunkel lagern: Wärme und UV-Strahlung reduzieren die Haltbarkeit von Eingemachtem. Zudem leidet die Optik – Obst und Gemüse „verbleichen“ regelrecht in den durchsichtigen Gläsern.