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Ein prominentes Beispiel für eine gelungene Fernbeziehung war lange Zeit der portugiesische Fußballstar Christiano Ronaldo, der mehrere Jahre mit dem russischen Model Irina Shayk liiert gewesen ist. Und das über eine Distanz von über 5.700 Kilometern zwischen Madrid (Christiano) und New York (Irina). Die Distanz gab beiden das Gefühl von Freiheit, den nötigen Freiraum zur Verwirklichung ihrer Karrieren und dennoch genügend Zeit für den Genuss vertrauter Zweisamkeit.

Wladimir Klitschko fand sein Glück über eine Distanz von 9.000 Kilometer

Durch ein Wellenbad der Gefühle mit glücklichem Ende und einem Kind gingen der Boxer Wladimir Klitschko und die 32 Zentimeter kleinere Schauspielerin Hayden Panettiere. Zunächst schien ihre Liebe an der großen Distanz zwischen Hamburg und Los Angeles (rund 9.000 Kilometer) zu scheitern.  Doch die beiden gaben ihrer Liebe eine zweite Chance und sind heute ein glückliches Paar. Wichtigste Hilfsmittel bei der Fernbeziehung waren für Klitschko das Internet, Skype und sein Smartphone.

Endgültig getrennt haben sich hingegen offensichtlich nach mehreren Jahren Fernbeziehung über eine Distanz von 1.400 Kilometern Sängerin Nicole Scherzinger und Formel-Eins-Pilot Lewis Hamilton. Da beide als sehr temperamentvoll und zugleich ehrgeizig gelten, blieben leider manchmal auch die Gefühle auf der langen Strecke. Immerhin fand Scherzinger, dass die Distanz die Beziehung durchaus interessant gehalten habe.

Echte Meister der Fernbeziehung sind der ehemalige britische Fußballstar David Beckham und seine Frau Victoria Beckham, ein ehemaliges Spice Girl und später erfolgreiche Modedesignerin, die seit 1997 zusammen sind, seit 1999 sogar verheiratet. Beide waren gleichermaßen ehrgeizig und erfolgreich, was sie immer wieder räumlich weit voneinander trennte. Während Beckham zum Beispiel in Paris Fußball spielte, lebte Victoria mit den vier Kindern in London. Aus der Sicht von Victoria war es wohl gerade die Distanz, die ihre Ehe bis heute am Leben hielt, da nie Langeweile einkehrte – und wenn sie voneinander getrennt sind, haben auch beide nichts gegen einen spontanen Überraschungstrip, um gemeinsam für ein paar Tagein einem romantischen Luxushotel einzuchecken, einzuwenden.

Eine Fernbeziehung bietet beiden Partnern auch einige Chancen

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Ob Prominent oder Nicht-Prominent: Eine Fernbeziehung muss nicht nur aus dem Vermissen des Partners und dem Warten aufs nächste gemeinsame Wochenende bestehen, sondern bietet auch einige gute Seiten und Chancen. Eine wichtige Voraussetzung hierfür ist, die Gegebenheiten zu akzeptieren und nicht mit der räumlichen Trennung zu hadern. Beide sollten versuchen, das Beste aus der Situation zu machen und vor allem das gegenseitige Vertrauen aufrechterhalten.  Eifersüchteleien, Kontrollanrufe und ständige WhatsApp-Nachrichten können zerstörerisch auf die Fernbeziehung wirken.

Scheinbar widersprüchlich, aber sehr effektiv: Man sollte während einer Fernbeziehung versuchen Nähe zu seinem räumlich getrennten Partner aufzubauen und am Leben des anderen teilhaben. Zu einer Partnerschaft - ob auf Distanz oder nicht - gehören nun einmal Nähe und Intimität. Um diese Vertrautheit auch über viele Kilometer hinweg aufzubauen und zu erhalten, sollte man täglich Kontakt miteinander haben, ganz gleich über welches Medium. 

Am Wochenende zum Fernbeziehungspartner mit Bahn, Bus, Auto oder Flieger

Durchschnittlich leben Fernbeziehungspaare übrigens 650 Kilometer voneinander entfernt. Diese kann man auf unterschiedliche Weise mit dem eigenen Auto oder noch bequemer mit öffentlichen Verkehrsmitteln überbrücken. Am schnellsten kommt man zum Beispiel von Hamburg nach München mit dem Flugzeug (eine Stunde reine Flugzeit), gefolgt von der Bahn (sechs Stunden) und dem Bus. Das mit Abstand umweltfreundlichste und häufig auch günstigste Verkehrsmittel ist - gemessen am CO₂-Ausstoß pro Fahrgast – der Fernbus. Das Auto macht nach dem Flugzeug am meisten Dreck.

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Auch beim Preis liegt der Fernbus deutlich vorne und bietet zudem den Vorteil, sich nicht Wochen oder Monate auf einen Termin festlegen zu müssen, um ein Ticket zum einigermaßen attraktiven Preis zu ergattern. Mit der Bahn kostet die Fahrt von München nach Hamburg regulär mindestens 111,- Euro für die einfache Fahrt, wohingegen ein Platz im klimatisierten Bus mit WLAN schon für neun Euro zu haben ist.

In der Regel liegen die Busse auch besser im Zeitplan als die Bahn oder der Flieger. Auch beim Service haben die Busse für die Reise zum geliebten Partner einiges mehr zu bieten als andere Verkehrsmittel. Man wird persönlich an Bord begrüßt, das Gepäck wird für einen verstaut, die Sitze sind modern und bequem, die Reservierung ist meist ebenso im Fahrpreis enthalten wie das auch unterwegs recht schnelle WLAN.

Keine zu hohen Erwartungen stellen und das Leben auch allein genießen

Wenn man mit Bus, Bahn, Auto oder Flieger beim Partner angekommen ist, leidet die Harmonie oft schnell daran, dass man zu hohe Erwartungen an die gemeinsame Zeit hat. Besser verabschiedet man sich von übertriebenen Vorstellungen und sollte auch nicht versuchen, für das Wochenende vorab einen 24-Stunden-Aktivitätsplan zu erstellen. Stattdessen sollte man die gemeinsame Zeit gelassen und in Ruhe angehen und auch Probleme keinesfalls ausklammern.

Ein großer Vorteil der Fernbeziehung ist nicht nur für die Beckhams und Ronaldos dieser Welt die Möglichkeit sich ungestört auszuleben und das Leben nach eigenem Gusto zu genießen, ohne dass sich der Partner über das Fernsehprogramm, Überstunden im Büro oder Unordnung im Schlafzimmer aufregt. Paare, die sich nur am Wochenende oder noch seltener sehen, haben in der Zwischenzeit die Gelegenheit, sich ganz entspannt um Karriere, Freunde und ihre Hobbys zu kümmern. Man sollte die persönlich gewonnene Freizeit einer Distanzbeziehung also am besten auch dazu nutzen, sich selbst etwas Gutes zu tun, anstatt sie mit qualvoller Sehnsucht zu verschwenden.