- Bildquelle: Marc Theis © Marc Theis

Gute Nachrichten für alle „Rock Believer“ und Scorpions-Anhänger: Die wohl international erfolgreichste Rockband Hannovers hat die Pandemie-Zeit im Studio genutzt und satte 16 neue Songs geschrieben. Klaus Meine, Frontmann und Sänger der Band, erklärt die Stoßrichtung des Albums so: „Mit den neuen Songs gehen wir zurück zu unseren Wurzeln. Wir wollten einfach die originale Scorpions-DNA reaktivieren. Tolle Riffs, starke Melodien.“ Man habe versucht, „das Live-Feeling ins Studio zu transponieren, indem wir endlich wieder einmal alle in einem Raum spielen. Dass wir jetzt Mikkey Dee in der Band haben, war wie ein Schuss frischer Energie und machte einfach viel Spaß.“ Der ehemalige Drummer der Band Motörhead, welche mit dem Tod des Bassisten Lemmy Kilmister aufgelöst wurde, ist seit 2016 Mitglied der Band und wird auch bei den Konzerten im nächsten Jahr auf der Bühne stehen. Denn das ist die zweite gute Nachricht für Scorpions-Fans: Im März und April 2022 wird die Band im „Planet Hollywood Resorts & Casino“ in Las Vegas im Rahmen ihrer Residency gastieren. Daran anschließend startet dann die Europa-Tour mit Konzerten im Juni 2022 in Deutschland, bevor sie dann den Rest der Welt bereisen werden, wo sie von Russland über Japan bis Brasilien zahlreiche darbende Fans haben.

„Rock Believer“ wurde von der Band gemeinsam mit Hans-Martin Buff produziert – und zwar in ihrem Heimathafen Hannover, in den renommierten „Peppermint Studios“. Klaus Meine sagt dazu: „Wir haben als Band alle zusammen in einem Raum gespielt und die Songs aufgenommen – genau so, wie wir es damals in den 80er-Jahren gemacht haben.“ Trotzdem gab es diesmal spannende Änderungen im Entstehungsprozess des ersten Studioalbums seit dem 2015er Werk „Return To Forever“. Zum einen war es die erste Studioaufnahme, an der Mikkey Dee beteiligt war. Aber noch etwas anderes hatte sich geändert, wie Gitarrist Rudolf Schenker erklärt: „Zum ersten Mal hatte ich die Texte von Klaus bekommen, um dazu Musik zu komponieren“, sagt Rudolf Schenker. „Sonst war es immer andersherum, zuerst die Musik, dann kam der Text.“ Rudolf Schenker saß allein in seinem Auto, wenn er nach und nach die Texte abhörte, während er durch die Straßen fuhr. „Ich hatte sofort Ideen für die Kompositionen, die Worte fingen regelrecht zu strahlen an.“ Es wurde dann am Ende ein Album mit einem oft harten, dunklen Sound. „Wir haben uns im Grunde genommen auf ganz wenige Balladen wie zum Beispiel „When You Know (Where You Come From)“ verständigt“, ergänzt Leadgitarrist Matthias Jabs, vom dem die Songs „Hot And Cold“und „Crossing Borders“ stammen.

So wundert es also nicht, dass die schon samt Video veröffentlichte Single „Peacemaker“ ein derber Rock-Kracher ist. „The evil monster is still alive / Even after all this time / It’s been written in the stars / Forever love, stop the war / Peacemaker peacemaker, Bury the undertaker“, singt Klaus Meine darin über vorpreschende Dee-Drums und diese hymnischen Gitarren, die die Scorpions auszeichnen. Klaus Meine erklärt den Song so: „Ich habe mit Worten gespielt. Peacemaker bury the undertaker … was soll das bedeuten? In Zeiten, in denen so viele Menschen an der Pandemie, an verheerenden Kriegen und anderen sinnlosen Verbrechen sterben, scheint es, als würde der Bestatter Überstunden machen. In einer friedlichen Welt nach Covid sollte der Friedensstifter regieren.“ Eine Forderung, die wir nur zu gerne unterschreiben.

Das offizielle Video