Playlist

Paula kommt

Frag Paula: Das ist das Panda Syndrom und so beeinflusst es deine Beziehung!

Staffel 1

Das Panda Syndrom beschreibt Paare, die ihre Abende lieber mit Kuscheln verbringen und Sex immer mehr in den Hintergrund rückt. Was man dagegen machen kann erfahrt ihr hier.

12.04.2017 11:52 | 3:43 Min | © sixx.de

Panda-Syndrom: Was ist das und was kann man dagegen tun?

Ihr liebt euch, sehr sogar. Trotzdem herrscht Flaute im Bett. Oder der Orgasmus bleibt plötzlich aus. Schon mal vom Panda-Syndrom gehört? Was es damit auf sich hat und was ihr tun könnt und solltet, wenn ihr nur noch kuschelt, anstatt das Bett zu verwüsten, das verrät euch Sexpertin Paula Lambert auf Sixx.

Panda-Syndrom: Zu faul für Sex

Das Panda-Syndrom klingt nicht durch Zufall nach den bambusliebenden Bären aus Südostasien. Vielmehr sorgte das Verhalten der faulen Großbären dafür, dass ihr Name auch im Wortschatz von Sexualtherapeuten Einzug hielt. Euch fällt kein Grund ein, warum ein Panda Pate für den Namen eines Sexproblems stehen sollte? Paula Lambert erklärt es euch. Hinter der scheinbaren Gelassenheit der Tiere steckt nämlich eine große Portion Faulheit. Was die Fellknäule auf den ersten Blick zu den wohl sympathischsten Tieren der Welt macht und dafür sorgt, dass sie sich scheinbar von nichts aus der Ruhe bringen lassen, hat auf den zweiten Blick schwerwiegende Folgen.

Panda-Syndrom Was ist das und was kann man dagegen tun1

Pandas sind unglaublich gelassen und verschmust – nur Sex haben sie extrem selten. Grund genug, sie zum Namensgeber für ein Sexualphänomen zu machen: Das Panda-Syndrom

Die Faulheit der Panda-Paare geht nämlich sogar so weit, dass sie sich kaum zum Sex aufraffen können und manche Experten sogar davon ausgehen, dass sie genau deshalb vom Aussterben bedroht sind! Menschlichen Panda-Paaren ergeht es ähnlich, wenn auch mit nicht ganz so radikalen Folgen. Bei ihnen hat sich der Sex nämlich mit der Zeit von der schönsten Nebensache der Welt tatsächlich zum Nebensächlichsten überhaupt im Alltag entwickelt. Paare, die am Panda-Syndrom "leiden", lieben sich meist über alles und sind fest davon überzeugt, auch weiterhin und vielleicht sogar für immer zusammen sein zu wollen. Küssen und kuscheln gehört nach wie vor dazu – nur zum eigentlichen Sex können sie sich kaum noch aufraffen.

Wann wird das Panda-Syndrom zum Problem?

Die gute Nachricht vorweg: Eine zeitweise Flaute im Bett ist völlig normal und kommt in den meisten Beziehungen mal vor. Vor allem bei Paaren, die schon länger zusammen sind, ist das nicht ungewöhnlich. Auch wenn ihr also ein Panda-Syndrom bei euch vermutet, ist das noch lange kein Grund, panisch zum Sexualtherapeuten zu rennen, beruhigt Paula Lambert. So lange beide Partner mit der Situation zufrieden sind und nichts vermissen, ist es völlig ok, eine Weile lieber "nur" gemütlich miteinander auf dem Sofa zu kuscheln und dabei die Lieblingsserie zu schauen. Rund ein Drittel aller Frauen kann sich verschiedenen Umfragen zufolge sogar eine langfristig sexlose Beziehung vorstellen.

Weil aber bei den allermeisten Menschen ein mehr oder weniger starker Sexualtrieb zu einer Beziehung nun mal mit dazu gehört, solltet ihr euch trotzdem ab und zu "aufraffen". Die Lust kommt dann meist von selbst wieder dazu, weiß Sexpertin Paula Lambert. Es gibt aber noch mehr gute Argumente dafür, sich nicht zu bequem in seinem Panda-Syndrom einzurichten. Sex sorgt nämlich nicht nur für lustvolle Momente im Bett, sondern bindet zwei Menschen auch fester aneinander und schafft Vertrauen. Auch wenn ihr keinen Sex miteinander habt, wird die Lust bei euch oder eurem Partner ziemlich wahrscheinlich doch irgendwann wieder aufflammen – und sich dann im Zweifelsfall von außen ihre Befriedigung suchen. Damit das Panda-Syndrom nicht zum Killerfaktor für eure Beziehung wird, ist es also wichtig, sich regelmäßig auch durch Sex die gegenseitige Nähe und Zuneigung zu zeigen.

Panda-Syndrom Was ist das und was kann man dagegen tun2

Wenn ihr eine Weile lieber zusammen auf dem Sofa kuschelt, als Sex zu haben, heißt das noch nicht gleich, dass ihr am Panda-Syndrom leidet oder in Panik verfallen müsst.

So gelingt der Ausbruch aus dem Panda-Syndrom

Aber wie gelingt der Ausbruch aus einer Situation, die doch so bequem und perfekt in den stressigen Alltag zu passen scheint? Zumal es manchen Paaren trotz aller Nähe und Aufgeklärtheit immer noch schwer fällt, über Sex und mögliche Probleme damit zu reden. Ein Tipp von Paula Lambert: Sprecht euer Panda-Syndrom nicht per se als Problem an, sondern fragt einfach mal ganz nebenbei in einem geeigneten Moment, ob eurem Partner eigentlich aufgefallen ist, dass ihr in letzter Zeit kaum Sex hattet. Daraus kann sich dann eine ganz entspannte Unterhaltung entwickeln, in der ihr gemeinsam herausfinden könnt, warum es in den letzten Tagen und Wochen (oder auch Monaten) an der Lust auf Sex gemangelt hat. Redet auch über eure Gefühle und wie ihr die sexlose Zeit empfunden habt. Während es euch selbst mit den Kuschelorgien auf dem Sofa vielleicht ganz wunderbar geht, kann es durchaus sein, dass euer Partner im Stillen leidet und Angst um die Beziehung hat – was umgekehrt natürlich genauso der Fall sein kann.

Sex braucht aber nicht nur den Willen und die Lust, sondern auch die Gelegenheit. Im stressigen Alltag manchmal gar nicht so einfach. Was in diesem Fall gegen euer Panda-Syndrom helfen kann? Sich bewusst Zeit füreinander und den gemeinsamen Sex zu nehmen. Vereinbart zum Beispiel einen festen Abend pro Woche, an dem Laptop, Tablet und Smartphone ausgeschaltet bleiben und auch sonst nichts eingeplant wird. Auch der Fernseher bleibt natürlich aus, außer, ihr wollt euch einen gemeinsamen "Inspirationsfilm" anschauen. Und: kein Leistungsdruck! Kaum etwas tötet die Leidenschaft nämlich so zuverlässig, wie der überhöhte Anspruch, möglichst perfekten Sex haben zu müssen, weiß Paula Lambert. Wenn ihr euch ganz aufeinander konzentriert, dann kommt der Rest meist ganz von alleine, Panda-Syndrom hin oder her.

Panda-Syndrom Was ist das und was kann man dagegen tun3

Sex braucht Gelegenheit: Nehmt euch eine Auszeit von Smartphone und Co. und konzentriert euch ganz aufeinander, dann kommt der Rest meist von alleine.

Fazit: Wenn ihr über längere Zeit keinen Sex miteinander habt, obwohl ihr euch in einer intakten Beziehung befindet, ist das grundsätzlich noch nichts Ungewöhnliches. Phasen, in denen lieber gekuschelt wird, als Sex zu haben, kennen wohl die meisten Paare. Hält die sexlose Zeit aber über Wochen und länger an, hat sich bei euch sehr wahrscheinlich ein Panda-Syndrom eingeschlichen. So lange es euch beiden damit gut geht auch erst mal kein Grund zur Panik, nur reden solltet ihr über die Situation. Sex gehört für die meisten Menschen zu einer Beziehung schließlich einfach dazu und sollte deshalb auch nicht komplett ausgespart werden. Sexpertin Paula Lambert rät: Verabredet regelmäßige Dates, an denen ihr euch wirklich nur aufeinander konzentriert, der Rest kommt dann meist ganz von selbst. Ihr braucht noch mehr Tipps für neuen Schwung in eurem Liebesleben? Auf Sixx werdet ihr sicher fündig.

 

Das könnte euch auch interessieren:

http://www.sixx.de/tv/paula-kommt/video/frag-paula/1-frag-paula-flaute-im-bett-was-tun-clip

http://sixx.de/tv/paula-kommt/video/frag-paula/1-frag-paula-so-bringt-ihr-die-familie-und-sex-unter-einen-hut-clip

http://sixx.de/tv/paula-kommt/video/frag-paula/1-frag-paula-sex-im-alltag-so-entfacht-ihr-eure-liebe-neu-clip