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Sex Mythen: Paula klärt auf - Ratgeber 28

Staffel 1

Die Top 5 der Sex-Mythologie: "Penis = Nasenlänge?", "Dumm fickt gut!", "Männer mit Glatze sind Potenz-Hengste.", "Männer haben nur tausend Schuss." und "Männer wollen öfter Sex als Frauen." Paula klärt uns auf. Was ist dran an den Mythen?

11.12.2013 10:56 | 4:12 Min |

Paula kommt

Sex-Mythen im Check: Was stimmt, was ist frei erfunden

Der G-Punkt versetzt jede Frau in Ekstase, die Penisgröße spielt beim Sex eine entscheidende Rolle, Glatzköpfe sind potenter: Es gibt unzählige Sex-Mythen. Wir haben die populärsten Legenden rund um die schönste Nebensache der Welt mal genauer unter die Lupe genommen.

"Wie die Nase eines Mannes …"

… so sein Johannes", lautet einer der weitverbreitetsten Sex-Mythen überhaupt. Würde an dieser Behauptung über Penis-Typen etwas stimmen, müsste Hollywoodstar Adrien Brody wohl einer der am besten bestückten Männer auf diesem Planeten sein. Und auch wenn er das tatsächlich sein sollte, an seinem nicht gerade subtilen Riechorgan liegt es garantiert nicht. Mediziner konnten in einer Studie keinen Zusammenhang zwischen Penis- und Nasengröße finden. Wie jedoch erhält es sich bei Händen? Das verrät euch Paula oben im Video.

Glatzköpfe sind die besseren Liebhaber

Testosteron ist beim Sex das wichtigste Hormon – schließlich ist es für die Spermienproduktion zuständig. Lagert sich das Sexualhormon jedoch auch an den Haarwurzeln ab, kann dies zu Haarausfall führen. Viele schließen daraus, dass das Übermaß an Testosteron sich auch im Bett bemerkbar macht und für eine höhere Potenz sorgt. Diese Milchmädchenrechnung geht jedoch nicht auf. Glatzköpfige Männer sind die besseren Liebhaber – dieser Satz gehört eindeutig ins Reich der Märchen.

Mann mit Glatze hat Knutschflecken von Lippenstift
Einer der beliebtesten Sex-Mythen: Glatzköpfige Männer sind potenter. © Mat Hayward - Fotolia

Masturbieren ist schlecht für die Beziehung

Schon als Kinder haben wir die schrecklichsten Horrorstorys gehört, wenn es um das Thema Selbstbefriedigung ging. Man werde blind, dumm und kann im schlimmsten Fall vom Ego-Sex sterben. Daran glauben wir zwar inzwischen nicht mehr, jedoch hat sich eine Legende bis heute hartnäckig gehalten: Landläufig wird behauptet, dass Masturbation in der Beziehung ein Zeichen dafür sei, dass der Sex nicht erfüllend ist. Das kann sein, muss es aber nicht.

Wedelt man sich lieber ununterbrochen einen von der Palme, als mit dem Partner unter die Bettdecke zu schlüpfen, scheint tatsächlich etwas schief zu laufen. Sich jedoch ab und an selbst zu befummeln, ist völlig normal und kann den Sex in der Partnerschaft sogar verbessern. Schließlich bleibt Mann dann immer im Training und kann im "Ernstfall" Vollgas geben.

Selbstbefriedigung: Mann mit Laptop hat die Hand in der Hose
Solange die rechte Hand die Liebste nicht komplett ersetzt, kann Selbstbefriedigung der Beziehung nicht schaden. © Kaspars Grinvalds - Fotolia

Samenstau bei Sex-Entzug

Männer, die vier oder fünf Tage keine Ejakulation hatten, klagen oft über Hodenschmerzen. Viele erklären sich diesen unangenehmen Umstand damit, dass es in der Körperregion zu einem Samenstau kommt. Klingt plausibel, müssen die produzierten Spermien ja schließlich irgendwo hin, wenn sie nicht entladen werden können. Aber keine Sorge, der Hodensack droht bei längerem Sex-Entzug nicht wie ein Luftballon zu platzen.

Zwar steigt die Anzahl der Spermien nach einem Samenerguss in den ersten fünf Tagen, diese verfallen jedoch anschließend. Die Folge: Unbrauchbare und überschüssige Spermien werden nach und nach absorbiert – zu einem Samenstau wird es also nicht kommen. 

G-Punkt ist eine Orgasmusgarantie

Er soll drei bis fünf Zentimeter groß sein und hinter dem Scheideneingang an der Vorderseite der Scheide in Richtung Bauch liegen. Drückt Mann an die entsprechende Stelle, wird das die Frau garantiert zum Höhepunkt bringen – und zwar zum besten überhaupt. Doch es gibt einen Haken: Die Existenz des G-Punkts ist umstritten. Während eine britische Studie ergab, dass er nur einer von vielen erfundenen Sex-Mythen sei, haben französische Forscher angeblich einen Beweis für den ultimativen Lustknopf der Frau gefunden. Einig ist man sich in der Wissenschaft jedoch nach wie vor nicht.

Frau beim Orgasmus
Der G-Punkt soll jede Frau in den siebten Sex-Himmel aufsteigen lassen. Die Frage ist nur: Gibt es ihn überhaupt? © Bernd Jrgens - Fotolia

Männer denken alle sieben Sekunden an Sex

Ein Mini-Rock da, eine attraktive Kollegin dort: Zweifellos bedarf es nicht viel, um die Gedanken eines Mannes auf die schönste Nebensache der Welt zu lenken. Dass sich jedoch alle sieben Sekunden die ganze Welt der Sex-Fantasien rund um nackte Brüste und Hintern in seinem Kopf dreht, ist absoluter Unfug. Stellt euch das doch mal einfach in der Praxis vor: Ihr wartet an der Ampel und denkt an Sex. Es wird grün, ihr geht rüber, ihr denkt wieder an Sex. Ihr zückt das Handy, wählt eine Nummer, und schon wieder geht der Porno in eurem Kopfkino an. Mal ehrlich, selbst der größte Einfaltspinsel, der unter echter Sexsucht leidet, hat eine größere Gedankenwelt als diese.

Der Klassiker unter den Sex-Mythen: Dumm f**** gut

Und da wir gerade beim Thema sind: Haben Personen mit einer geringeren Intelligenz besseren Sex? Jein! Natürlich führt ein niedriger IQ nicht automatisch zu mehr Spaß im Bett. Fakt ist jedoch: Wer beim Matratzensport nicht seinen Kopf abschalten kann, und selbst im Eifer des Gefechts an Job, Rechnungen und Co. denkt, wird es schwer haben sich beim Sex fallen zu lassen. Mit Intelligenz hat dieser Klassiker unter den Orgasmus-Tipps allerdings am Ende nicht viel zu tun.

Fazit: Einige Sex-Mythen lassen uns an unserer sexuellen Leistungsfähigkeit zweifeln, andere wiederum machen aus Menschen mit Makeln die größten Liebhaber. Sicher scheint nur: Fast alle Sex-Mythen sind frei erfunden – und der Rest ist zumindest umstritten.