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Schleim im Slip

Schleim im Slip zu haben ist total normal und sogar sehr wichtig für die Gesundheit der Frau. Sex-Expertin Paula Lambert erklärt, was es damit auf sich hat.

18.11.2016 12:01 | 1:23 Min | © sixx.de

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Überraschender Anblick im Höschen

Schleim im Slip – ist das normal?

Bei Mädchen steht zu Beginn der Pubertät ein großer Wandel an. Plötzlich finden sie Schleim im Slip – und schon stellt sich die Frage, ob das normal ist. Hier findet ihr die Antwort und viele Erklärungen, was die Umstellung in eurem Körper zu bedeuten hat.

Vom Mädchen zur Frau

Es ist ein Schock, wenn sich beim Gang auf die Toilette plötzlich ein neuer Anblick bietet. Während der Schlüpfer vorher immer trocken war, finden Mädchen plötzlich Schleim im Slip und machen sich Sorgen, ob mit ihnen alles stimmt. Aber keine Panik, solche Veränderungen sind ganz normal und gehören zum Erwachsenwerden dazu.

Schleim im Slip 1

Der Schleim wird auch als Ausfluss oder Weißfluss bezeichnet. Er stellt sich ein, wenn der weibliche Körper plötzlich damit beginnt, Sexualhormone zu produzieren. Gewissermaßen bereitet er euch darauf vor, eine Frau zu werden. Bereits vor der ersten Menstruation könnt ihr also den weißlichen Schleim im Slip finden – und der ist keineswegs unangenehm, sondern erfüllt viele Funktionen im weiblichen Körper.

Wie es zum Schleim im Slip kommt

In der Scheide und den Wänden des Gebärmutterhalses finden sich Drüsen, die Feuchtigkeit produzieren. Diese landet schließlich als Schleim im Slip – ein Vorgang, der ganz natürlich und normal ist. In der Regel ist die Flüssigkeit klar oder hat eine weiße bis milchige Farbe und riecht nicht unangenehm. Sie besteht aus guten Bakterien und Fluida, die eine wichtige Funktion übernehmen.

Der Weißfluss schützt nämlich gewissermaßen die Scheide vor Eindringlingen. Schleim und Zellen, die die Gebärmutter abgestoßen hat, werden auf natürlichem Wege aus dem Körper befördert. Außerdem sorgt der Ausfluss für ein leicht saures Milieu im Intimbereich, das wichtig ist, um sich gegen schlechte Bakterien zu schützen. Nicht zuletzt erschwert der Schleim auch, je nachdem in welchem Teil eures Zyklus ihr euch befindet, dass Spermien in die Gebärmutter gelangen.

Zyklusbedingte Veränderungen

Haben Mädchen schließlich auch ihre Menstruation bekommen, sind sie fruchtbar – jeden Monat aufs Neue. In der Mitte zwischen den monatlichen Blutungen findet sich ein Zeitraum, an dem sie besonders fruchtbar sind und durch Geschlechtsverkehr empfangen können. Diese fertilen Tage erstrecken sich zumeist auf rund sieben. In diesem Zeitraum produziert der Körper vermehrt Schleim, der im Slip landet. Er ist klarer als üblich und flüssiger, wodurch Spermien leichter den Weg zur Gebärmutter antreten können. Nach und vor der Menstruation wird der Ausfluss wieder zähflüssiger und nimmt seine typische weiße Farbe an.

Scheidengesundheit am Schleim im Slip erkennen

In manchen Fällen verändert sich jedoch der Schleim, der im Slip landet und Mädchen und Frauen werden stutzig. Zurecht, denn wenn die Flüssigkeit sich in Farbe und Geruch stark von dem "Normalzustand" unterscheidet, solltet ihr aufmerksam werden. In manchen Fällen stecken nämlich auch Erkrankungen hinter der Veränderung – und die sollten ernstgenommen werden.

Veränderter Ausfluss

Sieht euer Schleim im Slip gräulich, gelb- oder orangefarben aus, könnte es sein, dass sich euer natürlicher Schutzfilm im Intimbereich nicht gegen Eindringlinge wehren konnte. Die Folge: eine bakterielle Infektion. Sie macht auf sich aufmerksam, wenn ein unangenehmer Geruch hinzu kommt oder sich Klümpchen im Schleim bilden. Neben Straphylokokken oder Streptokokken können auch Geschlechtskrankheiten den Schleim im Slip erklären. Dazu zählen Chlamydien, Tripper oder Trichomonaden. Aber auch eine Pilzinfektion mit dem Hefepilz Candida albicans führt zu vermehrtem Ausfluss, der ein unangenehmes Jucken und Brennen auslöst.

Schleim im Slip 2

Genauso verursachen auch Fremdkörper in der Scheide, wie beispielsweise ein vergessener Tampon, Infektionen aufgrund sich ansammelnder Bakterien, gegen die der natürliche Schutzmantel nicht mehr ankommt. Wichtig ist, dass ihr den Arzt aufsucht, wenn sich euer Ausfluss unabhängig vom Monatszyklus stark verändert oder unangenehm riecht. Der Gynäkologe wird eine entsprechende Behandlung einleiten.

Auch die Stimmung kann den Scheidenausfluss bestimmen

Neben diesen physiologischen Gründen für ungewöhnlichen Schleim im Slip können aber auch Emotionen den Weißfluss beeinflussen. Leidet ihr beispielsweise gerade vermehrt unter Stress, können die Drüsen in eurem Intimbereich angeregt sein und vermehrt Schleim produzieren. In einem solchen Fall stellt ihr jedoch lediglich mehr Schleim im Slip fest. Sein Geruch verändert sich nicht und ein Brennen oder Jucken lässt sich ebenfalls nicht auf psychische Belastungen zurückführen.

Fazit: Es ist für Mädchen schon eine große Überraschung, wenn sie plötzlich Schleim im Slip haben. Dabei ist es ein ganz natürlicher Prozess, der sie auf ihrem Weg zum Frau-Sein begleitet. Der Ausfluss, auch Weißfluss genannt, hat verschiedene Aufgaben. Er wird von Drüsen in der Scheide produziert und enthält eine große Menge Milchsäurebakterien. Diese machen das Milieu im Intimbereich sauer, sodass eindringende Bakterien keine Chance haben. Innerhalb des Zyklus verändert sich der Schleim. Während er kurz vor und nach der Menstruation eher zähflüssig und weiß ist, wird er in der Mitte dünnflüssig und klar – um den Spermien den Weg zur Gebärmutter zu erleichtern. Aber der Ausfluss kann sich auch verändern, eine andere Farbe annehmen und möglicherweise einen "fischigen" Geruch ausbilden. In solchen Fällen, insbesondere wenn Schmerzen oder Jucken hinzukommen, ist der Gang zum Arzt notwendig.

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