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Wenn Aufräum-Coach Isabella Franke eine Garage in Angriff nimmt, sorgen ihre Ideen meist erst für große Augen und dann für Durchblick! In der früheren Chaos-Garage ist dank praktischer Wandmodule, Fahrradhalterungen und neuen Regalen endlich Schluss mit Suchen.

Isabella Franke nennt ihre Methode "Decorganizing". Mitgebracht hat sie den Trend von den Top-Coaches der Hollywood-Stars höchstpersönlich. Sie hat selbst fast 10 Jahre in Los Angeles gelebt und weiß, dass Deko und Organisation am besten Hand in Hand gehen.

Garage einrichten: Darauf musst du achten

Das geltende deutsche Baurecht schreibt vor, dass eine Garage ausschließlich für ein Kraftfahrzeug und dessen Zubehör genutzt werden darf. Dazu gehören zum Beispiel Dachträger, Fahrradhalterungen, sowie 200 Liter Diesel oder 20 Liter Benzin.

Zudem muss das Kraftfahrzeug fahrtüchtig sein und eine ganzjährige Straßenzulassung haben. Wer seine Garage unerlaubt als Abstellkammer, Hobbyraum oder Werkstatt nutzt, kann sich strafbar machen. Denn sie soll in erster Linie den öffentlichen Straßenraum entlasten.

Wer seine Garage nicht ausschließlich für sein Auto und entsprechendes Zubehör nutzt, braucht eine Genehmigung. Beim zuständigen Bauamt kann eine Nutzungsänderung beantragt werden. Dann kann es aber endlich losgehen mit dem Einrichten der Garage und dem neuen Ordnungssystem!

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Garage entrümpeln

Zuerst heißt es: Tabula rasa, alles muss raus – vom Fahrradanhänger über die Getränkekisten bis zum SUP. Dann wird in der Garagen-Zufahrt aussortiert. Und bitte nicht zu zimperlich! Was kann weg, was wird noch gebraucht und was ist eher selten im Einsatz?

Wer wirklich systematisch seine Garage entrümpeln und neu sortieren will, darf nicht zu nostalgisch sein. Was nicht mehr in Ordnung ist, darf gespendet, entsorgt oder dem Wertstoff-Kreislauf zugeführt werden. Ein spontaner Garagen-Verkauf lockt vielleicht noch ein paar glückliche Abnehmer an. 

Wenn alles außerhalb der Garage ist, ist Gelegenheit für eine Grundreinigung und vielleicht sogar für einen frischen Anstrich.

Wände als Stauraum nutzen

Die Garage ist leergeräumt und alle Besitztümer sind sortiert? Dann geht es jetzt daran, den vorhandenen Stauraum exakt auszumessen, um ihn optimal auszunutzen. Dafür wird das Auto in die Garage gefahren und an den Wänden markiert, bis wohin Regale, Wandhaken und ähnliches reichen dürfen. Dabei genügend Platz zum Öffnen der Türen und des Kofferraums einplanen!

In der Garage lohnt es sich, in die Höhe zu denken. Ist das Auto eher flach, kann man sogar den Platz direkt unter der Garagendecke nutzen, um dort mit einem speziellen Aufhängsystem Bierbänke und -tisch zu deponieren. Praktisch ist hier auch eine so genannte Stauraumbrücke. Soll als nächstes Auto ein SUV einziehen, lassen sich die Einbauten natürlich wieder demontieren.

Regale konzipiert man am besten in die Höhe und nutzt in der Vertikalen die komplette Stauraum-Möglichkeit aus. Nach ganz oben kommen Saison-Gegenstände, die man nur ein- bis zweimal im Jahr nutzt. Dazu gehören zum Beispiel: Ski-Ausrüstung, Rodel, Schlittschuhe, Flossen, Luftmatratze und Hängematte.

Garagen-Ordnungssystem: Regale und Halterungen

Während das meiste Werkzeug und kleinteiliges Zubehör am besten in Regalen oder Schränken verstaut wird, eignen sich für sperrige Gegenstände spezielle Halterungen.

Fahrradaufhänger mit Teleskopschiene zum Beispiel lassen sich exakt an die Garagenhöhe anpassen und sorgen für Ordnung in der Drahtesel-Herde.

Haken an den Wänden halten dagegen Campingstühle, Snow- und Skateboards, aber auch Besen, Rechen und Schneeschaufel. Auch hier gilt: Was selten genutzt wird, darf weiter nach oben. Direkt griffbereit sollte gelagert werden, was täglich in Gebrauch ist.

Eine sinnvolle Investition können auch Halterungen oder spezielle Regale für Getränkekisten sein. Hier stehen die Kisten in praktischer Neigung, so dass auch Kinder helfen können für Getränkenachschub im Kühlschrank zu sorgen.

Decorganizing: Dekorieren und Organisieren

Nicht nur Halterungen auch Gestaltung ist wichtig beim Garagen-Ordnungssystem. Isabella Franke wäre nicht Aufräum-Coach, wenn sie dafür nicht eine Idee parat hätte.

Die Garage beherbergt meist die unterschiedlichsten Dinge. Umso wichtiger, dass diese auch sofort gefunden und leicht zugänglich sind. Das heißt: Nicht das gesamte Werkzeug, sämtliche Schrauben und Putzutensilien in eine Kiste schmeißen, sondern pro Box nur eine klar definierte Kategorie.

Am besten überlegt man sich zuerst logische Kategorien und erstellt passende Labels. Mit einer Plottermaschine und individueller Schrift wird es besonders dekorativ. Achtung: Schrift und vor allem Schriftgröße sollten gut und einfach zu lesen sein! Schließlich sollen sich alle Familienmitglieder im neuen Garagen-Ordnungssystem gut zurechtfinden.

Wählt man durchsichtige Boxen, lässt sich der Inhalt noch schneller erkennen. Für mehr optische Ruhe sorgen eher blickdichte Kisten. Wichtig ist in jeden Fall, dass die Behälter luftdicht verschlossen werden können. So ist der Inhalt vor Nässe und Ungeziefer geschützt.

Für Kleinteile gibt es Einsätze, die innerhalb einer Box nochmal für Ordnung sorgen.

Die größte Herausforderung beim Entrümpeln und Aufräumen der Garage kommt für viele allerdings zum Schluss: die neue Ordnung in der Garage auch beibehalten!