- Bildquelle: Jörg Kressig © Jörg Kressig

Das Video für die neue Single von Vincent Gross, „Hautnah“, ist ein gut gezielter Stich ins Herz. Der Titeltrack des neuen Albums des Schlager-Newcomers ist nämlich eine Hymne auf den einen Menschen, den man wirklich liebt und dem man vertraut. Was in unseren besonderen Pandemie-Zeiten heißt: den einen Menschen, den man wirklich „Hautnah“ ranlässt und ranlassen darf. Ob dieser Gedanke beim Songwriting schon mitschwang, wenn Vincent Gross singt: „Fass mir an die Stirn, wenn ich glaub ich werd‘ krank, du schaust mich nur kurz an, nimmst mir jede Angst“? Vermutlich ein Zufall – aber irgendwie verstärken solche Gedanken noch die Wirkung dieser musikalischen Liebeserklärung. Auch das Video funktioniert in dieser Hinsicht besonders gut, denn während andere Schlager-Videos oft wie verfilmte Postkarten wirken, stimmt in diesem Clip die Chemie zwischen Vincent Gross und seiner Drehpartnerin. Die beiden wirken tatsächlich wie ein glückliches Pärchen, das die Tage am liebsten Haut an Haut oder durch die gemeinsame Lockdown-Wohnung tollend verbringt. 

Seit seinem zweiten Album „Möwengold“, das 2018 auf Platz 11 der offiziellen deutschen

Charts einstieg, gehört Vincent Gross zu den erfolgreichsten Newcomern des deutschen Schlagers. Mit dem neuen Album „Hautnah“ könnte er sich nun als feste Größe etablieren. Denn Vincent Gross hat alles, was es dazu braucht: Er hat die „good looks“, mit denen man einerseits junge Fans in die Schlagerwelt locken kann, andererseits aber auch Schwiergermuttis Herz zum Schmelzen bringt. Er hat die Professionalität, die es auf der Bühne und im Presse-Umgang braucht – und er hat vor allem einen Sound gefunden, der eine solide Brücke schlägt zwischen Schlager und zeitgemäßem Charts-Pop. 

„Schuld“ daran ist das schwedische Produzenten-Duo Frederik Boström und Pontus Söderquist, das sich Vincent Gross für sein Album gewünscht hatte. Denn er wollte von Anfang an für seine erste Platte bei seinem neuem Label Telamo einen Sound finden, zu dem Alt und Jung tanzen können. Über die Zusammenarbeit sagt Gross: „Ich bin echt glücklich, dass sich meine Plattenfirma darauf eingelassen hat – ich liebe den Sound der beiden Schweden über alles!“ 

Eine gute Wahl, denn Boström und Söderquist vermischen eingängige Schlager-Mitklatsch-Rhythmen mit Wendungen, Bässen und Synths, die man sonst eher im Dance-Pop oder gar im EDM findet. Eigentlich eine gewagte Kombi – wenn man sie allerdings so gut abgeschmeckt serviert wie Vincent Gross und sie mit seinem strahlenden, fast blendenden Lächeln an den Tisch bringt, dann schmeckt sie einem Publikum von 14 bis 64.

Das offizielle Video