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Es war ausgesprochen schlicht geschnitten, betonte keine Körperform mehr als andere, verlieh mir seiner schwarzen Farbe Eleganz und Ausstrahlung. Das kleine Schwarze schlug ein wie eine Bombe! Cocos Modell wird 1926 auf Illustrationen und Bildern in der Vogue veröffentlicht und bald als beliebtes Kleidungsstück vieler Stars bekannt. Vom Art-déco-Stil geprägt und mit den neuen Schnitten der Garçonne-Mode setzt es einen ganz neuen Trend. "Ein kleines Schwarzes Kleid, das ist etwas Diffizieles"“, sagte Coco, die auf der Suche nach schlichten Kleidern mit klarer Linie war. Ein voller Erfolg!

Das Must Have in jeder Garderobe

Der Ursprung zum kleinen Schwarzen rührt wohl von der Trauerkleidung her, die Witwen nach dem Tod des Mannes für mindestens ein Jahr tragen mussten. Schwarze, schlichte Kleider ohne Schmuck und Accessoires gehörten gesellschaftlich zum guten Ton. Besonders in der Nachkriegszeit zu Beginn der 1920er-Jahre trugen sehr viele Frauen schwarze Kleidung. Auch wenn es nicht eindeutig bewiesen werden kann, ob Chanel das kleine Schwarze erfand, so kann man ihr dennoch den Erfolg zuschreiben, dieses Kleid populär gemacht zu haben. Den vollen Durchbruch erhält das kleine Schwarze dann in den 1960er Jahren durch den Film "Frühstück bei Tiffany". Audrey Hepburn in der Rolle der Holly Golightly trägt ein von Hubert de Givenchy entworfenes Kleid.

Audrey wird zur Stil Ikone

Als der Film 1961 in die Kinos kommt, kopieren Millionen von Frauen den neuen Look. Kombiniert mit Perlenketten und Hochsteckfrisur zählt es heute zu einem der beliebtesten Outfits – nicht nur für die Cocktailparty. Das kleine Schwarze ist immer schmal geschnitten und höchstens knielang. Ein weiterer Vorteil neben der Eleganz ist die schlankmachende Farbe Schwarz. Einzelne farbliche Akzente können gesetzt werden, ganz schlicht wirkt dieses Kleid aber ebenso. Ob mit kurzen Ärmeln oder ohne, hoch geschlossen oder mit tiefem Ausschnitt, das kleine Schwarze wird in jeder Saison neu interpretiert und dem aktuellen Zeitgeist angepasst.

Text: Elisa Gianna Gerlach