Ich werde häufig gefragt, wie man den perfekten Blowjob hin bekommt. Da ich selbst keinen Penis habe, ist die Antwort darauf ein bisschen so, als würde man als Chirurgin einen Hund operieren; man ahnt einfach, wie es ungefähr klappen könnte.

Der Blowjob-Konsens: Allgemeine Tipps zur Perfektion

Aber so ein paar Sachen entsprechen dem allgemeinen Blow Job-Konsens. Zum Beispiel die Hände ordentlich einzusetzen. Vorausgesetzt, du musst dich nicht aufstützen oder befindest dich mitten auf einer Autofahrt, rate ich, die freie Hand zu benutzen, um mit den Fingern fest auf den Damm hinter den Hoden zu drücken. Das stimuliert die Prostata und verkürzt zudem die Blow Job-Zeit, falls man es mal eilig hat. Günstig auch, wenn man zu Kieferschmerzen neigt.

Die Zähne nicht einzusetzen ist auch etwas, worauf man sich einigen kann. Eine Freundin geriet kürzlich an einen Mann, dessen Ex-Freundin ihm mit den Zähnen buchstäblich die Haut abgezogen hat. Ihre Worte: „Wenn ich dich nicht haben kann, soll dich auch keine andere haben.“ Zwar ist die Wunde am Penis inzwischen verheilt, aber der Mann ist trotzdem dauerhaft traumatisiert. All ihre Versuche, seinen Penis zu berühren, endeten in sofortigen Schwanz-Rückzug. Verständlich. Unverständlich aber ist, dass der Kerl niemals zur Polizei gegangen ist.

Für etwas prickeln sorgen Orte, an denen man leicht erwischt werden kann. Ein Klassiker: Road-Head. Leider gibt es für diese hübsche amerikanische Bezeichnung keine schöne Übersetzung. Nur ein Rat: Achtet darauf, dass die Straße, auf der ihr fahrt, keine Schlaglöcher aufweist. Die Folgen können für beide sehr unangenehm sein, je nach Schlaglochtiefe.

Die Frage, ob man den Hodensack in die Arbeit integrieren sollte oder nicht, ist eine, die man unbedingt vor Ort diskutieren sollte. Manche finden Hoden im Mund einer Frau großartig, andere albern. Gut ist, wenn Sackliebhaber rasiert sind. Sonst fühlt man sich schnell, als hätte man einem Kaktus einen geblasen.

Das Gleiche gilt für das Tempo. Manche mögen es schnell, andere sachte und langsam. Auch hier ist Kommunikation natürlich King, wie bei allem im Leben. Ein Problem ist sicher der beim Pornokonsum erlernte Glaube, dass man unbedingt Blickkontakt halten müsse. Ich finde, ein gelegentlicher Blick nach oben reicht völlig, weil sonst eine problematische Penis-Genick-Achse entsteht, die für Kopfschmerzen sorgt und die Atmung behindert. Atmen zu können garantiert aber den Erfolg der ganzen Unternehmung, insofern ist das ein wirklich wichtiger Punkt. Man muss nicht für andere den Erstickungstod in Kauf nehmen.

... und dann? 

Die Gretchenfrage ist natürlich, wohin mit dem freudvollen Ergebnis deiner Bemühungen?

Da gibt es die Taschentuch-Variante (Taschentuch bereithalten, Sperma aus dem Mund hinein), die allerdings an Romantik und Leidenschaft zu wünschen übrig lässt. Dann gibt es die Penis-hektisch-zur-Seite-reißen-Variante, die nicht elegant und voller Risiken für das frisch gewaschene Haar ist. Eine Möglichkeit ist es, ein anderes Körperteil anzubieten (Brust, Kehle). Oder aber du behältst das Sperma im Mund, lächelst freundlich und gehst bald darauf unauffällig zur Toilette. Im Grunde bist du doch eh der schweigsame Typ, richtig?

Alles Liebe,
Paula