Stars & Style

Frühjahr/ Sommer 2014: Die Highlights der Fashion-Weeks

Die besten Momente der Fashion-Weeks

Der Winter steht in den Startlöchern, die Modewelt aber hat schon wieder Frühlingsgefühle. Worüber bei den Fashion-Weeks von New York bis Paris getuschelt wurde, erfährst du hier:

04.10.2013 15:28 Uhr

Bei der Fashion-Week hat orthopädisches Schuhwerk und witterungsbedingte Kleidung Zwangspause. Für Moderedakteure, Szene-Blogger und It-Girls gilt dann: Auffallen um jeden Preis! Diesen Herbst präsentierten die Designer in den Mode-Metropolen New York, London, Mailand und Paris die neusten Entwürfe für den Frühling/Sommer 2014. Nicht immer allerdings stand die Mode im Vordergrund. Kleine Mädchen und abenteuerliche Amazonen stahlen so manchem Designer die Show. Hier findest du die besten Momente von New York bis Paris. Inklusive Trend-Ausblick!

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New York: Große Namen, kleine Mädchen

Jeder Designer fürchtet Anna Wintour, die rigorose Chefredakteurin der US-Vogue. Ihre versteinerte Miene bringt Modeschöpfer zu Fall, ein kleines Lächeln aber macht Nachwuchs-Stars zu Topdesignern. Mode-Neuling Victoria Beckham hatte offensichtlich keine Angst vor der Meinung der Stil-Königin. Statt die erste Reihe bei ihrer Show in New York mit nichtssagenden It-Girls zu besetzen, reservierte Victoria Beckham einer ganz besonderen Fashionista einen Platz in der Front-Row. Tochter Harper durfte direkt neben Anna Wintour Platz nehmen und wurde damit zur zweitwichtigsten Stilkritikerin im Raum.

Die Zweijährige plapperte ungezwungen mit der Vogue-Chefin und zauberte sogar ein Lächeln ins faltenfreie versteinerte Gesicht der 63-Jährigen. Ein cleverer PR-Gag, der aber nicht von der Mode an sich ablenkte. Das ehemalige Spice Girl präsentiert eine schlichte Kollektion mit grafischen Elementen in Schwarz-Weiß und knalligem Pink. Anna Wintour hätte wohl auch ohne Harper ihren Segen gegeben! 

London: Paparazzi-Alarm

Christopher Bailey, der Chefdesigner bei Burberry ist der Liebling von Anna Wintour. Bei Burberry Prorsum in London herrscht schon beim Einlass mehr Star-Alarm als auf jeder Oscar-Verleihung. In der Front-Row sitzen die großen Namen der Szene: Sienna Miller, Miroslava Duma, Alexa Chung und Olivia Palermo. Dieses Jahr aber traten selbst Rockstars wie Paloma Faith in den Hintergrund. Die Kollektion von Burberry Prorsum war das Highlight der London Fashion Week. Statt dem ewigen Nieten- und Metallic-Revival zeigte Bailey zarte Pudertöne, florale Prints und feminine Silhouetten. 

Das komplette Gegenteil von dem, was die Fashion-Meute erwartet hatte. Selbst dem klassischen Trenchcoat wie man ihn hier findet, wurde ein Make-Over verpasst. Entsprechend groß war der Applaus. 

Das Tuschel-Thema? Irgendwie hatten sich die Stars in London dieses Jahr nicht so herausgeputzt. Statt innovativer Trend-Looks gab es viele zeitlose aber eben auch einfallslose Outfits zu sehen. Die Show stahlen Alexa Chung und Co am Ende internationale Blogger wie Marianne Theodorsen , der Mode-Punk aus Norwegen. Die Konkurrenz schläft eben nicht! 

Mailand: Statement vom Swarowski-König

Philipp Plein tut sich schwer, in der Modewelt ernst genommen zu werden. Zwar verkaufen sich seine Entwürfe im aufstrebenden Russland und im Nahen Osten, wie Brathendl auf dem Oktoberfest, mehr als ein müdes Lächeln schenken ihm namhafte Stilkritiker allerdings nicht. Bei seiner Vorstellung der Frühjahr/Sommer-Kollektion in Mailand versucht der Designer anderweitig auf sich aufmerksam zu machen. Seine Show wurde ausschließlich von schwarzen Models präsentiert. 

Ein politisches Statement, das nicht so Recht zum Glitzer-König Philipp Plein passt. Ein Thema, dass die Mailänder Modewelt spaltet. Viele Blogger wie die Italienerin Rosella von „The Fashion Twice“ finden die Show ein tolles Statement gegen Rassismus. Andere finden, der Designer instrumentalisiere ein aktuelles Problem, nur um zusätzlich PR für seine Mode zu machen. Fakt ist: In Sachen Stil bleibt sich Philipp Plein treu – alles funkelt, alles ist teuer und ein bisschen provokativ. Wie das transparente Hochzeitskleid aus Spitze am Ende, mit der Aufschrift „ Fuck you you fucking fuck“. 

Paris: Derselbe Skandal ein bisschen wilder

Auch bei Rick Owens in Paris wurde es unerwartet provokant. Ähnlich wie Philipp Plein in Mailand setzte der Mode-Avantgardist auf eine Neuinterpretation des „klassischen Models“. Statt anorektischer Bleichgesichter präsentierte eine Steptanz-Gruppe aus New York seine Mode. Mit wilden Grimassen tanzten sich die jungen, wohlproportionierten Frauen in die Herzen der Front-Row Gäste. Die Kollektion? An die können sich die wenigsten noch erinnern. Nur die vorherrschenden Farben blieben in Erinnerung, Camel und Schwarz-Grau.

Die Diskussion allerdings kochte erst einige Tage nach der Show hoch. Gerade viele schwarze Models und Blogger kritisierten im Netz, dass man Rick Owens für etwas feierte, was er eigentlich nie vorgesehen hatte: Die Rückkehr dunkelhäutiger Models auf den Laufsteg. Statt eine Rassismus-Debatte bei den Fashion-Week anzuzetteln, wollte der nämlich einfach nur unterhalten. Das ist ihm gelungen, Power hatte die Show!

Die letzte Show diesen Herbst präsentierte Louis Vuitton in Paris. Statt tosendem Applaus gab es hier viele Tränen und Standing-Ovations für Designer Marc Jacobs. Nach 16 Jahren als Chefdesigner gibt dieser das Zepter nun an einen bislang unbekannten Nachfolger ab. Ein trauriger Abschied, den Marc Jacobs mit einer spektakulären Show feierte. 

Teresa Harbeck

Teresa Harbeck  ist Modejournalistin bei STYLIGHT. Ihr Lieblingsdesigner war lange Hedi Slimane von Saint Laurent. Mit der Kollektion für diesen Frühling könnte sich das allerdings ändern. Die fand Teresa nämlich ziemlich langweilig. Ganz im Gegensatz zu Marc Jacobs emotionalen Abschied von Louis Vuitton. Nach 16 Jahren geht eine Ära zu Ende!

Wer ist dein Lieblingsdesigner? Sag es uns in den Kommentaren!

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