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Plus-Size-Models erobern Laufstege und Magazin-Cover und echte Power-Frauen zeigen, dass man auch mit weiblichen Kurven unschlagbar sexy sein kann. 

Marilyn Monroe hat in Kleidergröße 42 Geschichte geschrieben und Oprah Winfrey Millionen verdient. Trotzdem galt lange: Auf das Titelbild der Vogue schafft es nur, wer Herzhaftes durch Kalorienarmes ersetzt und in das gängige Size-Zero-Klischee passt. Doch die mageren Zeiten sind vorbei. Hier erfährst du alles zum neuen Kurven-Trend, Styling-Tipps für weibliche Formen und die inspirierendsten Plus-Size-Blogs.

Verkehrte Welt – 32 ist die neue 36

„Plus-Size-Model“ Kate Upton zierte im Juni 2013 erstmals das Cover der US-Vogue und sorgte für einen kleinen Mode-Skandal. Die ausgehungerte Fashionwelt war sich einig: Kate Upton ist zu viel für die Vogue – zu viel Oberweite, zu viel Hüften, zu viel Frau. Doch Chefredakteurin Anna Wintour setzte sich durch und machte die 21-Jährige zum Titelstar. Der eigentliche Skandal aber ist ein anderer: Nämlich das „Plus Size“ vor der Bezeichnung Model. Upton trägt Kleidergröße 36/38, ist eine gesunde junge Frau mit ordentlich Holz vor der Hütte und weiblichen Kurven. Damit gilt sie in der Branche als Übergröße und wird obendrein auch noch für ihr Gewicht kritisiert. 

Dabei beginnt das momentane Schönheitsideal zu bröckeln. Schauspielerin Lena Dunham und Sängerin Adele wehren sich gegen den Magerwahn. Sich wegen ein paar Kilos zu viel auf den Hüften den Genuß verderben zu lassen, kommt für sie nicht in Frage. Und auch „normalsterbliche“ Frauen auf der Straße stehen immer mehr zu ihren Kurven. Der Plus-Size Trend ist also nicht aufzuhalten!

Mit der richtigen Mode betont man Vorzüge und kaschiert Problemzonen. Fünf Tipps für Frauen mit Stil, die Wohlfühl, statt Untergewicht haben. So stylt man den Plus-Size-Trend richtig:

Tipp 1: Mad Men im Büro

Frauen mit Rundungen tendieren dazu diese zu verstecken, statt sie modisch richtig in Szene zu setzen. Nur Mut! Christina Hendricks, der Kurvenstar der Kultserie „Mad Men“ ist nicht dadurch berühmt geworden, dass sie ihre Sexbomben-Figur unter einer Zeltplane versteckt hat! Stattdessen im Büro im Christina-Hendricks-Look die Taille betonen, zum Beispiel durch einen breiten Gürtel. Dazu eine weich-fallende Seidenbluse und einen knielangen Bleistiftrock – fertig ist der 60ies-Büro-Look.

Tipp 2: Hoch hinaus 

High-Heels machen lange Beine, das ist kein Geheimnis. Außerdem sorgen sie für Extra-Hüftschwung und Sexappeal. Hier sind Frauen mit Format klar im Vorteil. Allerdings muss auf den Absatz geachtet werden. Dieser sollte nicht zu klobig sein und auch Wedges machen oft trotz Höhe dickere Beine. Am besten geeignet sind dünne Stöckel!

Tipp 3: Nicht übertreiben!

Gerade wer mit viel Dekolleté und Hintern ausgestattet ist, muss darauf achten nicht obszön zu wirken. Ein leicht dekolletiertes Top wird durch einen eleganten Kimono entschärft. Der knallenge Minirock wird durch einen weich fließenden Rock ersetzt. Gerne auch nur bis zum Knie. Gerade Midi-Röcke sind wahre Figurkiller: Also lieber auf die kurze Variante setzen. Strumpfhosen sind sowieso Pflicht, egal ob Rubens- oder Streichholzfigur!

Tipp 4: Shapewear einsetzen

Schon die Diven der 50er Jahre wussten, wer toll aussehen will, darf auch mal schummeln. Damals galten Miederhöschen und Co als absolut angesagt. Heute ist Shapewear wieder zurück und sexy wie nie. Unter einem figurbetonten Dress kann ein Bauch-Weg-Höschen Wunder wirken. Dabei gehen Rundungen nicht verloren sondern, wirken plötzlich straffer und praller. Marilyn Monroe wäre von der Shapewear begeistert!

Tipp 5: Der goldene Schnitt

Proportionen sind das A und O ganz egal bei welcher Figur. Wer besonders klein ist, legt den Fokus auf die Taille. Dadurch wirkt man gleich ein paar Zentimeter größer. No-Go: Shirtkleider und Leggings. Bei großen Frauen ein Highlight, wirken sie bei Frauen unter 1.60m wie Nachthemden. Es gilt, wie in der Kunst auch, der goldene Schnitt. Statt mit zwei Blöcken zu arbeiten, zum Beispiel einer Marlenehose und einer weiten Tunika lieber etwas reduzieren und die Hose mit einem körperbetonten Top kombinieren. Das wirkt harmonischer und kommt auch beim anderen Geschlecht besser an. Wie richtiges Styling in großen Größen funktioniert, kann man sich von den folgenden Bloggerinnen mit Format abschauen:

Große Größe, großer Fashionverstand

Für einen tollen Look und eine Leidenschaft für Mode benötigt man nicht unbedingt Kleidergröße 36. Viele Bloggerinnen haben mit Tipps zum Plus-Size-Trend großen Erfolg. Das beste Beispiel dafür ist Bloggerin Luciana Schmidt. Ihren Blog „Lu zieht an“ besuchen täglich über 3000 Leser, viele davon mit demselben „Problem“ wie Luciana selbst – sie tragen Übergröße. Luciana zeigt ihren Lesern nicht nur jede Menge hilfreicher Pflege und Beauty-Tipps sondern auch, wie man elegant und stylisch aussieht. Ihr Look: Selbstbewusst! Schließlich weiß Luciana, dass sie sich nicht schämen muss. So sieht das auch Alegra Schminke von „Dollface is candysweet“

Die Studentin legt wert auf ihr Aussehen, auch in Kleidergröße 44/46. Ihre Outfits: Feminine Kleider zu ihrer heißgeliebten Nerd-Brille und Vintage-Looks. In ihrem Blog kann man Alegra bei ihren Abenteuern begleiten, ob zu Besuch bei Designerin Anja Gockel oder beim Plus-Size-Fotoshooting – ihre Kilos halten Alegra Schminke auch in beruflicher Hinsicht auf Trap. 

Oft wird im Zusammenhang mit weiblichen Rundungen von „echten Frauen“ gesprochen. Das ist natürlich Quatsch! Auch eine schlanke Frau ist „echt“. Es kommt darauf an gesund zu sein und sich wohlzufühlen egal, ob mit androgyner oder vollweiblicher Figur. Toleranz ist gefordert und ein kritischerer Blick auf Schönheit – auf Charme und Charisma statt auf Klischees und Knochen.

Was hältst du vom Plus-Size Trend? Welche Tipps fehlen noch? Sag es uns in den Kommentaren!

Teresa Harbeck

Teresa Harbeck arbeitet für die Fashion-Community STYLIGHT. Sie selbst trägt Kleidergröße 38 und fühlt sich pudelwohl in ihrem Körper. Natürlich hat auch sie schon einmal eine Diät gemacht, mit dem Ergebnis, dass ihr jetzt ihr geliebtes Tiramisu noch besser schmeckt.