Vor allem in Großstädten hört man immer wieder davon, dass das Wasser besonders "hart" ist. Aber was bedeutet das eigentlich? Und was können wir tun, damit unsere Haare trotzdem glänzen und nicht stumpf werden?

Kalkhaltiges Wasser bleibt überall haften

Ob das Wasser hart oder weich ist, kann man nicht fühlen. Vielmehr erkennt man es an zurückbleibenden Kalkresten in der Dusche oder dem Spülbecken. Da bleiben natürlich auch unsere Haare nicht verschont. Der Grund dafür ist eine erhöhte Menge an Calcium- und Magnesium-Ionen im Wasser. Die Mineralien bleiben an unseren Haaren haften und trocknen sie aus.

Stumpfes, glanzloses und klettiges Haar

Wenn eure Haare also klebrig und irgendwie nicht ganz sauber erscheinen, könnte Kalk der Grund dafür sein. Sie werden dann glanzlos und sehen stumpf aus – nicht unbedingt das, was wir uns von unseren Haaren wünschen.

Mit wenigen Tricks zurück zum Superhaar

Es gibt aber ein paar kleine Tricks, die uns dabei helfen können wieder seidig schimmernde, voluminöse Haare zu bekommen.

Trick 1: Die Essigrinse. Dabei handelt es sich um eine Art Nach-Spülung, die aus einer verdünnten Säure besteht und nicht wieder ausgewaschen wird. Dafür mischt ihr einfach einen Esslöffel Essig mit einem Liter Wasser und lasst die Mischung in eure Haare einwirken. Der säuerliche Geruch verfliegt in der Regel beim Trocknen wieder. Statt Essig könnt ihr auch Zitrone oder Tee verwenden.

Trick 2: Öl-Kuren. Etwa einmal pro Woche solltet ihr vor dem Schlafen gehen eine Öl-Kur machen, zum Beispiel mit Olivenöl. Das ist besonders reichhaltig. Etwas Öl in die Hände träufeln und gründlich einmassieren. Dabei am besten nicht nur den Ansatz, sondern auch die Längen und Spitzen behandeln. Lasst es über Nacht einwirken und wascht es am nächsten Morgen gründlich aus.

Trick 3: Wasserfilter. Sie sind teilweise sehr teuer, können aber ein guter Start sein. Mit einem Filter gelangt das kalkige Wasser nämlich gar nicht erst an eure Haare und kann somit auch keinen Schaden anrichten.

Trick 4: Das Shampoo. In der Regel massiert man mit dem Shampoo nur die Kopfhaut ein. Regelmäßig, wenn aber auch nicht immer, solltet ihr das Pflegemittel bis runter in die Spitzen kneten, um jegliche Rückstände besser auszuwaschen und eure Haare damit zusätzlich zu pflegen.

Um jetzt herauszufinden, wie hart euer Wasser ist, könnt ihr mal bei den Stadtwerken nachfragen oder euch einen pH-Wert-Teststreifen kaufen. Bei einem Wert von mehr als 14 °dH (deutsche Härte) spricht man von hartem Wasser. Bei weniger als 8,4°dH ist das Wasser weich und alles dazwischen zählt als "mittel".

Da unser Wasser hier auch ziemlich hart ist, gönnen wir unseren Haaren heute Abend erstmal eine schöne Öl-Kur!

Text: Jennifer Bik