- Bildquelle: Antoine Melis © Antoine Melis

„Tumult“. So heißt das neue Album von Herbert Grönemeyer, das im November erscheint. Tumult: Das ist Herbert Grönemeyers Wort für den Zustand, in dem sich unsere Gesellschaft befindet. Es ist eine nervöse, eine unruhige Zeit. Viele Gewissheiten schwinden; und vieles von dem, was uns einst sicher und selbstverständlich erschien, wird in Frage gestellt. Wie wollen wir leben? Was können wir tun, damit wieder Hoffnung herrscht und nicht Hass? Wie verteidigen wir unsere Freiheit gegen ihre Verächter? Wie stehen wir zu uns selbst in einer Gegenwart, in der sich so viele verbiegen und ihr Menschsein verleugnen? Wie kommen wir miteinander aus?

„Tumult“ ist Herbert Grönemeyers fünfzehntes Album. Vier Jahre haben wir auf neue Musik von ihm warten müssen. Aber das Warten hat sich gelohnt: „Tumult“ ist ein Höhepunkt in der 40-jährigen Karriere dieses singulären Künstlers. Ein absolut gegenwärtiges, hoch politisches Werk. Ein Werk, das die Lage beschreibt, in der wir leben; ein Werk, das Wort und Klang für die Stimmung findet, die uns alle ergriffen hat und in Sorge versetzt. Und es ist ein Werk, das uns Mut macht. „Tumult“: Das ist Musik zur Zeit.

„Doppelherz / İki Gönlüm“ heißt die zweite Single. In diesem Lied singt Herbert Grönemeyer mit dem Berliner R’n’B-Sänger BRKN – er heißt eigentlich Andac Berkan Akbiyik – über die Heimat – über diesen Ort, den alle Menschen brauchen und nach dem alle Menschen sich sehnen. Aber wenn Herbert Grönemeyer von Heimat singt, dann singt er nicht davon, dass man sie vor Fremden beschützen muss. Heimat ist für ihn der Ort, an dem wir uns gegenseitig Schutz bieten. Und Heimat gibt es für ihn nur im Plural. „In jedem schlägt ein Doppelherz / einmal hier und dann da zuhause“, singt er auf Deutsch und auf Türkisch: in der Sprache seiner Heimat und in der Sprache derjenigen, die dort, wo er herkommt, ihre eigene Heimat gefunden haben.

Das neue Album „Tumult“ erscheint am 09. November 2018.

Doppelherz