Paula kommt

Playlist

Paula kommt

Pille: Safer Sex - Ratgeber 42

Staffel 1

Gefahren der Pille werden oft unterschätzt! Paula klärt uns auf, was man bei der Einnahme alles beachten sollte! Ganze Folgen von "Paula kommt! hier auf sixx.de

18.12.2013 14:21 | 1:23 Min |

"Paula kommt"

Verhütung mit der Pille: Alle wichtigen Infos

Die Verhütung ist beim Sex das A und O. Die Pille gilt nach wie vor als eine der sichersten und am häufigsten verwendeten Methoden zur Verhütung einer Schwangerschaft. Welche Sorten es gibt und welche Vor- und Nachteile sie mit sich bringen, erfahrt ihr hier.

Verhütung: Die verschiedenen Pillensorten

Pille ist nicht gleich Pille, es gibt verschiedene Sorten. Fast alle enthalten die beiden weiblichen Hormone Östrogen und Gestagen. Die neueren Pillen haben meist schon niedrigere Hormonmengen und andere Kombinationen. Die sogenannten Mikro- und Minipillen enthalten eine besonders niedrige Östrogenmenge. Welche Unterschiede es bei den Präparaten gibt und welche Verhütung mehr Vorteile bietet, lest ihr hier.

Mehrere Arten der Pille zur Verhütung
Die Verhütung mit der Pille ist ganz klar ein Favorit bei Frauen. © Fotolia - areeya_ann

Die Mikropille

Die meisten Präparate sind sogenannte Mikropillen. Diese sind zwar genauso sicher wie die herkömmliche Pille, aber besser verträglich. Von einer Mikropille wird dann gesprochen, wenn der Östrogenanteil unter 0,05 Milligramm pro Dragee liegt.

Die Wirkung

Die Verhütung mit der Pille erfolgt folgendermaßen: Der Gestagenanteil in dem Präparat hat die Aufgabe, den Einsprung zu hemmen. Der gesamte Zyklus der Frau besteht infolgedessen aus unfruchtbaren Tagen. Außerdem verändern die Hormone den Schleim im Gebärmutterhals. Dadurch können die Spermien nicht in die Gebärmutter eindringen und das Einnisten einer Eizelle wird verhindert.

Einphasenpräparate vs. Zwei- und Dreiphasenpillen

Die Einnahme der Pille kann auf unterschiedliche Weise erfolgen. Eine Möglichkeit sind sogenannte Einphasenpräparate. In jedem Dragee ist die gleiche Menge Östrogen und Gestagen enthalten. 21 Tage lang wird die Pille eingenommen. Dann wird die Einnahme für sieben Tage unterbrochen. Während dieser Unterbrechung setzt die Blutung ein. Bei manchen Einphasenpillen befinden sich 28 Dragees in der Packung. Die letzten sieben haben allerdings bei der vollständigen Einnahme innerhalb eines Monats keine Wirkung mehr.

Die Verhütung mit Zwei- und Dreiphasenpillen erfolgt mit unterschiedlich dosierten Hormondragees in der ersten und zweiten Zyklushälfte. Durch die unterschiedliche Zusammensetzung von Gestagen und Östrogen in der Pillenpackung soll eine ungefähre Anpassung an den weiblichen Zyklus erreicht werden. Der Nachteil: Wird die Pille nicht in der richtigen Reihenfolge eingenommen, ist die Verhütung nicht mehr zuverlässig.

Zuverlässigkeit

Die Verhütung mit der Mikropille gilt als sehr zuverlässig. Der Pearl-Index liegt zwischen 0,1 und 0,9. Das ist vor allem dem recht flexiblen Sicherheitsfenster von zwölf Stunden zu verdanken. Habt ihr die Einnahme einmal versäumt, so kann diese innerhalb von zwölf Stunden nachgeholt werden, ohne dass die empfängnisverhütende Wirkung beeinträchtigt wird.

Frau vor der Einnahme der Anti-Baby-Pille
Ob Mikro- oder Minipille – es gibt verschiedene Möglichkeiten. © Fotolia - JPC-PROD

Die Minipille

Eine andere Art der Pille ist die sogenannte Minipille. Die enthält im Gegensatz zu der Mikropille nur das Hormon Gestagen in einer niedrigen Dosierung. Da nicht alle Frauen Östrogen vertragen, ist die Minipille eine hervorragende Alternative zur herkömmlichen Pille.

Die Wirkung

Die Wirkung der Minipille ist eigentlich nicht viel anders als die der Mikropille. Das Hormon Gestagen sorgt dafür, dass sich der Schleim im Gebärmutterhals verdickt. So kann das Eindringen von Spermien in die Gebärmutter verhindert werden. Die Ausreifung einer Eizelle wird jedoch nicht beeinträchtigt. Außerdem sorgt diese Verhütungsmethode dafür, dass sich die Gebärmutterschleimhaut nicht vollständig aufbaut – eine befruchtete Eizelle könnte sich nicht einnisten.

Klare Regeln bei Einnahme

Falls ihr euch für die Minipille entschieden habt, solltet ihr die Dragees jeden Tag möglichst zur gleichen Uhrzeit einnehmen. Die Anwendung verlangt somit eine größere Disziplin. Deshalb gilt: Lest euch auf jeden Fall ausführlich den Beipackzettel durch. Denn bei manchen Minipillen ist bereits bei einer Verspätung von drei Stunden der Empfängnisschutz nicht mehr gewährleistet.

Zuverlässigkeit

Wird die Minipille korrekt eingenommen, ist diese Verhütung ziemlich sicher. Der Pearl-Index liegt bei etwa 0,5. Aufgrund des strengen Einnahmeschemas liegt er aber häufig bei 3 oder 4. Das heißt: Zwischen drei und vier Frauen, die ein Jahr lang mit dieser Pille verhütet haben, sind schwanger geworden.

Pille und Kondome für die Verhütung
Die perfekte Kombi: Die Pille und Kondome. © Fotolia - gamjai

Vorteile

Bei der Verhütung mit der Pille könnt ihr euch ziemlich sicher fühlen. Sie gilt als zuverlässiger Schutz vor einer Schwangerschaft. Zudem ist auch die Monatsblutung in der Regel schwächer und kürzer als die natürliche. Zudem kann sich das Hautbild verbessern, Unreinheiten im Gesicht gehören somit der Vergangenheit an. Vorteilhaft ist auch die Genauigkeit. Ihr wisst auf den Tag genau, wann eure monatliche Blutung einsetzt und wie lange sie dauert.

Außerdem könnt ihr euren Zyklus an euren Alltag anpassen. Das heißt: Ihr könnt die Blutung hinausschieben. Ihr verzichtet dann einfach auf die siebentägige Pause und beginnt mit dem nächsten Streifen. Ihr könnt bis zu drei Monate die Pille durchgehend einnehmen. Auch ganz praktisch: Falls ihr doch den Wunsch verspürt, ein Kind zu bekommen, könnt ihr das Präparat einfach absetzen. Die meisten Frauen werden danach recht schnell schwanger.

Nachteile

Zwar bietet die Pille einen recht zuverlässigen Schutz, dennoch gibt es auch viele Nachteile und insbesondere Nebenwirkungen. Übelkeit mit Erbrechen, Gewichtszunahme, sexuelle Lustlosigkeit, Zwischenblutungen, Stimmungsschwankungen oder Spannungsgefühl in den Brüsten können auftreten. Außerdem besteht ein leicht erhöhtes Risiko für Thrombosen und Embolien. Nutzt man die Pille schon in jungen Jahren als Verhütung und das für eine lange Zeit, kann sich auch das Brustkrebsrisiko erhöhen.

Ein weiterer Nachteil: Frauen müssen jeden Tag an die Pille denken. Hinzu kommt, dass die Pille lediglich vor einer ungewollten Schwangerschaft schützt. Um sich nicht mit Geschlechtskrankheiten anzustecken, ist das Kondom weiterhin Pflicht.

Fazit: Die Verhütung mit der Pille gilt als eine der sichersten und häufigsten Methoden. Das hat auch einen Grund: Mit einem Pearl-Index zwischen 0,1 und 0,9 ist sie sehr zuverlässig – zumindest, was eine ungewollte Schwangerschaft betrifft. Um sich vor Geschlechtskrankheiten zu schützen, ist die Verwendung eines Kondoms weiterhin notwendig.

Was Paula Lambert zum Thema Verhütung mit der Pille zu sagen hat, erfahrt ihr im Video. Welche Alternative es zur Pille gibt, könnt ihr hier sehen.