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Nicht vom Tellerwäscher zum Millionär, sondern vom KFZ-Mechatroniker zum „James Dean des Schlagers“: Das ist der Weg von Eric Philippi aus dem Saarland. Der junge Mann nahm 2015 beim Newcomer-Wettbewerb des Saarländischen Runfunks / Radio Salü teil und gewann. Trotzdem wollte Eric erstmal einen Beruf erlernen und begann neben ersten Aufritten auch eine Lehre in einer Autowerkstatt. Als Eric bei seinem Chef auf dem 60. Geburtstag spielte und daraus ein gut einstündiges Konzert mit Klavier und Gesang wurde, das alle Anwesenden fesselte, sagte sein Chef am nächsten Arbeitstag zu ihm: „Du gehörst nicht unter die Hebebühne, sondern auf die Showbühne!“ Er bot Eric an, die Lehre ruhen zu zu lassen, damit dieser sich auf seine Musikerkarriere konzentrieren kann und versprach, beim ersten großen Konzert in der ersten Reihe zu sitzen. Leider konnte sein Chef dieses Versprechen nicht mehr einlösen, da er plötzlich verstarb – und nun in Eric Philippis Hommage „Zeit zu gehen“ auf diesem Album weiterlebt.

Eric Philippi ist kürzlich mal als „James Dean des Schlagers“ bezeichnet worden und dieser Vergleich kommt nicht von ungefähr. Für den deutschen Schlager bringt Eric eine Coolness, eine spitzbübische Männlichkeit, aber auch eine unverstellte, emotionale Offenheit mit, die durchaus an den früh verstorbenen Kinohelden erinnert.

Musikalisch bleibt Eric dabei stets zwischen Schlager und Pop. Mal setzt er auf gezielte Gänsehautmomente wie in „Komm ich zurück“, das er seinen ältesten Freunden widmet. Dann wieder drückt er auf die Tanztube, wie im Opener „Ticket ins Abenteuer“, das seine Fans anfeuert mit den Worten: „… heute Nacht geht es los!“. Das Titelstück „Schockverliebt“ wiederum taugt auch zur Stadionhymne – und bringt Eric Philippis Reibeisenstimme perfekt zur Geltung. Die dann aber auch wieder nachdenklich klingen kann, wenn Eric zu „100.000 Lügen“ auf Hammond-Orgel und Folkgittare über Ehrlichkeit und Treue sinniert. Ein echtes Highlight, das die Grandezza und das Storytelling eine Udo Jürgens atmet, ist das Stück „Las Vegas“ über Erics verstorbenen Großonkel. Eric erklärt dazu: „Er war ein absolut herzlicher Mensch, der sein Geld über Jahre hinweg beim Poker oder in Casinos immer mal wieder verprasst hat. Er kam aus schwierigen Verhältnissen und hat immer davon gesprochen, dass sein größter Traum 'Las Vegas' sei – leider hat er es dorthin aber nie geschafft! Mit dem Song wollte ich ihm diesen großen Traum einmal, zumindest musikalisch, erfüllen!“

Die Herkunft seiner musikalischen Einflüsse ist ebenfalls in seiner Familie zu finden: „Bei uns gab es keine Familienfeier ohne die Musik von Künstlern wie Udo Jürgens, Howard Carpendale oder Helene Fischer. Ich verbinde damit unglaublich schöne Erinnerungen und habe damals schon bewundert, wie Schlager die Menschen zusammenkommen lässt. Daran möchte ich jetzt mit meinen eigenen Songs anknüpfen.“ Das dürfte ihm mit diesem Album gelingen.

Das offizielle Video