Bereits 2006 war Keira Knightley mit nur 20 Jahren als Beste Hauptdarstellerin für den Oscar® nominiert, damals für die Literaturverfilmung "Stolz und Vorurteil". Dieses Jahr geht Keira als Beste Nebendarstellerin ins Rennen. Wir haben die britische Schauspielerin unter die Lupe genommen und zeigen euch, wie ihre Karriere bisher verlief.

Keira Knightley (29) war in allem immer etwas früher dran: Mit drei Jahren wusste sie, dass sie Schauspielerin werden will, ihren ersten Agenten bekam sie im Alter von sechs Jahren. Die erste Fernsehrolle folgte dann mit 12 Jahren. Sie wurde 1985 in London als Kind von "Film-Eltern" geboren – ihre Mutter ist Drehbuchautorin, ihr Vater Schauspieler. Mit 17 brach sie die Schule ab, um sich ganz der Schauspielerei zu widmen. Im selben Alter drehte sie auch die Teenager-Komödie "Kick It Like Beckham", die ein Überraschungserfolg wurde und Keira zu erstem Ruhm verhalf. Sie ergatterte ein Jahr später, 2003, die Rolle der Elizabeth Swann im ersten Teil der "Fluch der Karibik"-Reihe. Damit wurde Keira quasi über Nacht international bekannt.

Gute Figur in Historienfilmen

Wirklich beweisen konnte sie ihr Talent dann in der weiblichen Hauptrolle von "Stolz und Vorurteil". Ihre Darstellung der berühmten Romanfigur Elizabeth Bennett wurde von Kritikern gelobt und mit einer Oscar-Nominierung gewürdigt. Nach eigenen Aussagen hat Keira Knightley den Roman von Jane Austen schon als Kind geliebt. Der "Stolz und Vorurteil"-Regisseur Joe Wright war so begeistert von Keira, dass er sie auch für seine beiden nächsten Literaturverfilmungen, "Abbitte", sowie für den 2012 erschienenen Film "Anna Karenina", engagierte. Keira machte auch in weiteren Historienfilmen eine gute Figur, z.B. in "The Duchess" (2008) oder "Eine dunkle Begierde" (2011), an der Seite von Co-Star Michael Fassbender. Besonders überzeugend spielte sie stets das junge, kapriziöse Mädchen und wurde auch immer gern für diesen Figurentyp gecastet. Sie selbst beschreibt ihre bevorzugten Rollentypen als "neurotisch und gelehrt". Aber in letzter Zeit wechselt sie auch gerne zu entspannteren Charakteren und Drehbüchern, wie z.B. der Musikfilm "Can A Song Save Your Life?" (2013) oder "Laggies" (2014) beweist.

Zweite Oscarnominierung für "The Imitation Game"

Ihre zweite Oscarnominierung erhielt Keira Knightley vor wenigen Wochen für ihre Nebenrolle in "The Imitation Game". Dort spielt sie an der Seite von Benedict Cumberbatch, mit dem sie bereits für "Abbitte" zusammengearbeitet hatte, die hochintelligente Mathematikerin Joan Clarke. Diese arbeitet als einzige Frau in einem britischen Geheimteam, um eine komplexe Maschine zu entschlüsseln. Eine weibliche Wissenschaftlerin, die sich in einer Männerdomäne durchzusetzen weiß - in den 1940er Jahren eine echte Sensation. Keira selbst fasziniert dieser Teil der britischen Geschichte besonders, mit Mathe selbst kann sie aber nach eigener Aussage nichts anfangen. Obwohl der Film vor allem den schrulligen Hauptcharakter Alan Turing (Cumberbatch) in den Mittelpunkt stellt, konnte Keira mit ihrer Leistung punkten.

Sie tritt in der Kategorie Beste Nebendarstellerin u.a. gegen Emma Stone ("Birdman") und Patricia Arquette ("Boyhood") an, die ihr bereits den Golden Globe in der Kategorie Beste Nebendarstellerin streitig gemacht hat. Wir drücken Keira die Daumen, dass sich die Golden Globes dieses Jahr nicht als Stimmungsbarometer für die Oscars® auswirken!

Text: Sabine Friedrich

Am 22. Februar findet die große Filmnacht statt.  Die großen Favoriten gibt es hier für euch ! Ob wohl wieder ein paar Styling-Pannen auf dem roten Teppich zu sehen sein werden?  Keira Knightley ist bestimmt stilsicher wie immer.  Die Trailer zu den besten Filmen 2015 seht ihr hier .

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