In vielen Studenten-WGs ist ein Schrank voller Brettspiele nicht mehr wegzudenken. Wir sitzen gerne mit unseren Freunden zusammen und glühen das ein oder andere Becherchen vor, bevor wir zur eigentlichen Party aufbrechen. Damit die Motivation bestehen bleibt, wird dazu gespielt. Der Klassiker unter den Trinkspielen: Looping Louie.

Trinkspiele: Leichte Regeln, massig Spaß

Der Vorteil der Kinderspiele ist, dass die Regeln leicht erklärt sind und man easy Alkohol integrieren kann. So verstehen auch die bereits Angeschwippsten wie es geht.

Wir haben für euch acht der beliebten Trinkspiele genauer unter die Lupe genommen und erklären euch die Regeln:

1. Looping Louie

Der Spieleklassiker war 1994 das Spiel des Jahres. Heutzutage ist es vor allem in Studenten-WGs zu finden und wird regelmäßig zum Vorglühen ausgepackt.

Das Spielprinzip ist simpel: Jeder der maximal vier Spieler bekommt drei Münzen und muss aufpassen, dass diese nicht vom im Flieger rotierenden Louie heruntergeworfen werden. Gemeinsam steuert ihr das Flugzeug und wer zuletzt noch Münzen hat, gewinnt – der Rest trinkt.

Looping Louie

2. Twister

Wie man aus dem Beweglichkeitsspiel ein Trinkspiel machen kann, liegt wohl auf der Hand: Wer die vorgegebene Farbe auf dem ausgebreiteten Spielfeld entweder mit der Hand oder dem Fuß nicht erreicht und fällt, der trinkt. Je mehr Mitspieler man hat, desto witziger und gleichzeitig schwerer ist es. Prost!

3. Doctor Bibber

Ebenfalls auf Partys sehr beliebt ist „Doctor Bibber“. Am Anfang ist es noch ziemlich easy die Gegenstände mit der Pinzette aus dem „Patienten“ zu ziehen, doch mit steigendem Alkoholpegel wird es schwerer. Für jeden fehlerhaften Eingriff müsst ihr nämlich trinken und die Hand wird in der Regel ja nicht gerade ruhiger, wenn ihr Alkohol im Blut habt.

4. Jenga

Bei diesem Spiel geht es um eine ruhige Hand und auch ein bisschen Glück. Ihr baut aus den Holzklötzen euren Jenga-Turm auf und versucht dann reihum je einen der Steine herauszuziehen ohne den Turm aus dem Gleichgewicht zu bringen. Der, bei dem der Turm fällt, muss trinken.

Verschärft: Bevor ihr den Turm aufbaut, beschriftet ihr die einzelnen Holzklötze mit Trinksprüchen. Beispiele wären „Euer linker Nachbar muss trinken“ oder „verteilt drei Shots an beliebige Mitspieler“. Da sind eurer Kreativität keine Grenzen gesetzt.

5. Karten- und Würfelspiele (Lügen Mäxchen)

Im Grunde könnt ihr jedes bekannte Karten- und Würfelspiel in ein Trinkspiel umfunktionieren. Eines, das besonders beliebt ist, ist „Lügen Mäxchen“.

Alles, was ihr dafür braucht, sind zwei Würfel, einen Würfelbecher und einen Bierdeckel oder etwas Ähnliches, um den Becher abzudecken. Jetzt geht es reihum.

Ihr würfelt. Die höhere Zahl des Wurfs interpretiert ihr als Zehnerstelle und die niedrigere als Einerstelle, zum Beispiel „3“ und „5“ ist „53“. Dadurch ergibt sich der Wert des Wurfs. Ziel des Spiels ist es den Wurf eures Vorgängers zu überbieten oder so gut zu lügen, dass es scheint, als hättet ihr in überboten.

Nachdem der Wert genannt wurde, entscheidet euer Sitznachbar, ob er euch glaubt (dann würfelt er weiter) oder er den Wurf aufdecken will. Habt ihr gelogen und es wird aufgedeckt, müsst ihr trinken. Habt ihr die Wahrheit gesagt, muss euer Sitznachbar trinken.

Ein Pasch überbietet dabei die Zehnerkombinationen. Die „21“ zählt am meisten. Wenn ihr sie würfelt, ruft ihr „Mäxchen“ und alle müssen trinken.

6. Plitsch-Platsch-Pinguin

Wir alle kennen noch das wackelige Pinguin-Spiel von früher – bei der Trinkspiel-Variante ändert sich an den Spielregeln fast gar nichts: Auf einen Tisch zwischen euch stellt ihr den instabilen Eisberg, also das Spielbrett. Dann platziert ihr nach einander die Pinguine auf den freien Flächen und balanciert den Eisberg bestmöglich aus. Wenn die Pinguine fallen, ist das Spiel vorbei und der Schuldige muss trinken.

7. Kroko-Doc

Als wir noch Kinder waren, sind wir jedes Mal zusammengeschreckt, als wir beim Herunterdrücken einen falschen Zahn erwischt haben und das Maul des Krokodils zugeschnappt hat. Zugegeben, heute zucken wir immer noch zusammen, aber statt das Spiel einfach wieder neu zu starten, wird erstmal einer getrunken.

8. Schiffe versenken

Diese Variante von „Schiffe versenken“ ist deutlich größer, als normal. Ihr braucht einen Pappkarton aus dem ihr zwei Spielfelder und eine Trennwand in der Mitte bastelt. Malt euch dann das klassische Raster auf beiden Seiten auf. Die einzelnen Felder sollten dabei groß genug sein, um ein Shot-Glas hinein zu stellen. Die stellen nämlich eure Schiffe dar.

Ihr spielt in Teams von zwei oder drei Personen. Überlegt euch vorher, wie viele Schiffe ihr aufstellen wollt. Es sollte eine Anzahl von 31 Shot-Gläsern pro Team nicht überschreiten.

Schiffe, die zur Auswahl stehen sind das Schlachtschiff (fünf Gläser), der Kreuzer (vier Gläser), der Zerstörer (drei Gläser) und das U-Boot (zwei Gläser). Es gelten die üblichen Regeln – also versenkt die Schiffe eurer Gegner. Jedes versenkte Glas muss getrunken werden.

Wir wünschen euch schon jetzt viel Spaß bei eurem nächsten Spieleabend. Welches Kinderspiel ist euer Favorit fürs Vorglühen?