- Bildquelle: STYLIGHT © STYLIGHT

Schon der französische Querdenker Marcel Achard wusste: „Die Mode ist eine charmante Tyrannei von kurzer Dauer.“ Während der Frühling in den Startlöchern steht und Daunenmäntel und Winterstiefel auf den Dachboden wandern, ist die Modewelt schon längst einen Schritt voraus. Auf den internationalen Modenschauen stellten Designer und Labels schon jetzt die Trends für den Herbst/Winter diesen Jahres vor. Newcomer, Modesünden und Großmeister Karl – das sind die Highlights der kommenden Saison.

>> Du willst immer über die aktuellen Trends informiert sein und liebst es, neue Styles auszuprobieren? Inspiration findest du hier in unserem Trend-Special!

Rock über Hose

80er-Jahre-Neon, Socken in Sandalen und bauchfreie Mini-Tops – der Siegeszug der Modesünden setzt sich auch im Herbst 2014 fort. Der neuste Schrei: Röcke über Hosen! Jahrelang ein No-Go machen Labels wie Fendi und Victoria Beckham den Look zum Trend-Highlight der neuen Saison. Klingt abenteuerlich? Ist es auch! Wer nicht über das Modegespür einer Kate Moss oder Cara Delevingne verfügt, der sollte sich an strenge Styling-Regeln halten. Die wichtigste Regel ist ganz klar: Niemals wahllos kombinieren, nur weil dieser Look gerade Trend ist. Weder Hose noch Rock dürfen zu eng sein – durch Lagen-Optik entstehen schöne Silhouetten, die luftig und locker sitzen müssen. Als Hosen-Ersatz eignen sich auch Leggings, wie diese Exemplare aus Leder. Alles andere schreit förmlich nach Modesünde!

 

Willkommen im Chanel-Supermarkt

Langsam wird es langweilig. Jede Saison denkt man, dass Karl Lagerfeld sich nicht noch einmal selbst übertreffen kann. Rodeo-Show in Dallas, fiktive Kunstausstellung – was soll da noch kommen? Bei der Paris Fashion Week setzte der Großmeister der Mode noch einen drauf. In einem riesigen Supermarkt mit Original Chanel-Produkten präsentiert das französische Label eine Kollektion, die sich von modernen Streetstyles und der Pop-Art-Kultur inspirieren lässt. Statt High Heels tragen die Models überwiegend Turnschuhe. Glitzerelemente und Metallic-Stoffe treffen auf Klassiker, die auch Coco Chanel gefallen hätten. Das i-Tüpfelchen der Show: Alle Produkte im Laufsteg-Supermarkt sind mit Chanel Logos und witzigen Anspielungen gelabelt. Von Haushaltsprodukten bis zum frischen Obst – der Chanel Supermarkt ist prall gefüllt.

Der Neue

Nicolas Ghesquière hat es nicht leicht. Als Louis Vuitton Nachfolger von Fashion-Liebling Marc Jacobs herrscht ein unglaublicher Druck auf dem als zurückhaltend geltenden Franzosen. Seine erste Herbst/Winter-Kollektion für das Multimillionen-Dollar-Unternehmen war ein voller Erfolg. Die schlichte Eleganz seiner Entwürfe überzeugte selbst Skeptiker. Der scheue Designer legt im Gegensatz zu Marc Jacobs zwar weniger Wert auf eine effektvolle Inszenierung, die 70er-Jahre-Looks strahlen aber auch ohne viel Pomp. Die Kollektion besteht aus viel Leder, sanften Brauntönen und Retro-Schnitten. Nicolas Ghesquière sorgt für neuen Schwung bei Louis Vuitton.

Von Mailand bis Paris, Cara Delevingne war wieder einmal das Lieblingsmodel aller großen Designer. Die absolute Adelung folgte kurz nach den Defilees. Karl Lagerfeld verglich die 21-Jährige mit Supermodel Kate Moss. Eine echte Ehre, wenn man bedenkt, wie Kaiser Karl er ein vernichtendes Urteil fällt. 

Teresa Harbeck: STYLIGHT

Teresa Harbeck arbeitet bei STYLIGHT als Modejournalistin. Sie freut sich jetzt erst einmal auf die ersten Sonnenstrahlen und die Frühjahrsmode. Die coolen Sneakers aus der Chanel Show hätte sie allerdings schon gerne jetzt. 

Chanel, Louis Vuitton oder No-Name? Legst du wert auf die Marke? Verrate uns deine Meinung in den Kommentaren!