- Bildquelle: Frazer Harrison /AFP © Frazer Harrison /AFP

Im Fall um seine ermordete Ex-Freundin Ashley Ellerin muss Schauspieler Ashton Kutcher jetzt vor Gericht als Zeuge aussagen. Er ist einer von rund 200 Zeugen, die das Gericht im wieder aufgerollten Mordprozess um den sogenannten "Hollywood-Ripper" nochmals vorlädt. Ashton Kutcher soll nun vor Gericht vor allem den Todeszeitpunkt von Ashley klären.

Alte Wunden reißen wieder auf

Der Schauspieler sagte bereits im Jahr 2011 zu diesem Fall vor Gericht aus. Nun reißen die alten Wunden wahrscheinlich erneut auf. Der Tod der jungen Studentin Ellerin wird inzwischen mit einer Reihe weiterer Morde in Verbindung gebracht. Der mutmaßliche Mörder Gargiulo ist zum damaligen Zeitpunkt ein Nachbar von Ashley Ellerin. Erst einige Jahre später wird er Nach einem versuchten Mord festgenommen: Er soll mehrere Frauen mit einem Messer ermordet haben. Seine DNA-Spuren finden sich auch am Tatort von Ellerins Haus, wo auch die 21-Jährige brutal erstochen wurde. 

Fatale Verwechslung: Blut statt Rotwein

Zu Beginn des Jahres 2001 war Ashton Kutcher frisch verliebt in die 21-Jährige Studentin Ashley Ellerin. Am Abend des 21. Februar wollte er sich mit seiner Freundin auf einer After-Grammy-Party treffen, doch Ashton verspätete sich. Als er sie anruft und nicht ans Telefon geht, versucht er es noch einmal persönlich: Gegen 22:45 Uhr fuhr er deshalb zu ihrer Wohnung in Hollywood. Er klingelte, doch es rührte sich nichts. Durch das Fenster sah er eine rote Lache auf dem Fußboden. Er hielt die Flüssigkeit jedoch nur für verschütteten Rotwein. In der Annahme, seine Freundin sei wütend auf ihn und wolle ihn nicht sehen oder sei gar bereits ins Bett gegangen, fuhr Kutcher wieder davon.

Erst am nächsten Morgen fanden ihre Mitbewohner die Leiche der 21-Jährigen in ihrer Wohnung. Wie sich inzwischen rausgestellt hatte, war Kutchers Annahme eine fatale Verwechslung. Es handelte es sich bei der roten Flüssigkeit auf dem Boden um das Blut Ellerins. Die Spur zum Mörder verlor sich anschließend, bis zur Festnahme Gargiulos. 

Ellerins Vater erhebt schwere Vorwürfe

Ashton Kutcher zog sich daraufhin für einige Zeit aus der Öffentlichkeit zurück. Ellerins Vater macht dem Schauspieler schwere Vorwürfe: Kutcher habe den Mord eventuell verhinder können, wäre er pünktlich gewesen. Und hätte er nicht das Blut mit Rotwein verwechselt, hätte der Mörder nicht fliehen können.