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Paula kommt

Paula Kommt: Ratgeber Bondage

Staffel 4

Du möchtest dein Liebesleben mit Fesselspielen aufpäppeln? Doch Achtung hierbei kann einiges schiefgehen!

15.01.2016 14:00 | 1:53 Min | © sixx.de

So fesselt ihr richtig

Bondage: Die Kunst der Fesselspiele

Seit "Fifty Shades of Grey" ist alle Welt im Bondage-Fieber. Zwar können die Fesselspiele tatsächlich frischen Wind ins Sexleben bringen, doch Vorsicht ist geboten. Vor allem Anfänger beherrschen nicht die Seilkunst. Auf was ihr achten solltet, erfahrt ihr hier.

Bondage: Mit Seilen gefesselt
So sexy kann fesseln sein. © Fotolia - Alex Shadrin

Was genau ist Bondage?

Das Wort Bondage stammt aus dem Englischen und bedeutet so viel wie Unfreiheit oder Knechtschaft. Heutzutage steht der Begriff allerdings eher im Zusammenhang mit der BDSM-Szene. In diesem Zusammenhang handelt es sich um Praktiken, die zur Fesselung oder Einschränkung der Bewegungsfreiheit dienen. Das Ziel ist in erster Linie die sexuelle Stimulation. Aber es gibt auch Sonderformen, die zum Beispiel der Ästhetik dienen. Selten wird im Zusammenhang mit Bondage auch der Ausdruck Vincilagnia verwendet, der die sexuelle Erregbarkeit durch Fesselungen beschreibt.

Kommunikation ist alles – Stichwort Safeword

Erotische Fesselspiele mit einem geheimnisvollen Typen à la Christian Grey geistern seit der Roman-Trilogie "Fifty Shades of Grey" in vielen Frauenköpfen umher. Bevor ihr aber mit euren Partner in die Welt des Bondage eintaucht, solltet ihr vorab ein intensives Gespräch führen. Klärt eure Motivationen, Wünsche und Vorstellungen ab, ehe ihr das Seil anlegt. Nicht nur vor dem Liebesspiel solltet ihr die wichtigsten Fakten klären, auch während des Akts ist Kommunikation alles. Codewörter sind von großer Bedeutung. Mit dem sogenannten Safeword könnt ihr eurem Partner mitteilen, dass ihr mit der Situation unzufrieden seid und aufhören möchtet. Manche Paare kommunizieren auch mittels Händedruck.

Paar beim Bondage-Sex
Vertrauen ist das A und O. © Fotolia - Piotr Marcinski

Finger weg von Experimenten

Habt ihr die wichtigsten Regeln für das Bondage geklärt, gibt es noch weitere Sicherheitsvorkehrungen zu beachten. Niemand sollte gegen seinen Willen gefesselt werden, gegenseitiges Einvernehmen ist das A und O. Genauso wichtig ist es, dass ihr die gefesselte Person niemals alleine lasst, im Falle einer Panikattacke muss man eingreifen können. Ganz wichtig: Niemals ein Seil um den Hals legen!

Zudem haben Fesseln auch nichts an Gelenken zu suchen. Werden die Seile direkt an Hand- oder Fußgelenken angelegt, besteht die Gefahr, dass sich die Fesseln zusammenziehen und Nerven, Venen oder Sehnen langfristig geschädigt werden. Achtet also immer darauf, dass die Durchblutung stimmt. Seid ihr Anfänger, solltet ihr zunächst auf Ketten, Handschellen oder Manschetten zurückgreifen.

Beim Bondage solltet ihr immer eine Schere oder einen speziellen Cutter in eurer Nähe haben. Nur so ist in Notfällen eine schnelle Entfernung der Seile gewährleistet.

Für die erste Fetischsession solltet ihr auch eine angenehme und warme Umgebung schaffen. Da der oder die Sub in der Regel nur wenig Kleidung trägt, wäre es keine gute Idee, das Fesselspiel in einem kalten Kellerraum durchzuführen.

Arten des Bondage

Bondage ist nicht gleich Bondage. Es gibt diverse Unterarten, die anhand der Motivation und dem Zweck der Fesselung dienen.

Zweckbondage

Beim sogenannten Zweckbondage wird der Bottom gefesselt, um ihn bewegungsunfähig zu machen. Die Qual der Folter steht dabei aber nicht im Mittelpunkt. Die kann mit anderen Tools erzielt werden.

Folterbondage

Beim Folterbondage steht ganz klar die Qual im Mittelpunkt. Die Fesselung soll Schmerzen herbeiführen und den Bottom in eine unangenehme Position bringen.

Zierbondage

Hier steht ganz klar die Ästhetik im Vordergrund. Fesselungen werden kunstvoll für Fotografien in Szene gesetzt, oder bestimme Körperteile wie Brüste werden betont. Beim Zierbondage dienen die Fesselungen als Kleidungsstücke.

Bondage: Zubehör aus Leder
Diese Instrumente gehören einfach zum Bondage dazu. © Fotolia - moussa81

Typische Bondage-Ausstattung

Das Bondage-Equipment reicht von alltäglichen Materialien wie Seidentüchern und Krawatten bis zu Leder, Latex und Lack. Wie ihr die richtige Wahl trefft, lest ihr hier.

Seile

Seile aller Art kommen beim Bondage zum Einsatz. Die können aus Baumwolle, Kunstfasern oder anderen Materialien bestehen. Einsteiger sollten allerdings vor Hanf- und Juteseilen zunächst die Finger lassen, es besteht die Gefahr von Verbrennungen und Reibungswärme. Wichtig ist aber, dass das Seil eine passende Bruchlast zur Verwendung hat. Die Bruchlast ist der Wert in Kilogramm, bei dem ein Seil einfach gelegt reißt. Zudem ist es auch wichtig, dass sich der Knoten selbst unter Zug wieder lösen lässt. Zudem sollte sich das Seil unter Last nicht stark dehnen und dem Aktiven leicht durch die Hand "laufen."

Metall und Holz

Auch Metall spielt beim Bondage eine große Rolle. Hand-, Fuß-, und Daumenschellen sowie Hooks und Ketten gehören zu der typischen Ausstattung. Andreaskreuze, Spreizstangen, Streckbänke, Pranger und Galgen können aus Metall oder Holz sein.

Leder, Latex und Lack

Das erste, an was man bei Fetisch denkt, sind ganz klar Leder, Latex und Lack. Insbesondere Leder gehört zu den beliebtesten Materialien beim Bondage. Manschetten, Gurte oder Halsbänder sind vermutlich in jedem Fesselequipment zu finden. Aber auch die Kleidung darf aus diesen Materialien bestehen: Latexkleider oder Lackhosen verleihen den Rollenspielen die richtige Würze.

Knebel oder Masken

Für echte Bondage-Profis gehören auch Knebel zu den erotischen Fesselspielen. Besonders beliebt sind Ball-, Ring-, Bit- und Penisknebel. Aber auch Klebeband oder Wäschestücke wie Tücher gehören dazu. Selbst Masken kommen des Öfteren zum Einsatz. In denen sind häufig schon Knebel integriert.

Noch mehr Zubehör

Das Equipment der Fesselspiele kennt kaum Grenzen. Manche verwenden für die erotischen Abenteuer Frischhaltefolie, die für Mumifizierung oder Folienbondage verwendet wird. Andere nutzen Zubehör aus der Klinik – Zwangsjacken oder Gurtsysteme, die zur Fixierung unruhiger Patienten im Bett dienen, sind Beispiele. Aber auch Verbände und Gipsbinden gehören dazu. Selbst sehr enge Röcke und Korsetts werden eingesetzt.

Fazit: Seid ihr neugierig auf die wilden Fesselspiele geworden und wollt auch in die erotische Bondage-Welt eintauchen? Dann befolgt die wichtigsten Tipps und einem unvergesslichen Sex-Abenteuer mit eurem Liebsten steht wohl nichts mehr im Wege. Und nicht vergessen: Vertrauen ist der Schlüssel.

Was die Sexpertin Paula Lambert zum Thema Bondage zu sagen hat, erfahrt ihr im Video oben.

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