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Das letzte Mal Rock am Ring, die Sonne brennt – vom berühmt berüchtigten Ringwetter (einem Mix aus Regen und Matsch) keine Spur. Dabei hat die deutsche Festival-Realität oft wenig mit den jährlich erscheinenden Bildern aus Coachella am Hut, die uns weiß machen wollen, dass Festival auch immer Shorts, Sonnenbrand und Bikini bedeutet. Hierzulande heißt es oft Schlamm, Sturm und überlaufende Dixie-Klos. Dieser Guide liefert dir den perfekten Festival-Look für jedes Wetter.

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Hitzewelle – 30 Grad, kein Schatten

Zunächst ist die Freude groß, der Wetterbericht verspricht bestes Festivalwetter,  30 Grad und keine Wolke am Himmel. Erst in der feiernden Menge wird einem bewusst, so wirklich ideal ist das jetzt auch nicht. Das deutsche Mecker-Gen meldet sich zu Wort. Die Kleidung klebt am Körper, der Sonnenbrand wirft erste Blasen und der Alkohol sorgt mit der Hitze für einen wahrhaft toxischen Rausch.

Was tragen? Dieses Festivalwetter verlangt mindestens genauso viel Vorbereitung wie das Festival im Schlamm. Eine Kopfbedeckung ist unerlässlich, sonst droht nicht nur ein kleiner Schwindel, sondern ein gefährlicher Sonnenstich. Ein Strohhut sieht cool aus und tut seinen Dienst. Auf Hip-Hop-Festivals kann man natürlich auch alternativ Cap tragen. Ein Bikini ist bei der Hitze oft die erste Wahl. Je mehr Haut man zeigt, desto besser muss man sich aber eincremen. Eine gute Alternative: Ein zartes Seidentop, das nicht klebt, vor der Sonne schützt, und sexy aussieht.

Bei diesem Wetter geht nichts ohne…Sneakers, denn auch bei 30 Grad will man sich seine Füße nicht zertrampeln lassen – Sandalen haben immer Festival-Verbot.

Ideales Festivalwetter – 15 Grad, Wolken

Wie jetzt ideales Festivalwetter? Ja, richtig gehört! Ein paar Wolken am Himmel schaden beim Festival-Besuch nicht, solange es nicht regnet. Ein leichter Wind verschafft Abkühlung in den Menschenmassen. Zwar kann man hier nicht wie die Promis in der kalifornischen Wüste im Bikini aufwarten, ansonsten ist aber modisch viel möglich.

Was tragen? Hier kann man sich klamottentechnisch ausleben. Die klassische Rockstar-Kombi in Supermodel-Manier geht immer. Schwarze hochgeschnittene Skinny-Jeans in Used Optik, Bandshirt (zum Beispiel als Crop Top) Biker Boots und eine coole Lederjacke. Original wird der Style mit runder Sonnenbrille und einem Hut. Bei diesem Wetter sollte man trotzdem einen Regenponcho mitnehmen. Statt Gummistiefel reichen aber Chucks, die ultimativen Festival-Schuhe.

Bei diesem Wetter geht nichts ohne…einen dünnen Schal. Einfach um die Tasche gebunden ist er sicher verstaut, solange man ihn nicht braucht. Er schützt bei Nieselregen, Wind und dem erstem Halskratzen nach einer durchzechten Festival-Nacht.

Der Wetter-Super-Gau – Sturm, Schlamm und Platzregen

Ruhe bewahren! Wer sich auf das Abenteuer Festival einlässt, muss mit miesem Wetter rechnen – zumindest in unseren Breitengraden. Wenn das Zelt trotz Sturmböen sicher steht, geht es an die Schadensbegrenzung in Sachen Styling. Funktionalität ist hier wichtiger als irgendwelche Trends.

Was tragen? Der Regenponcho hat jetzt seinen großen Auftritt. Am besten trägt man ihn aber unter einer regulären Regenjacke. Ja richtig gehört, drunter. So kommt kein Tropfen durch – dank doppelter wasserabweisender Wirkung. Gummistiefel sind ebenso unerlässlich. Am besten am Schaft mit Klebeband abkleben (gehört in jede Festival-Ausstattung) sonst regnet es hinein und man bekommt nasse Füße. Wer trotzdem stylisch sein will, der trägt einen Regenponcho mit angesagtem Ethnomuster. So bringt man ein bisschen Farbe in den wettergrauen Festival-Alltag.

Bei diesem Wetter geht nichts ohne…Müllsäcke. Die kann man mit etwas Tape zum ultimativen Regenoutfit umfunktionieren. Styling Faktor gleich null – dieses Outfit hält aber auch Schlamm-Attacken stand.

Metal oder Electro? Die Wahl des richtigen Festivals ist ebenso entscheidend, wie die richtige Garderobe. Schließlich hängt der Style auch von der Musikrichtung ab. In diesem Guide findet man alle Infos rund ums Thema Festival – von Styling Tipps per Musikgenre bis hin zur idealen Ausstattung. 

Teresa Harbeck: STYLIGHT

Teresa Harbeck arbeitet bei STYLIGHT als Modejournalistin. Sie ist eine passionierte Festivalgängerin. Allerdings hat sie das Zelten auf dem Gelände aufgegeben, seit sie beim Southside Festival 2011 ein Sturm überraschte und ihre Habseligkeiten im Schlamm untergingen. Teresa schläft jetzt in Pensionen und macht sich damit unbeliebt auf dem Campingplatz. Der Vorwurf: Sie sei ein Luxus-Festival-Gänger. Teresa kann damit leben!

Was ist dein ultimativer Festival-Tipp? Ohne welches Kleidungsstück kannst du kein Festival überstehen?