- Bildquelle: Getty Images © Getty Images

Es gibt viele Gebiete, auf denen Frauen benachteiligt werden. Die 19 %-Mehrwertsteuer auf Hygieneprodukte für Frauen ist nur eines davon. Das Bestürzende daran ist aber, dass es ganz leicht reguliert werden könnte, indem die Regierung beschließt, dass die Monatsblutung eben kein Luxusproblem ist, sondern ein ganz reales Geschehen, das bei den meisten Frauen im monatlichen Rhythmus wiederkehrt. Ein paar Tüftler haben ausgerechnet, dass es sich in der Summe um etwa 2000 Euro handelt, die eine Frau im Laufe ihres Lebens dafür ausgibt; das Wort „nur“ darf hier aber keine Rolle spielen.

Es geht um Grundsätzliches. Frauen müssen auf sehr vielen Ebenen Grabenkämpfe ausführen und es wäre ein Leichtes, derartige Ungerechtigkeiten auszuräumen. Anstatt zu handeln, müssen wir aber wieder einmal demonstrieren, protestieren und uns kämpferisch zeigen, was dann wiederum zu den üblichen Hysterie-Vorwürfen weiblicher Natur führt. Ich habe das satt.

Am besten wäre es, wenn wir einmal alle in Generalstreik gehen, damit jene, die glauben, dass es uns nicht ernst damit ist, endlich verstehen, dass wir es absolut ernst meinen. 2000 Euro sind über 40 Jahre nicht viel Geld. Das Gefühl, in seinen Grundbedürfnissen ernst genommen und gleichwertig behandelt zu werden, ist aber unbezahlbar.

Alles Liebe,
Paula