Meryl Streep, Emma Stone, Eva Longoria, Ellen Pompeo, Alyssa Milano, Shonda Rhimes – die Liste der "Time’s Up"-Bewegung ist lang und namenhaft. Sie alle haben ein Ziel: Frauen aus der Filmindustrie helfen, gegen sexuelle Übergriffe am Arbeitsplatz vorzugehen. Auch Frauen in weniger privilegierten Berufsgruppen sollen Schutz und Rechtshilfe nach sexuellen Angriffen bekommen.

13 Millionen Dollar für "Time's Up"-Initiative

Die Initiative nennt sich "Time's Up" ("Die Zeit ist um") und soll das Ende sexueller Belästigung markieren. Außerdem setzt sich die Hollywood-Damenriege auch für mehr Chancen-Gleichheit für Frauen in Agenturen und Studios ein. Die Aktion soll auch entsprechende Gesetze für Chancengleichheit und gegen sexuelle Übergriffe vorantreiben. Dafür wurden laut „New York Times“ bereits 13 Millionen Dollar Spenden gesammelt.

Am 1. Januar wurde ein offener Brief herausgegeben: „An jede Frau, die sich gegen ungewollte sexuelle Annäherungen ihres Chefs wehren musste, jede Haushälterin, die versuchte, einem aufdringlichen Gast zu entfliehen, jede Hausmeisterin, die nachts mit einem lüsternen Aufseher in einem Gebäude gefangen ist, jede Kellnerin, die von einem Gast begrapscht wurde [...]: Wir stehen hinter euch. Wir unterstützen euch.“ Doch auch Männer, die Opfer sexueller Übergriffe geworden sind, sollen Hilfe bekommen.

Neue Ära nach Weinstein-Skandal

Die Debatte um sexuelle Übergriffe entfachte weltweit, als zahlreiche mehr oder weniger prominente Frauen und auch Männer mit dem Hashtag #metoo auf das immer noch präsente Thema aufmerksam machten. Im Zuge der Bewegung kam auch der „Harvey Weinstein“-Skandal auf und auch Kevin Spacey ist ein bekannter Fall, in denen Männern sexuelle Belästigung vorgeworfen wird. Inzwischen wird in den USA in über 50 Fällen der sexuellen Belästigung in der Medienbranche ermittelt.

Vor über zwei Wochen wurde bereits eine Kommission gegründet, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, den Kampf gegen sexuellen Missbrauch in der Unterhaltungsbranche aufzunehmen und für "sicherere, gerechtere und gleichberechtigtere Arbeitsplätze" zu sorgen.

Als weiteres Zeichen der Solidarität gegenüber den Opfern sexueller Übergriffe werden viele Prominente bei den diesjährigen Golden Globes (7. Januar 2018) Schwarz tragen. 

Für mehr Informationen könnt ihr hier die offizielle Homepage der Initiative besuchen.

Text: Anja Kauffmann