- Bildquelle: Christin Klose © Christin Klose

Hilfreich ist es hier, wenn der Schminktisch ordentlich eingerichtet und aufgeräumt ist und nicht das totale Chaos herrscht. Ausgequetschte Make-up-Tuben, Puder-Krümel und abgebrochene Lippenstifte? So macht der Schminktisch gar keine Freude.

Zum Glück gibt es Aufräum-Profi Isabella Franke. Sie verrät, wie man die Kosmetik-Katastrophe in ein echtes Beauty-Paradies verwandelt.

Isabella Franke ist Powerfrau, Mompreneur und Wahl-Berlinerin mit angeborener Ordnungsliebe. Ihr Herz schlägt für ihre Familie, ihren Haustier-Zoo und für ein aufgeräumtes Zuhause. Denn wer viele Bälle gleichzeitig in der Luft hält, braucht einen Ort, wo er runterkommen kann. Sie liebt es, wenn jedes Zimmer aufgeräumt ist und jedes Ding an seinem Platz. Einfach weil Ordnung uns mehr Zeit zum Leben schenkt.

Isabella Franke nennt ihre Art des Aufräumens "Decorganizing". Mitgebracht hat sie den Trend von den Top-Coaches der Hollywood-Stars höchstpersönlich. Fast zehn Jahre hat Isabella selbst in Los Angeles gelebt und weiß, dass Deko und Organisation zusammengehören.

Schminktisch organisieren: So geht´s

1. Den richtigen Schminktisch finden

Der richtige Schminktisch ist nicht nur eine Frage von Platz und Budget, sondern vor allem von persönlichen Vorlieben. Wieviel Ablagefläche brauche ich? Sollen Spiegel und Beleuchtung integriert sein? Arbeite ich lieber mit verschiedenen Körben und Kästen auf der Ablagefläche oder mit einem Schubladensystem?

Außerdem sollte natürlich vorab die Frage geklärt werden, wo der Schminktisch aufgebaut und eingerichtet werden soll: im Bade-, Schlaf- oder Ankleidezimmer?

Bei der Wahl des Standorts sollte man vor allem auf die Lichtverhältnisse achten. Tageslicht, das von vorne einstrahlt ist definitiv von Vorteil. Sich in einem – vom Duschen oder Baden – noch dampfigen, warmen Bad zu schminken kann dagegen zur Herausforderung für Make-up und Nerven werden.

2. Aussortieren

Wer Isabella Franke kennt, der weiß: Erstmal wird alle Schminke restlos ausgeräumt. Klingt bitter, ist aber der einzige Weg, sich einen Überblick zu verschaffen.

Am besten legt man ein großes Handtuch aufs Bett und breitet darauf erstmal alles aus. Beim Sichten der Produkte sollte man sich zunächst folgende Fragen stellen: Was benutze ich häufig und gerne? Was habe ich schon ewig nicht mehr benutzt? Welche Produkte gefallen mir nicht mehr oder sind eventuell bereits abgelaufen?

Dann kommt der radikale Schritt: Was schon länger als ein Jahr angebrochen ist, ist wahrscheinlich nicht mehr bedenkenlos zu verwenden und wird entsorgt. Das Mindesthaltbarkeitsdatum findet man in der Regel auf jedem Produkt. Am besten man schreibt sich klein darauf, wann man das Produkt geöffnet und das erste Mal benutzt hat.

Was noch gut ist, aber nicht mehr gefällt, kann weitergereicht werden. Mit Sicherheit gibt es dankbare Abnehmerinnen im Freundeskreis.

Pinsel und Schwämme sollten regelmäßig gründlich gereinigt werden. Bei Echthaar-Pinseln eignet sich ein mildes Baby-Shampoo, bei synthetischen Borsten kann es auch ein Geschirrspülmittel sein.

3. Schminktisch Aufbewahrung: Ordnungssystem schaffen

Ist alles aussortiert und gereinigt, werden die neuen Aufbewahrungsboxen befüllt. Hilfreich sind Kästen mit Unterteilung, so dass auch kleinere Lidschatten nicht wild durch die Gegend kullern.

Beim Einräumen des Schminktisches füllt man die einzelnen Produkte möglichst nach klaren Kategorien getrennt auf und beschriftet die Boxen entsprechend: Puder, Rouge, Highlighter, Mascara, Lippenstifte.

Anstatt nur nach Produktgruppen vorzugehen, kann man zusätzlich auch nach Anlässen sortieren. In eine Schublade kommen dann zum Beispiel die am häufigsten genutzte Schminke fürs Tages-Make-up. So hat man morgens, wenn es schnell gehen muss, sofort alles griffbereit. In eine andere Schublade oder Box kommt das aktuell beliebteste Abend-Make-up. Auch hier hilft es, alles deutlich und übersichtlich zu beschriften. 

Pinsel und Lidschatten-Applikatoren kann man in Gläsern oder speziellen Make-up-Pinsel-Haltern aufbewahren. Letztere bieten sich auch perfekt an, um die Pinsel darin nach dem Waschen zu trocknen.

4. Schubladen-Elemente verwenden

Wer den Platz hat, arbeitet am besten mit einem Ausziehregal. Denn Stauraum ist einfach das A und O, wenn es um ordentliches und übersichtliches Aufbewahren der Schminke geht.

Aber auch kleinere Schubladen-Elemente auf dem Schminktisch können beim Organisieren sehr gute Dienste leisten. Die einzelnen Schubladen lassen sich hier meist vollständig herausnehmen, was das Suchen nach bestimmten Produkten noch einmal erleichtert.

Auch hier gilt: Die Schminktisch-Ideen sind immer nur so gut, wie sie auch im Alltag funktionieren. Ob die neue Ordnung wirklich praktikabel ist, merkt man oft erst nach ein paar Tagen. Dann kann man immer noch einzelne Boxen und Schubladen umräumen oder anders positionieren.

Nicht zu unterschätzen ist auch die Deko. Sie sollte nicht zu viel Raum einnehmen, aber dennoch präsent genug sein, um für die gewünschte Stimmung zu sorgen. Die Zeit am Schminktisch darf schließlich richtig zelebriert werden und unter Selfcare und Me-Time laufen. Mit der richtigen Inszenierung und passender Musik hat es manchmal sogar etwas Meditatives.