- Bildquelle: Instagram/ Rebekah Gregory © Instagram/ Rebekah Gregory

Dramatische Szenen spielten sich am 15. April 2013 in Boston ab. Beim jährlichen Boston Marathon explodierten am Nachmittag im Bereich der Zielline zwei in Rucksäcken versteckte Sprengsätze. Drei Menschen wurden dabei getötet, 264 verletzt. Eine davon war Rebekah Gregory. Sie saß nur etwa einen Meter von der Bombe entfernt. Auf ihrem Schoß saß ihr Sohn. Die junge Frau wurde durch die Luft geschleudert und stark verletzt. Während ihr Sohn mit leichten Verletzungen davonkam, kämpfte Rebekah um ihr Leben!

Rebekah Gregory rennt den Boston Marathon mit nur einem Bein

"Es ist extrem emotional sich daran zu erinnern, wie es war blutend auf dem Bürgersteig zu liegen und zu überlegen, ob ich jemals das Lachen meines Kindes wiedersehen werde", erinnert sich Rebekah. Nach dem Anschlag lagen viele Monate im Krankenhaus vor ihr. In über 40 Operationen kämpften Ärzte um ihr Bein.

Im November 2014 entschied sie sich schließlich dafür, sich das linke Bein abnehmen zu lassen. Seitdem hat sie eine Prothese. Die Amputation war für die junge Frau ein großer Schritt. Mit einer Party nahm Rebekah Abschied von ihrem Bein, sie ging das letzte mal zur Pediküre und malte die Fußnägel an, wie sie in einem Interview verriet. Es sollte ein Neuanfang sein - ein Neuanfang mit nur einem Bein.

Rebekah Gregory will mit ihrem Schicksal anderen Leuten helfen

Zwei Jahre nach dem verhängnisvollen Anschlag kehrte sie an den Ort des Geschehens zurück und überquerte die Ziellinie beim Boston Marathon. "Das ist der Tag... an dem ich mein Leben zurückbekommen habe!", schreibt Rebekah Gregory stolz unter das Bild, das sie auf Facebook postete. Mit ihrer Prothese schaffte die US-Amerikanerin zwar nicht die komplette Strecke, aber immerhin die letzten fünfeinhalb Kilometer.

Mit ihrem Mann und ihrem Sohn lebt die Amerikanerin heute in Texas und arbeitet als Motivations-Coach. Mit ihrem Schicksal will sie andere ermutigen, nicht aufzugeben. Und das tut auch sie nicht: "Auch wenn ich noch nicht in der Lage bin, die 26,6 Meilen zu laufen ... bin ich trotzdem stärker", schreibt sie auf ihrer Facebook-Seite. Für die junge Frau ist noch lange nicht Schluss. "Das war nur der Anfang von noch vielen, vielen Meilen mehr!", verspricht sie ihren Fans!

Wir ziehen den Hut vor so viel Tapferkeit und Durchhaltevermögen und wünschen Rebekah weiterhin viel Mut!

Eine weitere starke Frau ist P!nk, die anderen Frauen ebenfalls Mut macht zu sich selbst zu stehen. Auch sehr emotional ist diese Geschichte: Eltern lassen sich Muttermal des Kindes tätowieren, damit es sich nicht ausgestoßen fühlt.

Text: Jessica Kuska