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Pinky Gloves - Die Rettung der Männer vor blutigen Anblicken

Die Kontroverse um die neuen Pinky Gloves

© sixx.de

Die Pinky Gloves haben es ganz nach oben in die Schlagzeilen geschafft! Es handelt sich hierbei um einen rosafarbenen Einweghandschuh zur Entsorgung von benutzten Tampons. Die zwei männlichen Erfinder des Perioden-Produkts haben es nun geschafft, im Fernsehformat "Die Höhle der Löwen" einen Deal mit einem männlichen Investor zu ergattern. Warum die Pinky Gloves als Produkt, aber auch das Investment in den rosafarbenen Handschuh, gleich mehrere Schattenseiten mit sich bringen, verrät euch Paula.   

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Ich weiß nicht, ob du die Sache mit Pinky Gloves mitbekommen hast. Zwei Männer, die sich aus ihrer Bundeswehrzeit kennen, haben im Mülleimer ihrer WG benutzte Tampons gefunden und sich so erschrocken, dass sie ein Set erfunden haben, in dem Frauen einen praktischen Einweghandschuh vorfinden, rosafarben übrigens, wie wir Frauen es eben gerne mögen. Mit diesem Handschuh lässt sich die Widerlichkeit, die sich Tampon nennt, hygienisch und schmerzfrei entsorgen, denn das blutverschmierte Monstrum ist nunmehr vor den Augen entsetzter Männer verborgen, weil es sich in pinkes Plastik hüllt. Nicht nur, dass die Welt unbedingt mehr Plastik braucht, sie braucht vor allem auch Männer, die uns Frauen sagen, wie ekelhaft diese Sache ist, die wir Monat für Monat durchmachen.

Drei Männer und die Menstruation der Frau

Das Produkt hat bei "Die Höhle der Löwen" einen Deal abgesahnt, mit einem Investor, der sich offenbar auch noch nie mit Frauen beschäftigt hat, das haben alle drei Männer gemein. Den Shitstorm, der prompt folgte, war dementsprechend fleißig erarbeitet. Unter anderem auch deshalb, weil das überaus praktische Menstruationswäscheunternehmen "It’s me Ooia" zwei Jahre zuvor keinen Deal erreichen konnte, mit dem Argument, das Produkt sei ja nur für Frauen gemacht.

So viel zum Thema Gleichberechtigung... 

Viel schlimmer ist die Selbstgefälligkeit, mit der Männer immer noch, eben auch marktwirtschaftlich, darüber entscheiden, welches Produkt für Frauen unterstützenswert ist und welches nicht. Von der Umweltsauerei abgesehen stellt sich mir aber noch eine andere Frage:

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Was für eine Art Liebhaber ist ein Mann, der ein Viertel der Lebenswelt einer Frau, nämlich die Periode, so absolut ekelhaft findet, dass er die ganze Chose nur mit Plastikhandschuhen anfassen will und das auch noch für eine gute Idee hält? Das erinnert mich an DJ Khaled, der einmal gesagt hat, Oralverkehr sei nichts, was er an seiner Frau vollziehen würde, weil das unappetitlich sei. Andersherum hingegen ist es völlig okay, weil das zum Job einer Frau gehört.

Wenn mir übrigens nochmal einer sagt, dass Feminismus überflüssig ist, dann schreie ich. Zur Not in rosa. 

Alles Liebe,
Paula


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