- Bildquelle: Anja Behrens © Anja Behrens

Ein Blick auf die nackten Zahlen zeigt schon, dass die Musikerinnen-Karriere dieser jungen Frau aus Mecklenburg-Vorpommern klargehen könnte: Anastasia Rose, was natürlich ein Künstlerinnen-Name ist, hat über 100.000 Follower*innen bei Twitch und im Schnitt 20.000 Zuschauer*innen per Live-Stream. Sie hat bei TikTok über 160.000 Follower*innen und on top auch noch bei Instagram 43K, die ihre Postings und Stories verfolgen. Was die Sache aber rund macht: Sie ist bei all dem schon eine sehr erfolgreiche DJane, Produzentin und neuerdings eben auch Sängerin. Man hat es bei ihr also mitnichten mit einer Influencerin zu tun, die nun mal mit einer Single Cash machen will. Sondern eher mit einer etablierten Musikmacherin, die nun eben auch mal eine Single macht.

Ihr erstes Live-Set spielt Anastasia dabei erst im Jahr 2018. Seitdem haut sie ihrem Publikum stets einen knallharten Mix aus EDM, Deephouse und Hardstyle um die Ohren. Sie spielte eigene Gigs, wärmte das Publikum von Gestört aber Geil auf, bespielte die Mainstage beim Baltic Spring Break, hatte Sets in Bali und in Malaysia. Als das Live-Spielen in Pandemie-Zeiten nicht möglich war, konzentrierte sie sich voll auf ihre Twitch-Aktivitäten und war dort eine Weile weltweit auf Platz 2 unter den Musikstreamerinnen, mit sechs Millionen Minuten Watchtime im Monat.

Ihre Debüt-Solo-Single hat Anastasie Rose nun perfekt getimed: „Hallo ihr Kinder“ ist der Song, den man pumpen sollte, bevor man Süßes oder Saures einfordert, die Scream-Maske aufsetzt, oder das Hexenkleid für Halloween aus dem Schrank holt. Schon auf dem Single-Cover sieht man Anastasia Rose als verführerische Zombie-Hexe. Der Song beginnt ähnlich gruselig: Anastasia singt mit gepitchter Stimme über eine Musik, die direkt aus einem Tim Burton-Film heraus geweht klingt. Sie lockt: „Hallo, ihr Kinder. Kommt in mein Häuschen. Hier gibt es Süßes. Oder auch Saures.“ Nach gut 40 Sekunden und einem diabolischen Lachen, knallt man dann frontal in einen EDM-Schnellzug, dessen Tacho-Nadel in Sachen BPM im roten Bereich auf Anschlag zittert.

Spätestens ab diesem Moment kann man sich weder gegen ihren bezirzenden Gesang noch gegen ihre Musik wehren, die unablässig Ekstase und Bewegung einfordert. Eine Halloween-Hymne also, die selbst die klapprigsten Skelette und die längst vermoderten Zombies zum Tanzen bringen wird.

Das offizielle Video