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Die Kombination aus grobem Stein und üppig wachsendem Grün ist ein toller Blickfang für den Garten. Du liebst es, die Dinge selbst in die Hand zu nehmen und wirst beim Einrichten und Dekorieren gern kreativ? Dann erfahre hier mit der Step-by-Step-Anleitung, wie du eine Kräuterspirale bauen kannst – und so immer mit leckeren Kräutern versorgt bist

1. Was ist das Besondere an einer Kräuterspirale?

Eine üppig bewachsene Kräuterspirale sieht sehr hübsch aus. Aber die Schneckenhaus-Form, die meist als Trockenmauer aus alten Klinkersteinen oder Natursteinen gelegt wird, hat noch weitere Vorteile:

  • Große Pflanzenvielfalt auf kleinstem Raum: Im Grunde ist die Kräuterspirale ein Beet, das in die Höhe wächst – die Spiralform bietet maximale Anbaufläche auf kleiner Grundfläche. Daher eignet sich diese Art des Anbaus auch für kleinere Gärten, insbesondere, wenn kein Platz vorhanden ist, um langgezogene Beete anzulegen.
  • Effektiver Wärmespeicher: Die Steine der Kräuterspirale speichern die Sonnenwärme am Tag und geben sie nach Sonnenuntergang an die Erde ab. Das verhindert starke Temperaturschwankungen und begünstigt das Pflanzenwachstum.
  • Optimale Bedingungen für verschiedene Pflanzen: Durch die besondere Bauweise kannst du die Bodenzusammensetzung unten, in der Mitte und an der Spitze der Kräuterspirale variieren und jeweils optimale Bedingungen für ganz unterschiedliche Pflanzen schaffen.

2. Der Aufbau der Kräuterschnecke

Fundament: Als Fundament unter der Anbaufläche wird meist eine dünne Lage Schotter oder Kies gelegt. Sie verhindert, dass sich Feuchtigkeit staut und der Boden zu schimmeln anfängt.

Trockenmauer: Die eigentliche Spirale wird aus großen Steinen gelegt. Am einfachsten geht das mit Klinkersteinen, weil sie gleichmäßig geformt sind. Aber auch Schiefer- oder einfache Feldsteine lassen sich zu einer Kräuterspirale aufschichten. Die Steine werden nicht mit Mörtel verbunden, sondern nur aufeinandergelegt. So kann ein Luftaustausch stattfinden und in den Spalten zwischen den Steinen finden Insekten und andere Tiere wie Eidechsen Unterschlupf.

Feuchtezone: Dort, wo die Kräuterspirale am Boden endet, wird manchmal eine Art Mini-Teich angelegt. Die sogenannte Feuchtezone hilft, den unteren Bereich der Kräuterspirale feucht zu halten. „Durstige“ Gartenkräuter wie Petersilie, Pimpinelle oder Schnittlauch haben hier ihren Platz.

Trockenzone: Mediterrane Kräuter wie Thymian, Rosmarin und Lorbeer lieben trockene, sandreiche Böden. Daher gehören sie auf die Spitze der Kräuterspirale, wo der Mutterboden mit Sand versetzt ist und wo die Pflanzen ganztägig Sonne und relativ wenig Feuchtigkeit haben.

3. Kräuterschnecke selber bauen mit Step-by-Step-Bauanleitung

 

  1. Geeignete Stelle finden (eben, sonnig, Öffnung der Kräuterspirale nach Süden ausgerichtet).
  2. Schneckenförmigen Grundriss mit Stöcken abstecken und den Boden ca. 30 cm tief abtragen.
  3. Den Grundriss mit einer Schicht Schotter, Kies oder Bauschutt bedecken – dient als Drainageschicht.
  4. Feuchtezone am Fuß der Kräuterspirale ausheben (ca. 40 cm tiefer Mini-Teich zur Befeuchtung der untersten Pflanzen)
  5. Steine in spiralförmigen Mauern legen, dabei große Steine nach unten, kleinere weiter nach oben.
  6. Die äußeren Windungen der Spirale mit einem Mix aus Mutterboden, Sand und Kompost auffüllen, den inneren Teil mit Schotter o. ä. weiter erhöhen und zum Schluss mit magerem, sandhaltigen Mutterboden auffüllen.
  7. Feuchtezone mit Teichfolie auskleiden (eingraben) und mit Teicherde füllen.
  8. Einige Tage warten, bis sich die Erde gesetzt hat (am besten häufig gießen), dann kann die Kräuterspirale bepflanzt werden.

4. Bepflanzung der Kräuterspirale: Welche Kräuter wachsen am besten?

In der Kräuterschnecke finden alle deine Lieblingskräuter Platz: Petersilie, Basilikum, Minze und Pimpinelle wachsen im unteren Bereich, in der Mitte gedeihen Estragon, Liebstöckel, Schnittlauch, Koriander und Zitronenmelisse, oben, wo der Boden trockener und magerer ist, pflanzt du Salbei, Oregano, Thymian und Rosmarin.