Sex der Zukunft

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Nicht nur Wissenschaftler, sondern auch Sexpertin Paula stellen sich die Frage, wie der Sex der Zukunft aussehen soll. Doch ist die romantische Vorstellung eines Sexroboters, der zufällig auch noch den Haushalt schmeißt, so abwegig?

Viele Studien beschäftigen sich mit der Frage, wie die Zukunft des Sex aussehen soll. Ich finde die Vorstellung, Sex mit einem männlichen Sexroboter zu haben, inzwischen gar nicht so abwegig, vorausgesetzt, er sieht so aus wie Gigolo Joe in "A.I. – Künstliche Intelligenz", wo er von Jude Law dargestellt wurde. Die Vorzüge eines Sexroboters wären mannigfaltig. Er könnte vorher einkaufen und würde nie etwas vergessen, da riesige Festplatte. Er könnte ganz schnell noch mal die Wohnung aufräumen, eine Menge gute Laune und wertfreie Komplimente verstreuen ("Hast Du neue Falten bekommen? Steht dir fabelhaft!"), bevor sich dann die Klamotten vom cyberborgischen Körper pellen lässt. Und er stirbt nicht an Männererkältungen.

Darüber hinaus bietet Cybersex aber noch zeitnähere Vergünstigungen. Zum Beispiel kann man sich bei Internetsex, also in Chatrooms, etc. keine Geschlechtskrankheiten einfangen. Außer man hat seine Tastatur bei eBay gekauft.

Schwanger werden kann man so auch nicht. In Zeiten, wo sogar Menschen mit gehobener Schulbildung zu blöd sind, sich um Verhütung zu kümmern, ist das ein entscheidender Vorteil.

Sexroboter statt One-Night-Stand?

Und stell dir mal, du wärst Single. Vielleicht sogar ein bisschen schüchtern. Vermutlich bist du sogar deshalb Single. Schüchternheit und Paarungswilligkeit behindern sich ja manchmal. Du sitzt also in der Wohnung und hättest gerne irgendwie sexuellen Austausch, wagst sich aber nicht in die nächste Bar, denn Konversation ist für dich eine Überforderung. Noch besser für Single-Mütter: Die müssen nicht mal auf einen Babysitter sparen, um sich dann von einem Typen, den sie völlig falsch eingeschätzt haben, Sabberspuren auf dem Körper verteilen zu lassen.

Bis Jude Law seinen Körper der Allgemeinheit zur Verfügung stellt, wird es freilich noch dauern. Solange gilt es, in der realen Welt zu bestehen und immer daran zu denken: Liebe dich lieber selbst als den Gedanken daran, wie es wäre, wenn andere dich lieben würden.

Alles Liebe, 

Paula 


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