Stars & Style

Berühmte Star-Cocktails der Film- und Musikgeschichte

„Geschüttelt, nicht gerührt“, gehört zu den bekanntesten Zitaten der Filmgeschichte. Seit Jahrzehnten bestellt James Bond, der britische Geheimagent mit der Lizenz zum Töten, mit diesen Worten einen trockenen Martini an einer meist mondänen Bar. Kein anderer Drink der Buch- und Film-Geschichte ist so bekannt wie Bonds ginhaltiger Dry Martini. Auch die Erfolgsgeschichte des White Russian, einer Mischung aus Vodka, Kahlua und Sahne, begann als Lieblingsdrink von Jeff Bridges alias „The Dude“ im Filmklassiker „The Big Lebowski“. Neben aus Filmen bekannten Drinks gibt es auch eine Reihe bekannter Cocktails, die nach Rockstars, prominenten Künstlern oder Hollywoodstars benannt worden sind, wie etwa der nach Bill Murray getaufte Murricane.  

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© Pixabay

In Hollywood behauptet man, dass man kein richtiger Star sei, bevor man nicht zumindest einen Stern auf dem Walk of Fame hinterlassen habe und ein Cocktail nach einem benannt worden sei. Diese Kriterien erfüllt unter anderem der amerikanische Schauspieler Bill Murray, zu dessen Ehren man den Cocktail Murricane kreierte, der  aus Bourbon, Basilikum, Holunderblüte, Wassermelone und Pfeffer gemixt wird. Murricane ist ein Spitzname Murrays, der ihm von Schauspielerkollege Dan Aykroyd verliehen wurde.

Oscar, Wolkenkratzer und Cocktail für Shirley Temple

Die berühmte amerikanische Schauspielerin Shirley Temple wurde schon im Jahre 1935 mit einem Sonder-Oscar geehrt. Ein Jahr darauf taufte man in New York einen Wolkenkratzer auf ihren Namen. Und kurz war Temple Namenspatronin eines alkoholfreien Cocktails. Dieser heute noch beliebte Drink wurde angeblich von einem Barkeeper in der kalifornischen Bar Chasen’s erfunden. Als dieser ihn der jungen Shirley Temple servierte, soll die allerdings nicht sehr begeistert davon gewesen sein soll, da er für ihren Geschmack zu süß war.

Der Filmklassiker „Vom Winde verweht“ war 1939 nicht nur für die Schauspieler und die Filmindustrie in Hollywood ein echter Meilenstein. Der von Hauptdarsteller Clark Gable gespielte Rhett Butler verhalf über den Film auch seinem Lieblingsdrink zum Durchbruch. Der Planters Punch hat seine Ursprünge in Jamaika und auch die Zutaten Rum sowie zuckersüßer Ananassaft vermitteln ein karibisches Feeling.

Natürlich gibt es auch einen Cocktail der nach einem der berühmtesten Schauspieler, Komiker und Regisseure des 20. Jahrhunderts benannt wurde: Charlie Chaplin. Hierbei handelt es sich um eine Mischung aus 4cl Gin, 1cl Brand, 1 cl Limettensaft und drei Eiswürfeln – garniert mit einer halben Zitronenscheibe. Der Cocktail Charlie Chaplin war einer der ersten Drinks, die im legendären Waldorf-Astoria Hotel vor 1920 ausgeschenkt wurden.

Cocktails auch nach exzentrischen Rockstars und Schriftstellern benannt

Cocktails wurden nicht nur nach Filmstars benannt, sondern auch nach berühmten Politikern, Schriftstellern und Rockstars. Eine Sonderrolle nimmt dabei der Cocktail namens David Bowie ein, da dieser nicht von einem Barkeeper kreiert wurde, sondern von Bowie persönlich. Der exzentrische Musiker und Produzent erfand den Cocktail angeblich, als er seine Fähigkeiten als Barkeeper testen wollte.

Eine Hommage an einen der bedeutendsten Schriftsteller des 20. Jahrhunderts ist der Cocktail Hemmingway Special, der von diesem Berichten zufolge auch begeistert und in großen Mengen konsumiert worden ist. Die Basis dieses Cocktails bilden weißer kubanischer Rum und frische Limette. Ernest Hemingway, der in fortgeschrittenem Alter an Diabetes litt, bestellte seinen Drink üblicherweise mit der doppelten Menge Rum.

Der berühmteste Cocktail der Filmgeschichte: Gerührt, nicht geschüttelt

Die steile Karriere des Dry Martini begann 1953 mit dem ersten James Bond-Roman des Schriftstellers Ian Fleming. In „Casino Royale“ bestellte 007 einen geschüttelten Dry Martini, garniert mit einer Zitronenzeste. Dieser wahrhaft coole Drink setzte sich im Original aus 6cl Gin, 1,5cl Vodka und 0,75cl Lillet Blonde (seit 1987 nicht mehr produziert) zusammen. In vielen Bars der Welt wird der legendäre Bond-Drink heutzutage je nach Geschmack mit trockenem oder halbtrockenem Wermut gemischt.

Während die Agentenfigur James Bond stets auf einem geschüttelten Martini bestand, plädieren prominente Barkeeper dafür, klare Spirituosen stets zu rühren, damit der Drink nicht durch Luftblasen oder gesplittertes Eis getrübt wird. Wissenschaftler schlagen sich hingegen auf die Seite von 007: In einer Untersuchung wurde festgestellt, dass die geschüttelte Variante mit Wermut gesünder ist, da sie neben zusätzlichem Sauerstoff auch mehr Antioxidantien enthält, die den Körper vor freien Radikalen schützen.

Gin ist die Basis zahlreicher Cocktailklassiker

Wichtigster Geschmacksträger des ohne Eis servierten Dry Martini ist der Gin – eine  Spirituose mit Wacholdergeschmack und einem Mindestalkoholgehalt von 37,5 % vol. Bei der Herstellung von Gin dürfen nur natürliche und/oder naturidentische Aromastoffe verwendet werden. Der Gin erlebte seinen ersten großen Aufschwung im Jahr 1689,  als Wilhelm III. von Oranien den Weinbrand mit hohen Steuern belegte und per Gesetz den Genever (im Volksmund „Gin“ genannt) verordnete.

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© Pixabay

Eine Legende ist auch der auf Gin basierende Cocktail Gimlet, dessen Ursprung Berichten zufolge medizinischer Natur ist. Der Legende nach war es ein Admiral der britischen Royal Navy namens Thomas Gimlette, der seiner Besatzung auf hoher See verordnete, täglich Vitamin C-haltigen Limettensaft zu trinken, um Skorbut vorzubeugen. An Bord kam man schnell darauf, dass der herbe Saft besser schmeckte, wenn man Gin und Zucker hinzugab, und so war der Gimlet geboren.

Es überrascht nicht, dass es noch zahlreiche weitere Cocktailklassiker gibt, die auf Gin basieren. Zum Beispiel der Gibson, der vom Barkeeper Charlie Connolly für den Komiker Charles Dana Gibson gemixt wurde, als dieser ihn nach etwas Besonderem fragte. Der Gibson besteht aus 6cl Dry Gin, 3cl trockenem Wermut und 2 Spritzern Bitterorange. Damit der Cocktail auch schmeckt, sollte man natürlich nur gute Gins verwenden und wir wissen ja alle, dass billiger Fusel zum einen nicht schmeckt und zum anderen Kopfschmerzen und andere Katersymptome verursacht!  Im Netz lassen sich zahlreiche Ratgeber in Form von E-Books zum Thema „die besten Gins“ finden. So unter anderem auch auf ginie.de, wo gerade Anfänger und Gin Liebhaber, die sich mit dem Thema Gin intensiver auseinandersetzen möchten, fündig werden. 

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