Nigellas Weihnachts-Küche

Bratensauce mit Piment und Glutrote Cranberry-Sauce

Nigellas Weihnachtsküche: Bratensauce Rezepte

Für den Truthahnbraten braucht Nigella die passende Sauce und hat hier gleich zwei Vorschläge gemacht!

15.12.2012 12:00 Uhr

Bratensauce mit Piment

Zutaten Sauce:

Nigellas Weihnachtsküche
Für einen saftigen Braten muss man den Truthahn über Nacht in ein Kräuterbad legen. © Nigella Lawson 2008

Truthahn-Innereien (keine Leber!)
950 ml Wasser
1 Esslöffel Pimentkörner
½ Teelöffel schwarze Pfefferkörner
3 Lorbeerblätter
1 Stange Sellerie, halbiert
1 Zimtstange
2 Karotten, geschält, halbiert
½ Esslöffel Salz
¼ Tasse frischer Clementinensaft plus Fruchtfleisch
2 Esslöffel Mehl
2 Esslöffel Honig

Generell erhält man die besten Saucen, wenn man den Bratensaft als Basis für die Sauce nimmt; bei einem in Salzlake eingelegten Truthahn ist der Sud allerdings zu salzig (mehr als zwei bis drei Esslöffel des Bratensaftes dürfen Sie nicht zu Ihrer Sauce dazu geben). Außerdem haben Sie am Weihnachtstag sowieso genug zu tun – da ist es ganz praktisch, wenn man eine Sauce, wie diese hier, schon vorbereitet hat.

Zubereitung:

 

- Geben Sie alle Zutaten, außer Mehl und Honig, in einen Kochtopf und bringen Sie diese zum Kochen. Anschließend lassen Sie alles zwei Stunden lang simmern.
- Geben Sie die Brühe (zirka 950 ml) durch ein Sieb in einen großen Messbecher. Das Sieb brauchen Sie nicht unbedingt – wichtig ist nur, dass die Gewürz- und Gemüsestücke nicht im Messbecher landen. Wie gesagt: Bis hier können Sie alles schon zwei Tage vorher vorbereiten.
- Am Tag des Festmahls verrühren Sie das Mehl mit zwei Esslöffeln des salzigen Truthahn-Bratensaftes in einem Kochtopf. Geben Sie die vorbereitete Brühe und den Honig dazu und lassen Sie die Sauce vor sich hin köcheln. Ab und zu rühren Sie das Ganze mit einem Holzlöffel um – und zwar so lange, bis die Sauce leicht angedickt ist.
- Die Bratensauce sollte kochend heiß serviert werden. Am besten wärmen Sie Ihre Sauciere vor, indem Sie heißes Wasser hineingeben. Nach zehn Minuten gießen Sie das Wasser ab und füllen Ihre einladend aromatische Piment-Sauce hinein.

Vorkochen:
Kochen Sie die Brühe wie beschrieben für zwei Stunden. Anschließend rühren Sie den Honig und lassen die Brühe abkühlen. Abgedeckt ist die Brühe so bis zu zwei Tage lang im Kühlschrank haltbar. Sauce wie beschrieben (Mehl und Bratensaft dazu) fertig kochen.

Einfrieren:
Die abgekühlte Brühe ist im Gefrierfach bis zu einer Woche lang haltbar. Über Nacht im Kühlschrank auftauen und Sauce wie beschrieben (Mehl und Bratensaft dazu) fertig kochen.

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Glutrote Cranberry-Sauce

Zutaten Sauce:

350 Gramm frische Cranberries
1 Tasse Zucker
3 Esslöffel Cherry Brandy
1/3 Tasse Wasser

Ich kann mich nicht daran erinnern, als Kind in England je frische Cranberries gesehen zu haben. Cranberry-Sauce kam sogar bei uns aus dem Glas, obwohl meine Mutter eigentlich alles selbst gemacht hat. Ich habe zwar nichts gegen fertige Cranberry-Sauce, aber ich sehe keinen Sinn darin, sie zu kaufen: Die Sauce ist im Handumdrehen gemacht und schmeckt so viel besser als fertige, dass es schade wäre, sie nicht schnell selbst anzufertigen.
Ich habe eine Schwäche für schwere Liköre und liebe die Cherry-Brandy-Note (das ist kein mondänes, glasklares Kirschwasser, sondern ein schwerer, roter und süßer Likör – eher das, was alte Jungfern sich gerne hinter die Binde kippen); Cointreau, Grand Marnier, Triple Sec oder ein Ruby Portwein machen sich aber auch gut. Soll die Sauce alkoholfrei sein, nehmen Sie statt Likör frisch gepressten Orangensaft (wegen der Farbe wäre Blutorange perfekt) und etwas mehr Zucker – ungefähr eine halbe Tasse, die Sie nach und nach unterrühren.

Zubereitung:

- Bringen Sie alle Zutaten unter gelegentlichem Umrühren (Holzlöffel) in einem Topf zum Kochen, bis die Beeren platzen; das dauert ungefähr zehn Minuten.
- Weil Cranberries stark pektinhaltig sind, geliert die Sauce beim Abkühlen enorm. Lassen Sie sich also nicht davon irritieren, dass die fertige Sauce zunächst recht flüssig ist – sie wird noch fester.
- Wenn die Cranberries geplatzt sind, rühren Sie alles noch einmal kräftig durch, damit der Saft aus den Beeren austritt. Probieren Sie – Achtung: Verbrennungsgefahr – und geben Sie eventuell noch ein bisschen Zucker dazu. Sollte Ihnen die Sauce wider Erwarten zu süß sein, fügen Sie einen Spritzer Zitronensaft hinzu. Nach dem Abschmecken geben Sie die Sauce in ein Serviergefäß.
- Haben Sie die Sauce im Voraus zubereitet, ist sie recht fest, wenn Sie sie aus dem Kühlschrank holen. Zerquetschen Sie die Beeren vor dem Servieren einfach mit einer Gabel und rühren alles gut durch.

Vorkochen:
Kochen Sie die Sauce wie beschrieben und lassen Sie sie abkühlen. Abgedeckt ist die Sauce so bis zu einer Woche lang im Kühlschrank haltbar. Vor dem Servieren gut umrühren.

Einfrieren:
Die abgekühlte Sauce ist im Gefrierfach bis zu einem Monat lang haltbar. Über Nacht bei Raumtemperatur auftauen. Vor dem Servieren gut umrühren.

Nigellas Weihnachtsküche - immer samstags 14.30 Uhr auf sixx!

(c) Nigella Lawson 2008

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