Alle guten Dinge sind… fünf! 2015 soll es für Julianne Moore im fünften Anlauf endlich mit einem Oscar® klappen. Für das Drama "Still Alice" ist die Schauspielerin als Beste Hauptdarstellerin nominiert. Hier erfahrt ihr alles über die Meilensteine ihrer Karriere.

Julie Anne Smith wurde am 3. Dezember 1960 in Fayetteville, North Carolina geboren. 1979 machte sie ihren Abschluss an der American High School in Frankfurt am Main, vier Jahre später hatte sie ihren Bachelor vom College of Fine Arts der Boston University in der Tasche. Daraufhin zog Julianne nach New York, um Schauspielerin zu werden. Bei der Registrierung in der Screen Actors Guild ließ sie ihren Namen ändern, da ihr Geburtsname bereits in allen erdenklichen Schreibweisen vertreten war. Julianne kann in vielerlei Hinsicht als Spätzünderin bezeichnet werden: Schwimmen lernte sie erst mit 26 Jahren, ihren Führerschein machte sie mit 27. Und auch ihre Karriere kam erst mit Ende zwanzig ins Rollen.

Erste Achtungserfolge

Zunächst versuchte Julianne ihr Glück auf der Bühne. Nach Engagements in diversen Off-Broadway-Stücken folgte allerdings schon bald die erste TV-Rolle in der Soap-Opera "The Edge of Night". Für ihr dreijähriges Mitwirken in der Serie "As the World Turns" wurde sie mit einem Emmy® ausgezeichnet. Ihre erste Hauptrolle spielte die rothaarige Schauspielerin 1995 in Todd Haynes' Independent-Film "Safe". Von da an ging es steil bergauf: Julianne spielte in "Psycho" und "The Big Lebowski", ihre Darbietung in "Boogie Nights" bescherte ihr die erste Golden-Globe®- und Oscar®-Nominierung. Ob in "Magnolia" oder "The Hours" – vor allem in der Rolle der schwermütigen Frau machte Julianne eine gute Figur und wurde von Kritikern und Publikum gefeiert.

Weitere Rollen und Projekte

Zuletzt war Julianne Moore vermehrt in Blockbustern zu sehen. So spielte sie neben Liam Neeson im Action-Thriller Non-Stop und verkörpert in "Die Tribute von Panem" Alma Coin, die Präsidentin von Distrikt 13. Neben der Schauspielerei trat sie auch als Kinderbuch-Autorin in Erscheinung. Ihr Werk "Freckleface Strawberry", zu Deutsch "Sommersprossenfeuerkopf", erschien im Oktober 2007 und soll von ihrer eigenen Kindheit inspiriert sein.

Durchbricht sie ihr Oscar®-Pech?

Bei den Oscars® hatte Julianne Moore bislang wenig Glück. 2003 war sie sogar zweimal für einen der begehrten Goldjungen nominiert: Als Beste Nebendarstellerin in "The Hours" und als Beste Hauptdarstellerin in "Dem Himmel so fern". Beide Male ging sie leer aus. Das soll sich nun endlich ändern: Für ihren Part als Dr. Alice Howland in "Still Alice - Mein Leben ohne Gestern" geht sie als Beste Hauptdarstellerin einmal mehr ins Oscar®-Rennen. In dem Drama verkörpert die 54-Jährige an der Seite von Alec Baldwin, Kate Bosworth und Kristen Stewart eine Sprachwissenschaftlerin, die an einer seltenen Form von Alzheimer erkrankt. Orientierungslosigkeit, Wortfindungsstörungen und Erinnerungslücken bestimmen mehr und mehr ihr Leben und stellt den Familienalltag auf eine harte Probe. Betrachtet man den Golden Globe als Oscar®-Barometer, stehen Juliannes Chancen in diesem Jahr alles andere als schlecht. Einen goldenen Globus durfte sie für "Still Alice" nämlich bereits mit nach Hause nehmen. Hoffen wir, dass sich bald ein Goldjunge zu ihm gesellt.

Alle Nominierten bei den Oscars® 2015 gibt es hier . Schaut euch außerdem die Trailer zu den Kinokrachern 2015 an, mit dabei sind ist unter anderem "Die Entdeckung der Unendlichkeit" mit Oscar®-Anwärter Eddie Redmayne .

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