Klischees – so tickt die Modewelt! - Bildquelle: STYLIGHT© STYLIGHT

Mode-Fans in freier Wildbahn! Wer sich jeden Tag durch den Fashion-Dschungel schlägt, stellt schnell fest: Hier wimmelt es nur so vor Klischees. Doch wie erkennt man eine waschechte Fashionista und wer hat styletechnisch wirklich etwas drauf? Eine nicht ganz ernst gemeinte Kategorisierung definiert hier ein paar spezielle Typen. Damit behaltet ihr auch im Dschungel der Fashion-Experten den Durchblick!

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Die High-Heel-Fanatikerin

Diese seltene Spezies definiert sich zum größten Teil über ihr Schuhwerk. Ein Leben ohne Pumps, Stilettos und Plateau-Sandalen ist für die High-Heel-Fanatikerin unvorstellbar. Ihr teures Hobby birgt einige Gesundheitsrisiken. Dank verkürzter Sehnen ist ihr ein Laufen in Turnschuhen & Co nicht mehr möglich. Unsichere Untergründe, wie Kopfsteinpflaster und Wiesen erkundet die High-Heel-Fanatikerin meist mit Skepsis. Ihr natürliches Habitat ist die Dinner-Party. Hier gelingt es ihr, ohne weite Fußmärsche soziale Kontakte zu pflegen. In Sachen Partnerwahl bevorzugt die High-Heels-Fanatikerin Alpha-Männchen, die mit ihrer geballten Weiblichkeit umgehen können. Andere Artgenossinnen fühlen sich oft vom selbstbewussten Outfit der Schuhliebhaberin eingeschüchtert. Völlig zu Unrecht! Trotz imposanten Auftritts ist die High-Heel-Fanatikerin meist handzahm. Eine Gefahr geht von ihr nur aus, wenn ihr jemand an die geliebten Louboutins will!

Berühmtes Vorbild: Victoria Beckham

Die Mode-Designerin konnte schon zu ihren Spice-Girls-Zeiten nicht auf High Heels verzichten. In einem Interview erzählte Victoria Beckham zudem, dass Sie sich in flachen Schuhen nicht konzentrieren könne. Ihren Orthopäden interessiert diese Tatsache wenig, der verordnete Victoria kürzlich ein High-Heel-Verbot. Der Gesundheit wegen. 

Die Exzentrikerin

Die Exzentrikerin hat keine natürlichen Feinde. Deshalb verzichtet sie auf eventuelle Tarnung und sorgt mit ihrem Look für maximale Aufmerksamkeit. Ganz in Schwarz mit rotem Haar oder mit einer extravaganter Brille – diese Spezies bleibt ihrem Stil treu. Sie verändert ihr Aussehen oft über Jahrzehnte nicht. Stattdessen philosophiert sie mit gleichgesinnten darüber, ob Mode Kunst ist oder doch nur Kommerz. Die Exzentrikerin liest Hochglanzmagazine wie Vogue und Elle, hat einflussreiche Freunde und eigentlich mit der Oberflächlichkeit der Modewelt nichts am Hut. Glaubt sie zumindest! Sie sieht sich als Künstlerin. Ihr extravaganter Modestil drückt das aus! Die Exzentrikerin ist im Auftreten selbstbewusst, im Alltag dennoch eher scheu. Ihr Sinn für Humor macht sie bei Artgenossen beliebt. Wer sich ihr mit Vorsicht nähert, hat nichts zu befürchten.

Berühmtestes Vorbild: Grace Coddington

Sie ist die heimliche Chefin der US Vogue und eine der wenigen Frauen, die Anna Wintour das Wasser reichen können. Als Creative Director streitet sie sich mit dem Mode-Teufel Wintour gerne mal um jedes einzelne Foto, das ins Heft muss. Mit ihrem roten Haar und ihrem Sinn fürs Detail ist Grace Coddington zwar eine Exzentrikerin, hat aber durchaus Humor.

Die Hipster-Redakteurin

Willkommen in Berlin! Obwohl man die Hipster-Redakteurin mittlerweile in fast jeder deutschen Großstadt von Köln bis Hamburg findet, ist die Hauptstadt immer noch ihr liebstes Jagdgebiet. Sie kennt jeden Club, jede angesagte Bar und natürlich jeden noch so versteckten Second-Hand-Laden. Sie arbeitet als Lifestyle-Redakteurin für ein Hochglanzformat und kleidet sich in echter Hipster-Manier ausschließlich in skandinavischen Design-Newcomern. Ihr Partner, ein meist scheuer Bartträger steht ihr immer zur Seite. Zusammen ergeben sie ein stimmiges Paar, das vom Scheitel bis zur Sohle „Unangepasstheit“ schreit. Diese Spezies kann in freier Wildbahn ohne Nike-Air, Retro-Sweater und Jutebeutel nicht überleben. Wo man die Hipster-Redakteurin findet? Zur Nahrungsaufnahme zieht sie sich gerne in kleine Cafés und vegane Restaurants zurück. Einfach Club Mate bestellen und abwarten.

Berühmtestes Vorbild: Julia Sarr-Jamois

Die Mode-Redakteurin Julia Sarr-Jamois hat es in der Fashionwelt innerhalb kürzester Zeit vom Nobody zum Superstar geschafft. Mit ihrem Afro und ihrer Coolness begeisterte die Redakteurin des Wonderland Magazines selbst schwer zu beeindruckende Professionals wie Anna della Russo.

Die Fashion-Bloggerin

Die Bloggerin erkennt man meist schon aus der Distanz an ihrem Haarkleid. Zwei Farbgebungen dominieren hier. Die Ombre-Mähne, also ein Farbverlauf von dunkel nach hell und lupenreines Blond. Weitere Merkmale sind ein Hut mit breiter Krempe und das obligatorische iPhone in der Hand. In Anwesenheit der Fashion-Bloggerin sollte man sich möglichst unauffällig verhalten. Durch ihre massive Abhängigkeit von sozialen Netzwerken, kann es passieren, dass man unfreiwillig auf einem ihrer Instagram-Fotos landet. Die Nahrungsaufnahme wird der Fashion-Bloggerin zudem erschwert, da sie für ihr persönliches Wohlempfinden eine Dokumentation ihres Essens benötigt. Diese erfolgt ebenfalls mit der Handykamera. Entgegen vieler Vorurteile ist diese Spezies sehr zugänglich und unterhaltsam. Recht leicht zu beobachten ist sie in ihrem Revier, der örtlichen Zara-Filiale.

Berühmtestes Vorbild: Chiara Ferragni

Die Italienerin Chiara Ferragni gehört zu den gefragtesten Bloggerinnen Europas. Ihr Blog „The Blonde Salad“ wird täglich von tausenden begeisterten Fans gelesen. In ihrer Heimat ist die zierliche Blondine mittlerweile ein Superstar. Neben zahlreichen Kooperationen mit großen Marken moderiert Chiara Ferragni zahlreiche internationale Veranstaltungen, wie die STYLIGHT Fashion Blogger Awards im Januar.

Natürlich gibt es noch weitere Paradiesvögel in der Modewelt. Den verträumten Designer (Nicolas Ghesquière von Louis Vuitton), die teuflische Chefredakteurin (Anna Wintour), den Kommerz-König (Karl Lagerfeld) oder das Front-Row-Starlet (Emma Watson). Eine Fortsetzung folgt also bestimmt!

Teresa Harbeck: STYLIGHT

Teresa Harbeck arbeitet als Modejournalistin bei STYLIGHT. Auch sie ist nicht frei von Klischees. Teresa trägt zwar selten High-Heels oder isst vegan, dafür hat sie ein Faible für Instagram. Kein Wunder also, dass ihr Essen regelmäßig kalt wird. Es muss schließlich fotografiert und in Szene gesetzt werden.

In welcher Beschreibung findest Du dich wieder? Welcher Typ fehlt in unserer Fashion-Ethologie?